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Ingeborg Neumann als Präsidentin des Gesamtverbandes textil+mode wiedergewählt

Portrait_Ingeborg Neumann
Ingeborg Neumann, Präsidentin des Gesamtverbandes textil+mode e. V. (t+m)
Ingeborg Neumann, Präsidentin des Gesamtverbandes textil+mode e. V. (t+m), ist von den Verbandsmitgliedern auf der Jahrestagung 2017 am 12. Sept. in Berlin für weitere drei Jahre einstimmig in ihrem Amt bestätigt worden. Die von ihr geführte Peppermint-Gruppe, Berlin, betreibt sechs Textilfirmen, davon vier in Deutschland. Neue Vizepräsidenten sind Markus Simon, VERSEIDAG-INDUTEX, neuer Vorsitzender des Arbeitgeberverbundes von t+m und künftiger Tarifverhandlungsführer der Branche, sowie seine Stellvertreterin Irmgard Listl, EagleBurgmann. Wolfgang Brinkmann, Ralph Rieker und Ulrich Schnier waren nicht zur Wiederwahl angetreten. Neu in das Präsidium gewählt wurden zudem Stefan Brandmann, Brax Leineweber; Michael Kamm, CBR Fashion Group, und Carl-August Seibel, Josef Seibel Schuhfabrik. Der amtierende Vorsitzende des Forschungskuratoriums (FKT), Franz-Jürgen Kümpers, SGL Kümpers, sowie Justus Lebek, Lebek International Fashion, werden in das Präsidium kooptiert. Die t+m-Vizepräsidenten Klaus Berthold, Bodo Bölzle, Dr. Wilfried Holtgrave, Klaus Huneke, Rolf A. Königs und Dr. Christian Sandler sowie die Mitglieder des Präsidiums Donata Apelt-Ihling, Martina Bandte, Dr. Alexander Colsmann, Désirée Derin-Holzapfel, Franz-Peter Falke, Dr. Klaus Faust, Ottmar Ihling, Thomas Lindner und Heiko A. Westermann wurden im Amt bestätigt.





 

Reflektierende Radfahr-Regenjacke „Wechselhaft“ von Biehler erhielt “Eurobike Award 2017”

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Die neuartige Radfahr-Regenjacke von Biehler im “normalen”  (Herren-Variante) sowie im reflektierenden Zustand (Damen-Variante).  Foto: Biehler
Die Biehler Sportswear GmbH, Limbach-Oberfrohna, ist für ihre neu entwickelte Radfahr-Regenjacke „Wechselhaft“ mit dem begehrten „Eurobike Award 2017“ ausgezeichnet worden. Die Ehrung der sächsischen Hersteller-Firma erfolgte im Rahmen der weltgrößten Fachmesse der Fahrradwirtschaft „Eurobike“, an der sich vom 30. Aug. bis 2. Sept. 2017 in Friedrichshafen 1.400 Aussteller aus mehr als 50 Ländern beteiligten.  

„Bei dieser Jacke gefällt uns die hervorragende Verarbeitung der Funktionsmaterialien. Innovativ ist auch die Idee einer klein zusammenlegbaren Regenjacke aus komplett reflektierendem Material“, lautete das Urteil der Jury. Die in edler Schwarz-Optik gehaltene elastische Jacke mit körperbetontem Schnitt besteht je zur Hälfte aus Polyester und Polyurethan. Sie schützt nicht nur zuverlässig vor Regen und Wind: Das ggf. lebensrettende  Plus ist ihre ringsum ausgezeichnete Sichtbarkeit bei Dunkelheit im Straßenverkehr.

Biehler bietet das innovative „Reflective Rainjacket“ für Damen und Herren unter dem Slogan “100% Made in Germany“ zum Preis von 120.- EUR im Online-Shop an:  www.biehler-cycling.com





 

Sächsische Bandweberei setzt auf leuchtende Hightech-Produkte

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Wanka bei RAMMER: Die Rammer-Geschäftsführer Christian Schwarze (l.) und Annekathrin Schwarze (4. v. l.) begleiteten Ministerin Wanka (3. v. l.) beim Rundgang durch die Bandweberei, Foto: SmartTex-Netzwerk/Thomas Heinick

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka besuchte F. J. Rammer GmbH in Ohorn / vti sieht Branche im Aufwind

Die traditionsreiche Oberlausitzer Bandweberei F. J. Rammer GmbH, Ohorn, entwickelt und produziert bereits seit mehr als zehn Jahren textile Hightech-Produkte. Seit Jahresbeginn 2017 wirkt das Unternehmen in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützten Innovativen Regionalen Wachstumskern „Tailored Optical Fibres“ (Maßgeschneiderte Optische Fasern) mit, dem 18 Firmen und Forschungsinstitute aus Sachsen und Thüringen angehören.  Das Management obliegt dem Optonet e. V., Jena. F. J Rammer untersucht in Kooperation mit der ITP Gesellschaft für Innovative Textile Produkte GmbH, Chemnitz/Weimar, und weiterer Partner das Verhalten leuchtender Bandgewebe, die unter Verwendung gleichmäßig abstrahlender optischer Fasern entstehen. Ziel ist der Einsatz derartiger innovativer Gewebe im Innenraum von Fahrzeugen sowie für medizinische Anwendungen in der Lichttherapie (siehe: http://tailored-optical-fibers.net/).  Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (CDU) informierte sich am 17. August 2017 bei einem Besuch in dem seit rund 200 Jahren existierenden Lausitzer Familienunternehmen zum Stand der bis 2019 konzipierten Projektarbeiten. Sie folgte der Einladung der in der Region agierenden CDU-Bundestagsabgeordneten Maria Michalk. Die Politikerinnen wurden begleitet von Roland Ermer, CDU-Kandidat für die bevorstehende Bundestagswahl, Udo Witschas, Vize-Landrat des Landkreises Bautzen, und Dr. Peter Werkstätter, Geschäftsführer des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti), Chemnitz.
 

