C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH
Messeplatz 1, 09116 Chemnitz
   
Stand / Druckdatum: 27.05.2017

News, Ausstellernews mtex 2014

 
 
 
7. Int. Messe für Technische Textilien// 29. Mai bis 30. Mai 2018 Messe Chemnitz
7th Int. Trade Fair for Technical Textiles // 29 May to 30 May 2018 Messe Chemnitz

NEWS

Tschechische Textilproduzenten haben die mtex+ 2018 schon im Kalender

vti 2016
Der Termin der nächsten mtex+ vom 29. - 30. Mai 2018 steht bei tschechischen Textilproduzenten bereits im Kalender. Für sein Unternehmen habe die Beteiligung als Aussteller auf der 6. mtex+ wertvolle Kontakte gebracht, bei der 7. mtex+ wolle man deshalb wieder mit dabei sein. Das erklärte Rudolf Paar, Geschäftsführer der Weberei NYKLICEK, Nove Mesto nad Metuji, in einem Gespräch mit Vertretern des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti) und der Messe Chemnitz, die Ende Nov. 2016 an der 52. Vollversammlung des tschechischen Textilverbandes ATOK in Liberec teilnahmen.  In seinem Jahresbericht erinnerte ATOK-Hauptgeschäftsführer Jiri Cesal an die vom Techtex-Cluster CLUTEX organisierte Gemeinschaftsbeteiligung tschechischer Firmen auf der  6. mtex+ sowie an das begleitende Dialog-Forum mit über 30 Textilunternehmern beider Länder, das mit Unterstützung des Außenministeriums in Prag und des Generalkonsulats in Dresden stattfand. Bei dieser Gelegenheit schlossen ATOK und vti einen neuen Kooperationsvertrag ab. 

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Die ATOK-Mitglieder wählten in Liberec ihre Verbandsgremien. Gemeinsam mit ATOK-Hauptgeschäftsführer Mgr. Jiří Česal (l.) gratulierte vti-Referatsleiter Frank Sander (2. v. l.) dem neuen ATOK-Präsidenten Jiří Grund, Fa. GRUND a. s., Mladé Buky  (2. v. r.) sowie den Vizepräsidenten Petr Moravec, Fa. SILK & PROGRESS s.r.o., Moravská Chrastová (3. v. l.) und Otakar Petráček, Fa. Mileta a.s., Prag (r.) zur Wahl.  Foto: mtex+


 
 
stfi 2016
Zum Auftakt der ATOK-Versammlung in Liberec hatte Frank Sander, Referatsleiter Recht im vti, im Namen des vti-Vorstandsvorsitzenden Friedmar Götz ein Grußwort an die Teilnehmer gerichtet und zur nächsten Messe eingeladen. Er betonte: „Angesichts der fortschreitenden Globalisierung ist es nur folgerichtig, dass sich die Akteure der textilen Produktionskette unserer Nachbarländer noch enger zusammenschließen. Eine Textilfachmesse in Grenznähe bringt viele persönliche Kontakte und fördert das so wichtige Vertrauen zueinander. Lassen Sie uns in den nächsten Monaten gemeinsam überlegen, wie wir die 7. Messe für Technische Textilien mtex+ erneut für die Intensivierung der Kontakte zwischen unseren Firmen und Instituten nutzen können.“

Bildtext:  Prof. Dr. Rainer Gebhardt, STFI Chemnitz, referierte beim ATOK-Treffen zur Entwicklung von innovativen Gesundheitstextilien. Er berichtete u. a. zum Stand des vom sächsischen Wirtschaftsministerium und der Gesundheitskasse AOK PLUS unterstützten vti-Projekts „health.textil“, das bereits bei einer Sonderschau auf der 6. mtex+ das Interesse tschechischer Fachbesucher hervorgerufen hatte.  Foto: mtex+

www.vti-online.de
 
 
 

Hohe Ehre für Carbonbeton-Forscher

Preisverleihung deutscher Zukunftspreis
Drei Carbonbeton-Forscher der TU Dresden sind mit dem Deutschen Zukunftspreis für Technik und Innovation 2016 geehrt worden. Bundespräsident Joachim Gauck überreichte die mit 250.000 Euro dotierte Auszeichnung am 30. November in Berlin. Gemeinsam mit ihren Teams hatten Prof. Dr.-Ing. habil. Dipl.-Wirt. Ing. Chokri Cherif, Direktor des Instituts für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM), Prof. Dr.-Ing.  Manfred Curbach, Direktor des Instituts für Massivbau,  und Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Offermann, ITM-Direktor bis 2005 und Vorstandsvorsitzender des Verbandes TUDALIT, einen mit Carbonfasern bewehrten Beton entwickelt.