Nützlicher Dialog in Mährens Metropole

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vti-Mitgliedsfirmen mit Partnern von ATOK im Gespräch / Tschechen kommen wieder zur mtex+

„Interessante Gespräche, ausbaufähige Kontakte, gute Bekannte getroffen.“ Mit diesen Worten lässt sich das Fazit der vti-Teilnehmer zum jüngsten tschechisch-deutschen Textilunternehmertreffen zusammenfassen. Das vom Industrieministerium der Tschechischen Republik geförderte Forum fand am 20./21. Aug. 2017 im Rahmen der Modemesse STYL in Brno/Brünn statt. In einem von vti-Hauptgeschäftsführer Dr. Jenz Otto gesteuerten Minibus reisten Steffi Barth, biehler sportswear; Dr. Frank Helbig, pressless GmbH; Andreas Ludwig, Thorey Gera GmbH; Uwe Kruschwitz, Bohemia Fashion; André Rehn, Messe mtex+; Michaela Holá, IHK Chemnitz, und vti-Geschäftsführer Dr. Peter Werkstätter in die 370.000 Einwohner zählende mährische Metropole. Dort komplettierten Gosbert Amrhein, ALTERFIL Nähfaden GmbH, und Alexander Burow, Ihle Strumpf GmbH, die sächsisch-thüringische Unternehmerdelegation.
Am Ankunftstag stand ein Empfang am Messestand des gastgebenden Textilverbandes ATOK sowie ein Besuch der von ALTERFIL installierten Ausstellung „Lace is grace“ auf dem Programm. Zu sehen waren fantasievolle Arbeiten aus Klöppelspitze, die internationale Teilnehmer eines von ALTERFIL ausgerufenen Wettbewerbes eingesandt hatten. Die bereits mehrfach in Deutschland gezeigte Schau konnte mit außerordentlich engagierter Unterstützung der Messe Brno erstmals in Tschechien präsentiert werden.  Wie Geschäftsführer Gosbert Amrhein berichtete, stammen immerhin 510 der insgesamt 2.733 eingereichten Kreationen von Hobby-Spitzenklöpplerinnen aus Tschechien. ALTERFIL unterhält seit geraumer Zeit Lieferbeziehungen zu Konfektionären im Nachbarland. Gosbert Amrhein nutzte die STYL, um seine Firma dort noch bekannter zu machen.

Beim offiziellen Unternehmertreffen am 21. August betonten Jiri Cesal und Dr. Jenz Otto, die Hauptgeschäftsführer von ATOK und vti, übereinstimmend den Nutzen derartiger grenzüberschreitender Begegnungen. Damit werde der im Vorjahr während der mtex+ in Chemnitz erneuerte Kooperationsvertrag zwischen beiden Verbänden weiter mit Leben erfüllt. Von tschechischer Seite stellten sich Vertreter aus produzierenden Unternehmen vor, deren Leistungsspektrum von technischen Geweben, über Bekleidung, Polster- und Bettwaren bis zu Reißverschlüssen und anderen Zutaten reichten. Nach den professionell übersetzten Kurzvorstellungen aller Beteiligten folgten zahlreiche individuelle Gespräche. Außerdem luden die vti-Vertreter gemeinsam mit Messe-Projektleiter André Rehn ihre Partner zur 7. mtex+ 2018 nach Chemnitz ein. Auf jeden Fall werde es dort wieder einen tschechischen Gemeinschaftsstand geben, betonte ATOK-Chef Jiri Cesal. In guter Tradition gehören auch gemeinsame Aktivitäten zur beruflichen Nachwuchssicherung in beiden Ländern zu den Schwerpunkten der Zusammenarbeit.  So treffen sich Vertreter der TU und der Staatlichen Berufsschule für Textil in Liberec auf Anregung von vti-Geschäftsführer Dr. Peter Werkstätter dieser Tage zu fortführenden Gesprächen in Liberec.

Tschechische Textilproduzenten haben die mtex+ 2018 schon im Kalender

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Der Termin der nächsten mtex+ vom 29. - 30. Mai 2018 steht bei tschechischen Textilproduzenten bereits im Kalender. Für sein Unternehmen habe die Beteiligung als Aussteller auf der 6. mtex+ wertvolle Kontakte gebracht, bei der 7. mtex+ wolle man deshalb wieder mit dabei sein. Das erklärte Rudolf Paar, Geschäftsführer der Weberei NYKLICEK, Nove Mesto nad Metuji, in einem Gespräch mit Vertretern des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti) und der Messe Chemnitz, die Ende Nov. 2016 an der 52. Vollversammlung des tschechischen Textilverbandes ATOK in Liberec teilnahmen.  In seinem Jahresbericht erinnerte ATOK-Hauptgeschäftsführer Jiri Cesal an die vom Techtex-Cluster CLUTEX organisierte Gemeinschaftsbeteiligung tschechischer Firmen auf der  6. mtex+ sowie an das begleitende Dialog-Forum mit über 30 Textilunternehmern beider Länder, das mit Unterstützung des Außenministeriums in Prag und des Generalkonsulats in Dresden stattfand. Bei dieser Gelegenheit schlossen ATOK und vti einen neuen Kooperationsvertrag ab. 

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Die ATOK-Mitglieder wählten in Liberec ihre Verbandsgremien. Gemeinsam mit ATOK-Hauptgeschäftsführer Mgr. Jiří Česal (l.) gratulierte vti-Referatsleiter Frank Sander (2. v. l.) dem neuen ATOK-Präsidenten Jiří Grund, Fa. GRUND a. s., Mladé Buky  (2. v. r.) sowie den Vizepräsidenten Petr Moravec, Fa. SILK & PROGRESS s.r.o., Moravská Chrastová (3. v. l.) und Otakar Petráček, Fa. Mileta a.s., Prag (r.) zur Wahl.  Foto: mtex+

 

Hohe Ehre für Carbonbeton-Forscher

Preisverleihung deutscher Zukunftspreis
Drei Carbonbeton-Forscher der TU Dresden sind mit dem Deutschen Zukunftspreis für Technik und Innovation 2016 geehrt worden. Bundespräsident Joachim Gauck überreichte die mit 250.000 Euro dotierte Auszeichnung am 30. November in Berlin. Gemeinsam mit ihren Teams hatten Prof. Dr.-Ing. habil. Dipl.-Wirt. Ing. Chokri Cherif, Direktor des Instituts für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM), Prof. Dr.-Ing.  Manfred Curbach, Direktor des Instituts für Massivbau,  und Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Offermann, ITM-Direktor bis 2005 und Vorstandsvorsitzender des Verbandes TUDALIT, einen mit Carbonfasern bewehrten Beton entwickelt.

Carbon ist viermal leichter und sechsmal tragfähiger als Stahl. Carbonbeton ist widerstandsfähiger und beständiger als herkömmlicher Stahlbeton, da er nicht rostet. Bauteile und Bauwerke können filigraner konstruiert werden; mehr als 50 % Materialeinsparung sind möglich. Damit gehen auch die Reduzierung des Energieverbrauchs und des CO2-Ausstoßes einher. Carbonbeton ermöglicht die Kombination mit Zusatzfunktionen wie Dämmen, Heizen oder Überwachen von Gebäuden. Das Material eignet sich sowohl für Neubauten als auch für die Verstärkung bestehender Bauwerke. Die Lebensdauer von Gebäuden, Brücken und Masten kann durch Auftragen einer dünnen Schicht Carbonbeton deutlich erhöht werden. Schon seit 2006 werden weltweit alte Bauwerke, z. B. ein Kaufhaus in Prag oder Zuckersilos in Uelzen, mit diesem Verfahren verstärkt.  Die Bedeutung der Carbonbeton-Technologie erkannte auch das Bundeministerium für Bildung und Forschung und fördert den 2014 gegründeten Verein C³ – Carbon Concrete Composite e. V. mit bis zu 43 Millionen Euro. Der C³ e. V. ist ein interdisziplinäres Netzwerk aus mehr als 150 Partnern aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden, die gemeinsam die Einführung des Materials auf dem Markt vorantreiben. 

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Bei der Preisübergabe in Berlin (v.l.): Prof. Chokri Cherif, Prof. Manfred Curbach, Bundespräsident Joachim Gauck und Prof. Peter Offermann Foto: © Bildschön / Deutscher Zukunftspreis

Textil statt Stahl – Chemnitzer Faserseile jetzt in der Praxis

Flugwindkraftanlagen mit Drachen_mtex+
Foto: EnerKite GmbH
Berlin / Chemnitz, 29. Sept. 2016 - Hochfeste Seile aus textilen Fasern sind flexibler und leichter als ihre stählernen Artgenossen und zugleich sehr leistungsfähig. Nach umfangreicher Forschung und Erprobung gelangen nun die ersten Faserseile aus Chemnitz in die Praxis, teilte Hans-Peter Hiepe, Verantwortlicher der Innovationsinitiative „Unternehmen Region“ des Bundesforschungsministeriums für die neuen Bundesländer mit.
 
Mehrere hundert Meter hoch hängt der Drachen einer Flugwindkraftanlage an einem hochfesten Faserseil. Bei der Auf- und Ab-Bewegung des Drachens wird Energie gewonnen. Auf das dynamische Seilsystem muss dabei hundertprozentig Verlass sein. Es hat großen Kräften standzuhalten, gleichzeitig aber flexibel zu sein – genau das bieten die Chemnitzer Faserseile. Deshalb arbeiten die Ingenieure der InnoProfile-Transfer-Initiative „Technische Textilien – Textile Maschinenelemente“ mit der Brandenburgischen Firma EnerKite GmbH zusammen, die solche Anlagen entwickelt.

Mehr transportieren
In einem Kooperationsprojekt mit der TU Bergakademie Freiberg werden die Chemnitzer Faserseile unter Tage getestet, weiterentwickelt und perspektivisch im Bergbau eingesetzt. Die Nachfrage der Unternehmen ist groß, denn durch leichte und feste Faserseile könnten die Nutzlasten maximiert werden. In derselben Zeit ließe sich mehr transportieren als mit Stahlseilen und damit die Effizienz beim Abbau von Rohstoffen erhöhen. So vorteilhaft das Faserseil für den Bergbau ist – auch durch seine Beständigkeit gegen Korrosion und Chemikalien – so fraglich ist noch, wie es sich bei extremen Temperaturschwankungen und hoher Feuchtigkeit im Bergwerk verhält. In der Lehr- und Forschungsgrube der TU Bergakademie Freiberg testen die Wissenschaftler die Seile deshalb unter realen Bedingungen.

Leichter radeln
Design trifft Funktion: der Prototyp eines superleichten Fahrrads mit Speichen aus synthetischen Fasern. Ingo Berbig und Dirk Fischer, die ebenfalls zum Chemnitzer Team gehören, hatten die Idee, Speichen im Fahrrad aus synthetischen Fasern statt aus Stahl zu fertigen. Mit der Unterstützung eines EXIST-Gründerstipendiums riefen sie die Firma „PiRope“ ins Leben und legten los. Die Versuche der Ingenieure haben bereits gezeigt, dass Faserspeichen zugfester und zugleich dehnungsfähiger sind als jene aus Stahl. Gleichzeitig sind sie sehr viel leichter. Die Gewichtsersparnis des Speichensystems beträgt rund 70 Prozent. Eine Herausforderung war es, eine stabile Verbindung zwischen Speiche und Felge zu schaffen und eine passende Radnabe für die Faserspeichen herzustellen. Auch das haben die Berbig und Fischer gemeistert und bereits einen Fahrrad-Prototypen mit den neuartigen Speichen gebaut.

http://www.unternehmen-region.de/de/10324.php


Bildtext: Flugwindkraftanlagen mit Drachen an hochfesten Faserseilen aus Chemnitz arbeiten effizienter als Windkraftanlagen.

futureTEX: Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen 2016

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Die vom Sächsischen Textilforschungsinstitut (STFI) an der TU Chemnitz geführte Forschungskooperation futureTEX ist seit dem 23. Sept. 2016 Preisträger im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen”. In der Kategorie Wissenschaft liefere das Projekt eine Antwort auf die Frage, wie eine großangelegte Forschungskooperation die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Textilindustrie stärken kann, heißt es in einer Presseinformation der Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den BDI und die Deutsche Bank. Das bislang größte textile Forschungsverbundprojekt der Bundesrepublik war mit einem Stand auf der 6. mtex+ vertreten; während der 7. mtex+  vom 29. – 31. Mai 2018 wollen die Akteure weiterführende Resultate ihrer Netzwerktätigkeit präsentieren.  
 