Carbon ist viermal leichter und sechsmal tragfähiger als Stahl. Carbonbeton ist widerstandsfähiger und beständiger als herkömmlicher Stahlbeton, da er nicht rostet. Bauteile und Bauwerke können filigraner konstruiert werden; mehr als 50 % Materialeinsparung sind möglich. Damit gehen auch die Reduzierung des Energieverbrauchs und des CO2-Ausstoßes einher. Carbonbeton ermöglicht die Kombination mit Zusatzfunktionen wie Dämmen, Heizen oder Überwachen von Gebäuden. Das Material eignet sich sowohl für Neubauten als auch für die Verstärkung bestehender Bauwerke. Die Lebensdauer von Gebäuden, Brücken und Masten kann durch Auftragen einer dünnen Schicht Carbonbeton deutlich erhöht werden. Schon seit 2006 werden weltweit alte Bauwerke, z. B. ein Kaufhaus in Prag oder Zuckersilos in Uelzen, mit diesem Verfahren verstärkt.  Die Bedeutung der Carbonbeton-Technologie erkannte auch das Bundeministerium für Bildung und Forschung und fördert den 2014 gegründeten Verein C³ – Carbon Concrete Composite e. V. mit bis zu 43 Millionen Euro. Der C³ e. V. ist ein interdisziplinäres Netzwerk aus mehr als 150 Partnern aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden, die gemeinsam die Einführung des Materials auf dem Markt vorantreiben. 

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Bei der Preisübergabe in Berlin (v.l.): Prof. Chokri Cherif, Prof. Manfred Curbach, Bundespräsident Joachim Gauck und Prof. Peter Offermann Foto: © Bildschön / Deutscher Zukunftspreis
 
 
 

Textil statt Stahl – Chemnitzer Faserseile jetzt in der Praxis

Flugwindkraftanlagen mit Drachen_mtex+
Foto: EnerKite GmbH
Berlin / Chemnitz, 29. Sept. 2016 - Hochfeste Seile aus textilen Fasern sind flexibler und leichter als ihre stählernen Artgenossen und zugleich sehr leistungsfähig. Nach umfangreicher Forschung und Erprobung gelangen nun die ersten Faserseile aus Chemnitz in die Praxis, teilte Hans-Peter Hiepe, Verantwortlicher der Innovationsinitiative „Unternehmen Region“ des Bundesforschungsministeriums für die neuen Bundesländer mit.
 
Mehrere hundert Meter hoch hängt der Drachen einer Flugwindkraftanlage an einem hochfesten Faserseil. Bei der Auf- und Ab-Bewegung des Drachens wird Energie gewonnen. Auf das dynamische Seilsystem muss dabei hundertprozentig Verlass sein. Es hat großen Kräften standzuhalten, gleichzeitig aber flexibel zu sein – genau das bieten die Chemnitzer Faserseile. Deshalb arbeiten die Ingenieure der InnoProfile-Transfer-Initiative „Technische Textilien – Textile Maschinenelemente“ mit der Brandenburgischen Firma EnerKite GmbH zusammen, die solche Anlagen entwickelt.

Mehr transportieren
In einem Kooperationsprojekt mit der TU Bergakademie Freiberg werden die Chemnitzer Faserseile unter Tage getestet, weiterentwickelt und perspektivisch im Bergbau eingesetzt. Die Nachfrage der Unternehmen ist groß, denn durch leichte und feste Faserseile könnten die Nutzlasten maximiert werden. In derselben Zeit ließe sich mehr transportieren als mit Stahlseilen und damit die Effizienz beim Abbau von Rohstoffen erhöhen. So vorteilhaft das Faserseil für den Bergbau ist – auch durch seine Beständigkeit gegen Korrosion und Chemikalien – so fraglich ist noch, wie es sich bei extremen Temperaturschwankungen und hoher Feuchtigkeit im Bergwerk verhält. In der Lehr- und Forschungsgrube der TU Bergakademie Freiberg testen die Wissenschaftler die Seile deshalb unter realen Bedingungen.