Gemeinsam mit einem sechsköpfigen Fachbeirat hatte eine Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern die Forschungskooperation futureTEX aus über 1.000 Bewerbungen ausgewählt. Yvonne Kirchhoff von der Deutschen Bank überreichte Andreas Berthel, Geschäftsführender Direktor des STFI und futureTEX-Manager Dirk Zschenderlein die Auszeichnung und betonte: „Bei futureTEX ziehen über 170 Partner gemeinsam und erfolgreich an einem Strang. Ihr Erfolg macht Mut. Mut, auch in anderen Branchen interdisziplinär zusammenzuarbeiten und dem Vorbild von futureTEX zu folgen.“ Andreas Berthel kommentierte die Auszeichnung mit den Worten: „Wir sind stolz, ein ‚Ausgezeichneter Ort‘ im Land der Ideen zu sein, und freuen uns, mit unserem Projekt den Mehrwert gemeinschaftlichen Handelns herausstellen zu können. Denn ein wesentliches Ziel des Projekts futureTEX ist es, neue Impulse für grenzüberschreitende Forschung und Entwicklung zu initiieren. Gemeinsam wollen wir uns den Herausforderungen der vierten industriellen Revolution für die Textilbranche stellen“
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Das Projekt futureTEX wird gefördert aus dem Programm „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bis 2019 arbeiten wissenschaftliche Einrichtungen, Unternehmen und Verbände an der Entwicklung wesentlicher Bausteine eines Zukunftsmodells für Traditionsbranchen. futureTEX wird eine Vorreiterrolle im Kompetenzpool mit branchenübergreifender Ausprägung einnehmen. Vier Basisvorhaben – Smart Factory, Mass Customization, Open Innovation und Arbeitswelt 4.0 – bilden die Grundlage der weiteren Arbeit in fünf Handlungsfeldern. Diese stellen Open-Source-Plattformen, visionären Use Cases, partnerschaftliche gemeinsame Ressourcennutzung, Aus- und Weiterbildungskonzepte und neue Geschäftsmodelle in den Fokus.   

www.futureTEX2020.de


Bildtexte: Bei der Preisverleihung (v. l.): Dieter Uhlmann (Mitglied des futureTEX-Beirats), Philipp Klotz (Land der Ideen), Andreas Berthel (STFI Chemnitz), Yvonne Kirchhoff (Deutsche Bank), Bertram Höfer (Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie) und Dirk Zschenderlein (futureTEX-Manager)   Foto:  Land der Ideen/csb Eventfotografie

Am Stand von futureTEX auf der 6. mtex+ in Chemnitz.  Foto: mtex+ / Kristin Schmidt

6. mtex+: Messebeirat zog positive Bilanz und empfahl Fortsetzung Ende Mai 2018

mtex+ Messebeirat_August 2016
Eine positive Bilanz haben die Mitglieder des Messebeirats zum Verlauf der 6. mtex+ (31. Mai bis 2. Juni 2016) während ihrer jüngsten Zusammenkunft am 25. August 2016 in Chemnitz gezogen. Wie aus den Einschätzungen der Vertreter von zwölf Textilunternehmen, Forschungsinstituten und Verbänden hervorging, hat sich die Erweiterung des Themenspektrums auf Technische Textilien aller Art vollauf bewährt; ebenso die Parallelität zur erstmals auf der Messe veranstalteten Chemnitzer Textiltechnik-Tagung sowie zur Leichtbau-Fachmesse LiMA und zur Sächsischen Industrie- und Technologiemesse SIT.  Hervorgehoben wurden die Intensität der Messekontakte – auch über Branchengrenzen hinweg – sowie die Qualität des umfangreichen Rahmenprogramms, das für Aussteller wie Besucher den erhofften Mehrwert gebracht habe. Auf großes Interesse gestoßen seien Sonderschau & Symposium ZukunftTEXTIL zum Thema Gesundheitstextilien sowie das unter dem Motto „Tschechien Partnerland der mtex+“ organisierte Dialogforum mit Textilunternehmen des Nachbarlandes, die sich zudem an einem umfangreichen Gemeinschaftsstand präsentierten.

Die Beiratsmitglieder plädierten dafür, das neue Messeprofil beizubehalten und gaben wertvolle Empfehlungen für die inhaltliche Ausgestaltung der 7. mtex+ vom 29. bis 31. Mai 2018 in Chemnitz. Die Messeleitung wird das Konzept zur nächsten Beiratssitzung am 17. November 2016 vorstellen.


Bildtext:  Die Mitglieder des Messebeirats während ihrer Beratung Ende August 2016 in der Villa Esche in Chemnitz (v.l.): Dr. Uwe Möhring TITV Greiz (Beiratsvorsitzender),  Michaela Lorenz, TU Chemnitz, Jürgen List ITP GmbH Chemnitz/Weimar; Gregor Götz, VOWALON Beschichtung GmbH Treuen; Denise Lenk, INNtex GmbH Chemnitz; Bertram Höfer, Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti); Kareen Reißmann, STFI Chemnitz; André Lang, Norafin Industries (Germany) GmbH Mildenau; Michael Kynast, Messe Chemnitz; Claudia Franz FILK Freiberg; Prof. Dr.-Ing. Lothar Kroll, TU Chemnitz, und Hans-Jürgen Heinrich, Cetex-Institut Chemnitz.   Der Tagungsort war sozusagen Programm:  Der 1902 vom belgischen Architekten Henry van de Velde entworfene Bau entstand im Auftrag des weltweit agierenden Strumpffabrikanten Herbert Eugen Esche und dessen Frau. Die Villa gilt als Meisterwerk der Moderne von internationalem Rang.  
Foto: mtex+ / Stefan Möbius

Hightech-Textilien beim Berufsnachwuchs-Tag von Interesse

Hightech-Textilien beim Berufsnachwuchs-Tag von Interesse
Schüler und Studenten konnten sich beim Nachwuchs-Tag des Chemnitzer Messe-Trios mtex+, LIMA und SIT am 2. Juni 2016 über die interessanten beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten in der heimischen Industrieregion informieren. Im Bild erläutern Steffi Barth von der biehler sportswear GmbH, Limbach-Oberfrohna, und Dr. Peter Werkstätter vom Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti), einem Jugendlichen die Funktionsweise des “Reizstrom-Bodys”, der im Rahmen der Sonderschau zu Gesundheitstextilien auf der 6. Int. Messe für Technische Textilien mtex+ zu sehen war.  
 