Leichter radeln
Design trifft Funktion: der Prototyp eines superleichten Fahrrads mit Speichen aus synthetischen Fasern. Ingo Berbig und Dirk Fischer, die ebenfalls zum Chemnitzer Team gehören, hatten die Idee, Speichen im Fahrrad aus synthetischen Fasern statt aus Stahl zu fertigen. Mit der Unterstützung eines EXIST-Gründerstipendiums riefen sie die Firma „PiRope“ ins Leben und legten los. Die Versuche der Ingenieure haben bereits gezeigt, dass Faserspeichen zugfester und zugleich dehnungsfähiger sind als jene aus Stahl. Gleichzeitig sind sie sehr viel leichter. Die Gewichtsersparnis des Speichensystems beträgt rund 70 Prozent. Eine Herausforderung war es, eine stabile Verbindung zwischen Speiche und Felge zu schaffen und eine passende Radnabe für die Faserspeichen herzustellen. Auch das haben die Berbig und Fischer gemeistert und bereits einen Fahrrad-Prototypen mit den neuartigen Speichen gebaut.

http://www.unternehmen-region.de/de/10324.php


Bildtext: Flugwindkraftanlagen mit Drachen an hochfesten Faserseilen aus Chemnitz arbeiten effizienter als Windkraftanlagen.
 
 
 

futureTEX: Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen 2016

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Die vom Sächsischen Textilforschungsinstitut (STFI) an der TU Chemnitz geführte Forschungskooperation futureTEX ist seit dem 23. Sept. 2016 Preisträger im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen”. In der Kategorie Wissenschaft liefere das Projekt eine Antwort auf die Frage, wie eine großangelegte Forschungskooperation die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Textilindustrie stärken kann, heißt es in einer Presseinformation der Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den BDI und die Deutsche Bank. Das bislang größte textile Forschungsverbundprojekt der Bundesrepublik war mit einem Stand auf der 6. mtex+ vertreten; während der 7. mtex+  vom 29. – 31. Mai 2018 wollen die Akteure weiterführende Resultate ihrer Netzwerktätigkeit präsentieren.  
 
Gemeinsam mit einem sechsköpfigen Fachbeirat hatte eine Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern die Forschungskooperation futureTEX aus über 1.000 Bewerbungen ausgewählt. Yvonne Kirchhoff von der Deutschen Bank überreichte Andreas Berthel, Geschäftsführender Direktor des STFI und futureTEX-Manager Dirk Zschenderlein die Auszeichnung und betonte: „Bei futureTEX ziehen über 170 Partner gemeinsam und erfolgreich an einem Strang. Ihr Erfolg macht Mut. Mut, auch in anderen Branchen interdisziplinär zusammenzuarbeiten und dem Vorbild von futureTEX zu folgen.“ Andreas Berthel kommentierte die Auszeichnung mit den Worten: „Wir sind stolz, ein ‚Ausgezeichneter Ort‘ im Land der Ideen zu sein, und freuen uns, mit unserem Projekt den Mehrwert gemeinschaftlichen Handelns herausstellen zu können. Denn ein wesentliches Ziel des Projekts futureTEX ist es, neue Impulse für grenzüberschreitende Forschung und Entwicklung zu initiieren. Gemeinsam wollen wir uns den Herausforderungen der vierten industriellen Revolution für die Textilbranche stellen“
 
News future SAX 2_mtex+
Das Projekt futureTEX wird gefördert aus dem Programm „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bis 2019 arbeiten wissenschaftliche Einrichtungen, Unternehmen und Verbände an der Entwicklung wesentlicher Bausteine eines Zukunftsmodells für Traditionsbranchen. futureTEX wird eine Vorreiterrolle im Kompetenzpool mit branchenübergreifender Ausprägung einnehmen. Vier Basisvorhaben – Smart Factory, Mass Customization, Open Innovation und Arbeitswelt 4.0 – bilden die Grundlage der weiteren Arbeit in fünf Handlungsfeldern. Diese stellen Open-Source-Plattformen, visionären Use Cases, partnerschaftliche gemeinsame Ressourcennutzung, Aus- und Weiterbildungskonzepte und neue Geschäftsmodelle in den Fokus.   

www.futureTEX2020.de


Bildtexte: Bei der Preisverleihung (v. l.): Dieter Uhlmann (Mitglied des futureTEX-Beirats), Philipp Klotz (Land der Ideen), Andreas Berthel (STFI Chemnitz), Yvonne Kirchhoff (Deutsche Bank), Bertram Höfer (Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie) und Dirk Zschenderlein (futureTEX-Manager)   Foto:  Land der Ideen/csb Eventfotografie

Am Stand von futureTEX auf der 6. mtex+ in Chemnitz.  Foto: mtex+ / Kristin Schmidt
 
 
 

6. mtex+: Messebeirat zog positive Bilanz und empfahl Fortsetzung Ende Mai 2018

mtex+ Messebeirat_August 2016
Eine positive Bilanz haben die Mitglieder des Messebeirats zum Verlauf der 6. mtex+ (31. Mai bis 2. Juni 2016) während ihrer jüngsten Zusammenkunft am 25. August 2016 in Chemnitz gezogen. Wie aus den Einschätzungen der Vertreter von zwölf Textilunternehmen, Forschungsinstituten und Verbänden hervorging, hat sich die Erweiterung des Themenspektrums auf Technische Textilien aller Art vollauf bewährt; ebenso die Parallelität zur erstmals auf der Messe veranstalteten Chemnitzer Textiltechnik-Tagung sowie zur Leichtbau-Fachmesse LiMA und zur Sächsischen Industrie- und Technologiemesse SIT.  Hervorgehoben wurden die Intensität der Messekontakte – auch über Branchengrenzen hinweg – sowie die Qualität des umfangreichen Rahmenprogramms, das für Aussteller wie Besucher den erhofften Mehrwert gebracht habe. Auf großes Interesse gestoßen seien Sonderschau & Symposium ZukunftTEXTIL zum Thema Gesundheitstextilien sowie das unter dem Motto „Tschechien Partnerland der mtex+“ organisierte Dialogforum mit Textilunternehmen des Nachbarlandes, die sich zudem an einem umfangreichen Gemeinschaftsstand präsentierten.

Die Beiratsmitglieder plädierten dafür, das neue Messeprofil beizubehalten und gaben wertvolle Empfehlungen für die inhaltliche Ausgestaltung der 7. mtex+ vom 29. bis 31. Mai 2018 in Chemnitz. Die Messeleitung wird das Konzept zur nächsten Beiratssitzung am 17. November 2016 vorstellen.


Bildtext:  Die Mitglieder des Messebeirats während ihrer Beratung Ende August 2016 in der Villa Esche in Chemnitz (v.l.): Dr. Uwe Möhring TITV Greiz (Beiratsvorsitzender),  Michaela Lorenz, TU Chemnitz, Jürgen List ITP GmbH Chemnitz/Weimar; Gregor Götz, VOWALON Beschichtung GmbH Treuen; Denise Lenk, INNtex GmbH Chemnitz; Bertram Höfer, Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti); Kareen Reißmann, STFI Chemnitz; André Lang, Norafin Industries (Germany) GmbH Mildenau; Michael Kynast, Messe Chemnitz; Claudia Franz FILK Freiberg; Prof. Dr.-Ing. Lothar Kroll, TU Chemnitz, und Hans-Jürgen Heinrich, Cetex-Institut Chemnitz.   Der Tagungsort war sozusagen Programm:  Der 1902 vom belgischen Architekten Henry van de Velde entworfene Bau entstand im Auftrag des weltweit agierenden Strumpffabrikanten Herbert Eugen Esche und dessen Frau. Die Villa gilt als Meisterwerk der Moderne von internationalem Rang.  
Foto: mtex+ / Stefan Möbius
 
 
 

Hightech-Textilien beim Berufsnachwuchs-Tag von Interesse

Hightech-Textilien beim Berufsnachwuchs-Tag von Interesse
Schüler und Studenten konnten sich beim Nachwuchs-Tag des Chemnitzer Messe-Trios mtex+, LIMA und SIT am 2. Juni 2016 über die interessanten beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten in der heimischen Industrieregion informieren. Im Bild erläutern Steffi Barth von der biehler sportswear GmbH, Limbach-Oberfrohna, und Dr. Peter Werkstätter vom Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti), einem Jugendlichen die Funktionsweise des “Reizstrom-Bodys”, der im Rahmen der Sonderschau zu Gesundheitstextilien auf der 6. Int. Messe für Technische Textilien mtex+ zu sehen war.  
 