Die vom Sächsischen Textilforschungsinstitut(STFI), Chemnitz, gemeinsam mit biehler sportswear und anderen Partnern entwickelte Bodywear transportiert stimulierenden Reizstrom zu medizinisch definierten Partien des Muskel-Skelett-Systems. Sie kann eingesetzt werden in der Rehabilitation nach Unfällen oder Krankheiten (u.a. Orthopädie, Kardiologie, Urologie) sowie in der Prävention (z.B. Blutdrucksenkung, Gewichtsreduktion, Stoffwechselbeeinflussung). Auch die Verwendung im Wellness- bzw. Fitnessbereich ist möglich. Das teilelastische Kleidungsstück besteht aus gestrickten, gestickten und gewirkten Textilien, die partiell elektrisch leitfähig sind. Die integrierte Technik ist mit dem Body waschbar. 

www.mehrwert3.com 

www.vti-online.de   

Foto: mtex+ / Kristin Schmidt

Erster Nachwuchspreis der mtex+ für textile Schutzplanke im Straßenverkehr an Vera Gail von der Hochschule Niederrhein

mtex+ Nachwuchspreisgewinnerin Vera Gail

“Einfach genial, dank Technischer Textilien!” – Unter diesem Motto stand der erstmals vergebene Nachwuchspreis der mtex+. Den Sieg errang Vera Gail von der Hochschule Niederrhein, die eine textile Schutzplanke für mehr Sicherheit im Straßenverkehr entworfen hatte.  Den 2. Platz erkannte die namhaft besetzte Jury Raphaela Franke von der Modefachschule Sigmaringen für ihr Konzept “Leichtigkeit” für smarte Bekleidung zu; den 3. Platz belegte das Team Kira Dannecker, Natalie Maihöfer und Marisa Pfister von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen mit ihrer textilen Körperschutzhülle.  Wie Mit-Initiatorin Iris Schlomski, Chefredakteurin des Fachmagazins “textile network” berichtete, beteiligten sich über 50 junge Kreative mit 13 eingereichten Ideen an dem öffentlich ausgelobten Wettbewerb.  „Wir sind hellauf begeistert von dem regen Zuspruch sowohl von Seiten der Hersteller von Technischen Textilien, die Materialien zur Verfügung gestellt haben, als auch von der Ideenvielfalt der  jungen Menschen, die mitgemacht haben“, betonte André Rehn, Projektleiter mtex+.  Auch beim nächsten mtex+ Nachwuchspreis-Wettbewerb im Jahr 2018 soll es um Inspiration, einen freien Geist und eine gesteigerte Sensibilität für Technische Textilien gehen. 
 


Innovationspreis der mtex+ für neuartige Flachsfaser-Vliesstoffe von Norafin

Innovationspreis
Die Norafin Industries (Germany) GmbH, Mildenau/Erzgebirge, erhielt den 2016 zum zweiten Mal vergebenen Innovationspreis der mtex+ für ihre Produktentwicklung Norafin Ecoline - Vliesstoffe auf Flachsfaserbasis für innovatives Interior Design, originelle Sportartikel und ökologisches Bauen.  Das 160 Mitarbeiter zählende Unternehmen ist Produzent technischer Vliesstoffe und Composites auf der Basis hochwertiger Spezialfasern (z. B. Aramide, Polyimide, PTFE, Flachs, Baumwolle). 

www.norafin.com

Aus Flachs gewonnene Naturfasern bieten u.a. die Möglichkeit, Vliesstoffe mit herausragenden Eigenschaften (hohe Reissfestigkeit, Strapazierfähigkeit und Robustheit) relativ kostengünstig herzustellen.  Durch ihren naturgegebenen Elastizitäts-Modul, ihre im Vergleich zu Carbon- oder Glasfasern geringe spezifische Masse, ihre vibrationsdämpfenden Eigenschaften und ihre UV-Beständigkeit verfügt die Flachsfaser über viele Vorteile gegenüber Kunstfasern.
 
Der wasserstrahlverfestigte Flachsvliesstoff hat seine ausgezeichneten Eigenschaften u.a. als Trägermaterial für Verbundwerkstoffe unter Beweis gestellt. Die z. B. bei der Herstellung von Fun Boards erreichten Kompressionswiderstände, Bruchsicherheiten, die ausgezeichnete Stoß- und Schlagabsorption führten zu einer geringeren Materialstärke und damit Masse des Brettes sowie zu einer erhöhten Sicherheit (Bruch und Absplitterung von Brettteilen). Die sehr gute Verarbeitbarkeit zu Composites resultiert u. a. aus der relativ unkomplizierten Imprägnierung mit Harzen.
 
Im Bereich des Dachunterbaus lassen sich hydrophob ausgerüstete wasserstrahlverfestigte Flachsvliesstoffe als vorteilhafte Alternative zu synthetisch gefertigten Kunststoffmembranen einsetzen. Atmungsaktiv und feuchtigkeitsabweisend ausgerüstet dienen sie als Dachunterspannbahnen.
 
Im Heimtextilbereich werden wasserstrahlvernadelte Flachsvliesstoffe u. a. zu Lamellen für Sonnenschutzmarkisen und Jalousien verarbeitet. Hier zeichnet sich der Flachsvliesstoff durch seine hohe UV-Beständigkeit, seine Wärmereflektion, angemessene Lichtdurchlässigkeit sowie schalldämmende bwz. –absorbierende Eigenschaften aus. Auch als Tapete findet er Verwendung. Hierbei sind die isolierenden Eigenschaften sowie die UV-Beständigkeit des Materials von Wichtigkeit.

Bildtext:   Verständlich groß war die Freude über die Preisverleihung beim Norafin-Messeteam um Geschäftsführer André Lang (r.).  Foto: mtex+/Kristin Schmidt

Neuprofilierung der mtex+ ist gelungen!

Die Neuprofilierung der mtex+ als Entdecker-Messe für innovative Technische Textilien in ihrer ganzen Bandbreite ist gelungen. An den Ständen der mehr als 100 Aussteller aus sechs Ländern war nicht nur ein sehr intensiver Gedankenaustausch zu beobachten;  in vielen Fällen wurden sogar ziemlich konkret Geschäfte und Kooperationen angebahnt“, lautet des Resümee von Messechef Michael Kynast.  
 
·         Tschechien war erstmals offiziell Partnerland der Messe.
 
·         Den Innovationspreis der mtex+ 2016 errang die Norafin Industries (Germany) GmbH,
          Mildenau, für neuartige wasserstrahlvernadelte Flachsfaser-Vliesstoffe.
 
·         Erstmals vergab die mtex+ gemeinsam mit dem Meisenbach-Verlag, Bamberg, einen
          Nachwuchspreis. Er ging an Vera Gail von der Hochschule Niederrhein, die textile
          Schutzplanken für mehr Sicherheit im Straßenverkehr entworfen hatte.
 
·         Zum Rahmenprogramm der mtex+ gehörten eine Sonderschau und ein Symposium zu
          Medizin- und Gesundheitstextilien, die 15. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung, das vom 
          Bundesforschungsministerium veranstaltete Technologiegespräch „NanoMatTextil“ sowie
          ein Fachkräfte- und Studententag.  
 
Die 6. mtex+  lief parallel zur 4. Leichtbaumesse LiMA. Anknüpfende Themen dort waren Composites und textilbasierter Leichtbau. Die Fachbesucher von mtex+ und LiMA nutzten die Möglichkeit, sich bei der zeitgleich stattfindenden Sächsischen Industrie- und Technologiemesse SIT und einem IT-Anwenderforum über den „Tellerrand“ der eigenen Branche hinaus zu begeben. Insgesamt informierten sich über 3.500 Messegäste an den Ständen der 280 ausstellenden Firmen und Forschungsinstitute.

Das Fachmesse-Trio stand unter dem neuen Slogan:
„Mehrwert³ - Technischen Textilien treffen Leichtbau treffen Industrie und Technologie“.

Benachbarte Textilbranchen werden stärker kooperieren

Benachbarte Textilbranchen werden stärker kooperieren

Deutsch-tschechisches Unternehmertreffen im Rahmen der 6. Messe für Technische Textilien mtex+ 2016 in Chemnitz / Tschechien erstmals Partnerland der mtex+ / ATOK und vti unterzeichneten Kooperationsvertrag

Chemnitz / Dresden / Prag, 2. Juni 2016  - Die Tschechische Republik war erstmals Partnerland der 6. Int. Messe für Technische Textilien mtex+  vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 in Chemnitz. Aus diesem Anlass fand auf Initiative des Dresdner Generalkonsulats und mit Unterstützung des Außenministeriums der Tschechischen Republik (CR) während der mtex+ in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Chemnitz ein deutsch-tschechisches Unternehmertreffen statt. Mitveranstalter waren die Assoziation der Textil- und Bekleidungsindustrie der CR (ATOK), der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti), sowie die IHK und die Messe Chemnitz.
 
„Wir freuen uns, dass insgesamt mehr als 50 Vertreter aus Textilunternehmen sowie aus textilen Bildungs- und Forschungseinrichtungen unserer gemeinsamen Einladung gefolgt sind“, resümierte Konsulin Eva Reinöhlova: „In vielen persönlichen Gesprächen haben sie sehr konkret Möglichkeiten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Produktion, Forschung und Entwicklung sowie Ausbildung diskutiert.“  ATOK und vti schlossen einen Kooperationsvertrag ab. Darin vereinbaren die Verbände u. a. die Entwicklung und Umsetzung beiderseits nutzbringender Projekte, die gegenseitige Unterstützung bei Branchenmessen sowie die enge Abstimmung bei der Durchsetzung der Interessen ihrer Mitgliedsbetriebe auf europäischer Ebene.
 
Auf der mtex+ präsentierte der tschechische Cluster für Technische Textilien CLUTEX u. a. Strahlenschutz- und andere Hightech-Gewebe, auf Nanofasern basierende atmungsaktive Membranen, Gesundheitstextilien für Krankenhäuser, Seile und Schnüre sowie technische Gestricke. An dem von CLUTEX organisierten  Gemeinschaftsstand vertreten waren  leistungsstarke Unternehmen wie SVITAP, Svitavy; SILK & Progress, Brnenec; Nyklicek, Nove Mesto; Lanex, Bolatice; KOH-I-NOOR, Vrsovice; Nanomembrane, Svitavy; SINTEX, Ceska Trebova; die renommierten Institute INOTEX Dvur Kralove, und TZU, Brno; sowie die Industrieschule für Textilien, Liberec.
 