Die vom Sächsischen Textilforschungsinstitut(STFI), Chemnitz, gemeinsam mit biehler sportswear und anderen Partnern entwickelte Bodywear transportiert stimulierenden Reizstrom zu medizinisch definierten Partien des Muskel-Skelett-Systems. Sie kann eingesetzt werden in der Rehabilitation nach Unfällen oder Krankheiten (u.a. Orthopädie, Kardiologie, Urologie) sowie in der Prävention (z.B. Blutdrucksenkung, Gewichtsreduktion, Stoffwechselbeeinflussung). Auch die Verwendung im Wellness- bzw. Fitnessbereich ist möglich. Das teilelastische Kleidungsstück besteht aus gestrickten, gestickten und gewirkten Textilien, die partiell elektrisch leitfähig sind. Die integrierte Technik ist mit dem Body waschbar. 

www.mehrwert3.com 

www.vti-online.de   

Foto: mtex+ / Kristin Schmidt
 
 
 

Erster Nachwuchspreis der mtex+ für textile Schutzplanke im Straßenverkehr an Vera Gail von der Hochschule Niederrhein

mtex+ Nachwuchspreisgewinnerin Vera Gail

“Einfach genial, dank Technischer Textilien!” – Unter diesem Motto stand der erstmals vergebene Nachwuchspreis der mtex+. Den Sieg errang Vera Gail von der Hochschule Niederrhein, die eine textile Schutzplanke für mehr Sicherheit im Straßenverkehr entworfen hatte.  Den 2. Platz erkannte die namhaft besetzte Jury Raphaela Franke von der Modefachschule Sigmaringen für ihr Konzept “Leichtigkeit” für smarte Bekleidung zu; den 3. Platz belegte das Team Kira Dannecker, Natalie Maihöfer und Marisa Pfister von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen mit ihrer textilen Körperschutzhülle.  Wie Mit-Initiatorin Iris Schlomski, Chefredakteurin des Fachmagazins “textile network” berichtete, beteiligten sich über 50 junge Kreative mit 13 eingereichten Ideen an dem öffentlich ausgelobten Wettbewerb.  „Wir sind hellauf begeistert von dem regen Zuspruch sowohl von Seiten der Hersteller von Technischen Textilien, die Materialien zur Verfügung gestellt haben, als auch von der Ideenvielfalt der  jungen Menschen, die mitgemacht haben“, betonte André Rehn, Projektleiter mtex+.  Auch beim nächsten mtex+ Nachwuchspreis-Wettbewerb im Jahr 2018 soll es um Inspiration, einen freien Geist und eine gesteigerte Sensibilität für Technische Textilien gehen. 
 
 

 
 
 

Innovationspreis der mtex+ für neuartige Flachsfaser-Vliesstoffe von Norafin

Innovationspreis
Die Norafin Industries (Germany) GmbH, Mildenau/Erzgebirge, erhielt den 2016 zum zweiten Mal vergebenen Innovationspreis der mtex+ für ihre Produktentwicklung Norafin Ecoline - Vliesstoffe auf Flachsfaserbasis für innovatives Interior Design, originelle Sportartikel und ökologisches Bauen.  Das 160 Mitarbeiter zählende Unternehmen ist Produzent technischer Vliesstoffe und Composites auf der Basis hochwertiger Spezialfasern (z. B. Aramide, Polyimide, PTFE, Flachs, Baumwolle). 

www.norafin.com

Aus Flachs gewonnene Naturfasern bieten u.a. die Möglichkeit, Vliesstoffe mit herausragenden Eigenschaften (hohe Reissfestigkeit, Strapazierfähigkeit und Robustheit) relativ kostengünstig herzustellen.  Durch ihren naturgegebenen Elastizitäts-Modul, ihre im Vergleich zu Carbon- oder Glasfasern geringe spezifische Masse, ihre vibrationsdämpfenden Eigenschaften und ihre UV-Beständigkeit verfügt die Flachsfaser über viele Vorteile gegenüber Kunstfasern.
 
Der wasserstrahlverfestigte Flachsvliesstoff hat seine ausgezeichneten Eigenschaften u.a. als Trägermaterial für Verbundwerkstoffe unter Beweis gestellt. Die z. B. bei der Herstellung von Fun Boards erreichten Kompressionswiderstände, Bruchsicherheiten, die ausgezeichnete Stoß- und Schlagabsorption führten zu einer geringeren Materialstärke und damit Masse des Brettes sowie zu einer erhöhten Sicherheit (Bruch und Absplitterung von Brettteilen). Die sehr gute Verarbeitbarkeit zu Composites resultiert u. a. aus der relativ unkomplizierten Imprägnierung mit Harzen.
 
Im Bereich des Dachunterbaus lassen sich hydrophob ausgerüstete wasserstrahlverfestigte Flachsvliesstoffe als vorteilhafte Alternative zu synthetisch gefertigten Kunststoffmembranen einsetzen. Atmungsaktiv und feuchtigkeitsabweisend ausgerüstet dienen sie als Dachunterspannbahnen.
 
Im Heimtextilbereich werden wasserstrahlvernadelte Flachsvliesstoffe u. a. zu Lamellen für Sonnenschutzmarkisen und Jalousien verarbeitet. Hier zeichnet sich der Flachsvliesstoff durch seine hohe UV-Beständigkeit, seine Wärmereflektion, angemessene Lichtdurchlässigkeit sowie schalldämmende bwz. –absorbierende Eigenschaften aus. Auch als Tapete findet er Verwendung. Hierbei sind die isolierenden Eigenschaften sowie die UV-Beständigkeit des Materials von Wichtigkeit.

Bildtext:   Verständlich groß war die Freude über die Preisverleihung beim Norafin-Messeteam um Geschäftsführer André Lang (r.).  Foto: mtex+/Kristin Schmidt
 
 
 

Leistungsschau von Wirtschaft und Wissenschaft mit internationaler Anziehungskraft

Gute Resonanz für neues branchenübergreifendes Konzept der Fachmessen LiMA, mtex+ und SIT

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Als Schaufenster einer starken Wirtschafts- und Wissenschaftsregion präsentierten sich vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 LiMA, mtex+ und SIT mit IT-Anwenderforum in der Messe Chemnitz. Mehr als 3.500 Besucher informierten sich an den Ständen der über 280 Aussteller zu Neu- und Weiterentwicklungen auf den Gebieten Technische Textilien, Leichtbaulösungen, Automatisierungs- und Produktionstechnik sowie Zuliefer- und IT-Dienstleistungen für nahezu alle Industriezweige. „Das neue branchenübergreifende Konzept des Fachmessen-Verbundes haben sowohl die Aussteller als auch die Besucher gut angenommen. Damit konnten wir auch eine deutlich über die Region hinausreichende Wirkung erzielen wie beispielsweise die Besuche chinesischer oder tschechischer Wirtschaftsdelegationen zeigten, die sich insbesondere für die hiesigen Kompetenzen bei Leichtbau, Technischen Textilien und im Maschinenbau interessierten“, betont Michael Kynast, Geschäftsführer des Messeveranstalters C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH. 
 
International aufgestellt waren insbesondere die Messen mtex+ und LiMA mit Ausstellern und Besuchern aus Belgien, China, Deutschland, Frankreich, Israel, den Niederlanden, Österreich, Polen, Tschechien und der Schweiz. Auf der mtex+ fanden vor allem die Produktentwicklungen für den Medizin- und Gesundheitsbereich sowie das damit gekoppelte Symposium zur Zusammenarbeit zwischen Kliniken sowie Pflegeeinrichtungen und der Textilindustrie großen Anklang. Gut vertreten in diesem Bereich waren auch Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Tschechien. Die Nachbarrepublik war Partnerland der mtex+. Die Assoziation der Textil- und Bekleidungsindustrie ATOK aus Tschechien und der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti) schlossen im Rahmen der Messe einen Kooperationsvertrag ab. Darin vereinbarten die Verbände u. a. die Entwicklung und Umsetzung beiderseits nutzbringender Projekte, die gegenseitige Unterstützung bei Branchenmessen sowie die enge Abstimmung bei der Durchsetzung der Interessen ihrer Mitgliedsbetriebe auf europäischer Ebene.
 