Die 6. mtex+ fand unter dem Slogan „Discover highTEXTILES + functions!“ gemeinsam mit der 4. Leichtbaumesse LiMA statt. Themen dort waren u. a. textile Verbundstoffe (Composites) und textilbasierter Leichtbau. Zusätzliche Kontakte zu Konstrukteuren und Entwicklungsingenieuren aus anderen Branchen ermöglichte die Sächsische Industrie- und Technologiemesse SIT. Insgesamt beteiligten sich 280 Aussteller aus Deutschland, Israel, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz und Tschechien an dem Messe-Trio.  www.mtex-chemnitz.de 
 
Kontakt & Foto-Abruf:  Stefan Möbius, mtex+ press service,  Tel. 0170 – 34 24 672 , stefan.moebius@pr-inform.de         

Smarte Ideen, smarte Komponenten, smarte Produkte

Das SmartTex-Netzwerk Thüringen präsentiert sich auf der mtex+ in Chemnitz mit aktuellen Ergebnissen ihrer branchenübergreifenden Zusammenarbeit. Der Gemeinschaftsstand lädt dazu ein, smarte textile Entwicklungen zu entdecken und auszuprobieren – von der

Im SmartTex-Netzwerk Thüringen arbeiten Produzenten, Entwickler und Wissenschaftler aus Thüringen, Deutschland und Europa eng zusammen. Regelmäßig werden Workshops und Symposien zu Smart Textiles organisiert, die für einen intensiven Wissenstransfer sorgen und vorhandene Forschungs- und Entwicklungskompetenzen bündeln und erweitern. Einige der kreativen Lösungen und innovativen Produktideen können die Besucher vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 auf der mtex+ in Halle 1, Stand B13 erleben.

Ausprobieren, begreifen, Kooperationspartner finden

Neun der 54 Mitgliedsunternehmen des SmartTex-Netzwerkes stellen auf der mtex+ aus und geben Einblick in die große Bandbreite textilbasierter Anwendungen. Es werden Komponenten und fertige Produkte gezeigt, wie der Waagen-Terminal mit integrierter Textilheizung für Monitore, der auch bei Kälte für eine optimale Bedienung des Touchscreens sorgt, ein Diabetikerstrumpf mit Sensoren zur dreidimensionalen Druckmessung und Warnung vor gefährlichen Druckstellen sowie eine textile Infrarot-Heizung zur punktuellen und effizienten Erwärmung großer Hallen, Stallungen, Produktions- oder Werkstätten.

Daneben gibt es jede Menge technische Lösungen, die für ganz unterschiedliche Produkte genutzt werden können, z.B. ein Slide-Sensing-System mit textilen Sensoren zur Messung von Abständen und zum Erfassen von Gesten oder Bewegungsmustern. Damit könnten  medizinische Geräte berührungslos bedient, Bewegungseinschränkungen von Menschen mit Behinderungen ausgeglichen oder im Auto-Innenraum die Lüftung, Beleuchtung oder Fensterheber durch Gesten gesteuert werden.

Von den vielseitigen Einsatzmöglichkeiten am Messestand des SmartTex-Netzwerkes können sich Anwender, Wissenschaftler und Produkt-Designer inspirieren lassen und neue Entwicklungs- oder Produktionspartner finden.

Workshop „Körpernahe textile Sensoren“

Am Eröffnungstag, den 31.5., veranstaltet das SmartTex-Netzwerk an seinem Messestand außerdem einen Workshop. Ab 11 Uhr werden verschiedene Konzepte zur Herstellung und Anwendung von textilbasierten körpernahen Elektroden vorgestellt und diskutiert. Potenzielle Anwender sind eingeladen, sich einen Überblick über die Vorteile der verschiedenen Systeme zu verschaffen. Die Entwickler und Lieferanten der Systeme können sich auf interessante Anforderungsprofile und neue Impulse zur Weiterentwicklungen ihrer Produkte freuen. Die Unternehmen und Institute des SmartTex-Netzwerkes inszenieren am Messestand B13 lebendige Thüringer Experimentierfreude.

Fragen zum SmartTex-Netzwerk richten Sie bitte an die Koordinierungsstelle:
richter+partner GmbH
Herrn Klaus Richter
Goetheplatz 5, 99423 Weimar
Tel.: 03643-202098

TITV Greiz: Stick-Technologie erfolgreich gegen Rückenschmerzen

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Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland

Das Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland (TITV) ist erfolgreicher Akteur im Kampf gegen das Volksleiden chronische Rückenschmerzen. Das Institut demonstriert dies während Sonderschau & Symposium zu Medizin- und Gesundheitstextilien auf der Messe mtex+ 2016 in Chemnitz am Beispiel des bomedus®-Rückenbandes. Es ermöglicht die medikamentfreie Behandlung von Rückenschmerzen und ist für Laien unkompliziert handhabbar. „Kernstück der innovativen Technologie sind punktförmig gestickte, leitfähige textile Elektroden“, erläutert Sabine Gimpel, Leiterin Forschungsmarketing im TITV. „Mit ihrer Hilfe gelangt schwacher Reizstrom an die dünnen Nervenfasern an der Hautoberfläche. Die dadurch ausgelöste Stimulation bewirkt letztlich die Schmerzlinderung.“
 
Im Rahmen eines vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekts hatte das Institut vor zehn Jahren erste Forschungs- und Entwicklungsarbeiten dazu geleistet. 2012 begann die Kooperation mit dem jungen Medizintechnik-Unternehmen Bomedus GmbH, Bonn, das zudem das Uni-Klinikum Bonn einbezog. Mittlerweile vertreibt die Firma das schmerzlindernde Rückenband mit zunehmendem Erfolg. Die jüngste Version ist auf der mtex+ zu sehen.  

www.titv-greiz.de   

www.bomedus.com
 
Bildtext: Sabine Gimpel wird auf der mtex+ das bomedus®-Rückenband als Beispiel für die praxisorientierte Forschung des TITV Greiz präsentieren.  Foto: vti-pressedienst /

Goldglänzendes mit hohem Sicherheitsfaktor

Basalt-Faser-Netzwerk

Basalt-Faser-Netzwerk

Dekorative Bauelemente in Form von in Sicherheitsglas integrierten Basaltgeweben bestechen durch eigenwillige Farbschattierungen von Gold bis Bronze, die bei wechselndem Lichteinfall interessant variieren. Sie sind das vorläufige Ergebnis einer derzeit laufenden Gemeinschaftsentwicklung des im Basalt-Faser-Netzwerk mitwirkenden Unternehmens Alterfil Nähfaden GmbH, Oederan, sowie der Kooperationspartner Spengler & Fürst GmbH & Co. KG, Crimmitschau (Weberei), und Wolf-Dierk Lohnitz – glas+spiegel KG, Machern. „Die nicht brennbaren Bauelemente vertragen starke Temperaturschwankungen. Sie sind lichtbeständig, mechanisch widerstandsfähig, nehmen keine Feuchtigkeit auf und korrodieren nicht“, erläutert Netzwerkmanager Torsten Bäz vom Forum Technologie & Wirtschaft e. V. (FuW), Hohenstein-Ernstthal (Sachsen): „Die Teile eignen sich beispielsweise für die Komplettierung von Brückengeländern, von Hausfassaden sowie von Wartestationen des Nahverkehrs und anderer Stadtmöbel; ebenso für die kreative innenarchitektonische Gestaltung von Objekten aller Art. Gegenwärtig arbeiten wir an einbruchssicheren Bauelementen dieser Gattung.“
 