Auf der LiMA präsentierten sich mit dem Bundesexzellenzcluster MERGE der TU Chemnitz, dem Institut für Metallformung der TU Bergakademie Freiberg und den Instituten für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstoffe sowie für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden die renommierten  universitären Leichtbau-Forschungszentren Sachsens erstmals unter einem Dach. Gemeinsam mit Unternehmen der Region stellten sie ihr Know-how im Leichtbau mit textilen, metallischen und Kunststoff-Werkstoffen sowie Verbunden daraus vor. Mit dieser Breite in der Material-Ausrichtung besitzt die LiMA eine Alleinstellung in Deutschland. Den Transfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft unterstützte die VDMA-Innovationswerkstatt Leichtbau. Auf großes internationales Interesse u. a. aus China stieß die Gemeinschaftsausstellung des Chemnitzer Schienenfahrzeugentwickler Voith Engineering Services und weiterer regionaler Partner zu Leichtbauentwicklungen für die Bahntechnik.
 
Industrielle Schlüsselthemen wie Automatisierung und Digitalisierung bestimmten das Ausstellungs- und Veranstaltungsspektrum der SIT. Vor allem mittelständische Unternehmen aus Sachsen nutzten die Schau, um ihre Produkte und Leistungen für den Maschinen- und Fahrzeugbau, die Metall- und Kunststoffverarbeitung sowie die Elektro- und Textilindustrie vorzustellen. Lösungen für kosten-, zeit- und ressourceneffizientes sowie vernetztes Produzieren bildeten sowohl an den Messeständen als auch im IT-Anwenderforum einen Schwerpunkt. Dem Thema Vernetzung in technologischer wie geschäftlicher Hinsicht widmete sich der erstmals in Chemnitz durchgeführte 2. Sächsische IT Summit, Treffpunkt der Digitalwirtschaft des Freistaates. Ausdruck dafür war der Abschluss eines Kooperationsvertrages zwischen dem Branchennetzwerk Silicon Saxony, dem IT-Bündnis Chemnitz und dem Cluster Informationstechnologie Mitteldeutschland e. V., mit dem sich die sächsische IT- und Softwareindustrie in der Initiative digital saxony gemeinsam strategisch ausrichtet. Der Einsatz von IT-Technologien in der Fertigung unter dem Aspekt Industrie 4.0 prägte auch den gut besuchten 2. Sächsischen Tag der Automation sowie den 3. Chemnitzer Maschinenbautag – Das Technologie-Transfer-Event.
 
Der letzte Messetag am 2. Juni stand ganz im Zeichen der Gewinnung von Berufsnachwuchs. Schüler und Studenten hatten freien Eintritt und konnten sich sowohl an den Ständen der Aussteller als auch am zentralen Treffpunkt bei der CWE Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft über Angebote für Jobs, Ausbildungsplätze, Praktika und Studienarbeiten informieren.
 
Partner der Messen LiMA, mtex+ und SIT waren die CWE Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH, die Industrie- und Handelskammer Chemnitz, der Industrieverein Sachsen 1828 e. V. und der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti).
 
 
 

Ausstellerstimmen zu mtex+ und LiMA

Jan Hermansky, Präsident des tschechischen Clusters für Technische Textilien CLUTEX:
Ich habe vor vier Jahren zum letzten Mal diese Messe besucht und bin angenehm überrascht  - die mtex+ hat einen Qualitätssprung vollzogen. Für uns erfolgreich war auch das deutsch-tschechische Unternehmertreffen am Abend des ersten Messetages, das wertvolle Kontakte zwischen Unternehmen, Berufsbildungseinrichtungen und Forschungsinstitute gebracht hat.
 
Marcel Bulik, Lanex a. s. Bolatice:
Wir sind ein Hersteller von Seilen, Bändern und Schnüren, haben in Chemnitz jedoch vor allem unsere Hightech-Polypropylengarne vorgestellt. Dabei haben sich nicht nur viele neue Kontakte mit potenziellen Kunden ergeben, sondern wir konnten auch Partner aus Bereichen wie Maschinenzubehör und –service kennenlernen. Interessant waren ebenso die Kontakte zum Institut für Fördertechnik und Kunststoffe der TU Chemnitz.
 
Sören Klein, Geschäftsführer ELMATEX GmbH Krefeld, Veranstalter eines Gemeinschaftsstandes mit sieben Anbietern für Textilveredlung und andere textile Technologien:
Wir haben mit einer ganzen Reihe uns bestens bekannter Fachleute aus Sachsen, Thüringen und Franken gute Gespräche geführt, ebenso mit Experten aus dem Münsterland und der Tschechischen Republik. Das bestärkt uns in der Absicht, zur nächsten mtex+ wieder mit einer Gemeinschaftsbeteiligung dabei zu sein.
 