Basaltfasern werden aus einer 1.450 °C heißen Gesteinsschmelze gewonnen. Sie sind bis 800°C hitzebeständig, superfest,  flexibel, nicht giftig sowie beständig gegen Chemikalien und UV-Strahlen. Die mineralischen Naturfasern dienen u. a. als Ausgangsmaterialien für Garne, Rovings, Vliesstoffe, Gewebe, Gewirke und Composites.   

www.bafanet.com     

Kontakt: Torsten Bäz, Netzwerkmanager,  Tel. 03723 – 6680 842, mail@forum-tuw.net
 
mtex+:  Halle 1, Stand C4 / B5
 

Bildtext:  Es ist keineswegs Gold, sondern Basaltgewebe, das da hinter Sicherheitsglas glänzt.

Foto: Wolfgang Schmidt
 

Leichtbauforschung mit „Leuchtturm-Charakter“

Neue Stiftungsprofessur „Hochleistungsfasern und Verarbeitung“ wurde am 21. März 2016 an der Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Chemnitz eingerichtet

Pressemitteilung der TU Chemnitz

Dank ihrer hervorragenden mechanischen Eigenschaften bei geringem Gewicht gewinnen Kohlenstofffasern als Hochleistungswerkstoffe immer mehr an Bedeutung. Deren Masseneinsatz wird zukünftig weltweit alle Leichtbausegmente des Automobil-, Energie- und Luftverkehrsmarktes beeinflussen - vor allem mit Blick auf die Umwelt- und Klimaschutzpolitik. Kohlenstofffasern können dank ihrer Leichtbaueigenschaften, neuen Konstruktionsfreiräumen und Möglichkeiten zur Funktionsintegration einen wesentlichen Beitrag zur Ressourceneffizienz leisten. Diesen positiven Eigenschaften steht allerdings bisher eine ressourcen- und kostenintensive Herstellung gegenüber. Um eine wirtschaftliche und stabile Prozesskette - insbesondere in den verfahrenstechnologischen Schritten der Stabilisierung und Carbonisierung - zu erreichen, besteht hoher Forschungsbedarf.

Um möglichst viele komplexe Fragestellungen auf diesem Gebiet wissenschaftlich zu klären, wurde am 21. März 2016 am Institut für Strukturleichtbau der Technischen Universität Chemnitz die Stiftungsprofessur „Hochleistungsfasern und Verarbeitung“ für die Dauer von sechs Jahren eingerichtet. Als Stifter, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom „Molekül zum Bauteil“ aufgestellt sind, engagieren sich die DowAksa Switzerland GmbH mit Sitz in Horgen/Schweiz, die Dow Deutschland Inc. mit Sitz in Schwalbach und die P-D FibreGlass aus Oschatz. Die Stifter tragen gemeinsam die Kosten der Stiftungsprofessur inklusive einer Grundausstattung. Die TU Chemnitz sorgt für die Infrastruktur.

An der Stiftungsprofessur „Hochleistungsfasern und Verarbeitung“ sollen künftig Maschinenbauingenieure, Verfahrenstechniker, Chemiker und Physiker interdisziplinär forschen. Neue technologische Erkenntnisse werden schnell in die universitäre Lehre eingebunden – insbesondere in den Masterstudiengängen Leichtbau sowie Merge Technologies for Resource Efficency. Prof. Dr. Lothar Kroll, Dekan der Fakultät Maschinenbau und Direktor des Instituts für Strukturleichtbau, betont: „Dieses Zusammenwirken von Wissenschaft und Praxis,  flankiert von einer hochmodernen technischen Ausstattung zur Herstellung von Kohlenstoffasern, wird bald für die Technische Universität Chemnitz ein Alleinstellungsmerkmal mit Leuchtturm-Charakter in Europa darstellen.“ So soll laut Aussage von Kroll gemeinsam mit der CarboSax GmbH  eine Pilotanlage zur Carbonfaserherstellung in Chemnitz aufgebaut werden. „Die neue Stiftungsprofessur will auch mit der German Australian Cooperation Initia!tive zusammenarbeiten, deren umfangreiches Know-how auf dem Gebiet der Herstellung von Kohlenstofffasern in die Chemnitzer Forschungsarbeiten einfließen soll“, sagt der Dekan.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Lothar Kroll, Telefon 0371531-35706, E-Mail lothar.kroll@mb.tu-chemnitz.de
 

Neues aus Forschung & Industrie für Klinik, Pflege, Gesundheitsschutz, Kur & Wellness

Barbara Klepsch

Symposium ZukunftTEXTIL 1. Juni 2016 auf der mtex+ / Sonderschau an allen Messetagen


Die Messe Chemnitz schafft mit Symposium & Ausstellung ZukunftTEXTIL ein Netzwerk-Forum, in dem sich Entwickler, Hersteller und  Anwender von Spezialtextilien austauschen können.  Der erste Treff dieser neuen Reihe gilt dem Themenkreis Gesundheitsschutz, Klinik, Pflege, Kur & Wellness. Mitveranstalter sind die AOK PLUS – Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen, der HEALTHY SAXONY e. V. und der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti).  Die Einführungsvorträge halten Barbara Klepsch, Sachsens Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz; Rainer Striebel, Vorstandsvorsitzender der AOK PLUS – Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen und Eckhard Bräuninger, Kompetenzzentrum Gesundheitstextilien Sachsen, vti-Vorstandsmitglied.