Tim Callin, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstoffe der TU Dresden:
Unser Messeordner ist mit Gesprächsprotokollen gut gefüllt. Wir hatten sowohl Kontakte mit Besuchern aus der Region, aber auch aus dem Ausland, z. B. aus China, Israel, Frankreich und Polen. Nachgefragt waren u. a. Möglichkeiten, wie Metalle durch textilen Leichtbau substituiert werden können.  
 
Alexander Rohkamm und Alexander Liebsch, wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden:
Wir haben auf dem gemeinsamen Messestand mit dem Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstoffe einen Teil der Kette dargestellt, wie aus einen textilen Halbzeug ein Leichtbauteil entsteht und in einem Produkt wie einem Fahrzeugdemonstrator verbaut werden kann. Das hat Interessenten angezogen. Ebenso gab es Anfragen zu unseren Leistungen auf dem Gebiet der Faserverbunde.
 

Dr. Christian Schmidt, stellvertretender Direktor des Instituts für Metallformung der TU Bergakademie Freiberg:

Von den sehr konkreten Anfragen zu unseren Leistungen war ich positiv überrascht. Mittelständler aus der Region interessierten sich u. a. dafür, wie sie z. B. in tragbaren Kühlgeräten Edelstahl durch wesentlich leichteres Magnesiumblech substituieren können. Um das zu testen, werden wir Material zur Verfügung stellen. Auch Gäste aus China konnten wir am Stand begrüßen. Hier waren der Einsatz von Magnesiumblech in Schienenfahrzeugen sowie in der Satellitentechnik Themen.
 

Sandro Claus, Sales Manager, gehmeyr GmbH & Co. KG, Niederlassung Nord/Ost Ottendorf-Okrilla:

Gehmeyr ist seit 2014 in der Region ansässig. Vor zwei Jahren haben wir uns die SIT als Besucher angeschaut und festgestellt, dass Wettbewerber hier ausstellten. Deshalb fiel die Entscheidung, uns 2016 zu präsentieren. Allerdings hätten wir uns mehr Besucher gewünscht.
 

David Oelschlägel, Geschäftsführer Davoscan GmbH Schönheide/Erzg.:

Unser Unternehmen gibt es erst seit reichlich zwei Jahren. Wir bieten 3D-Scan- und Messdienstleistungen sowie 3D-Druck vor allem in den neuen Bundesländern an. Die SIT nutzen wir, um uns bekannter zu machen. Mit dem Messeverlauf sind wir sehr zufrieden. Wir hatten viele Kontakte, darunter Gespräche, die schon sehr konkret in Richtung Auftragsanbahnung gingen.
 

Anett Lerch, Niederlassungsleiterin Chemnitz, Otto Roth GmbH & Co KG Stuttgart:

Für unseren SIT-Auftritt ziehen wir ein positives Fazit. Wir haben im Vorfeld Einladungen an Kunden verschickt. Das hat sich ausgezahlt. Ebenso konnten wir neue Kontakte zu Unternehmen aus dem Maschinenbau knüpfen. Wichtig ist es, Besucher aktiv anzusprechen. Das ist uns mit einem kleinen Gewinnspiel gut gelungen.

 
 
 

Neuprofilierung der mtex+ ist gelungen!

Die Neuprofilierung der mtex+ als Entdecker-Messe für innovative Technische Textilien in ihrer ganzen Bandbreite ist gelungen. An den Ständen der mehr als 100 Aussteller aus sechs Ländern war nicht nur ein sehr intensiver Gedankenaustausch zu beobachten;  in vielen Fällen wurden sogar ziemlich konkret Geschäfte und Kooperationen angebahnt“, lautet des Resümee von Messechef Michael Kynast.  
 
·         Tschechien war erstmals offiziell Partnerland der Messe.
 
·         Den Innovationspreis der mtex+ 2016 errang die Norafin Industries (Germany) GmbH,
          Mildenau, für neuartige wasserstrahlvernadelte Flachsfaser-Vliesstoffe.
 
·         Erstmals vergab die mtex+ gemeinsam mit dem Meisenbach-Verlag, Bamberg, einen
          Nachwuchspreis. Er ging an Vera Gail von der Hochschule Niederrhein, die textile
          Schutzplanken für mehr Sicherheit im Straßenverkehr entworfen hatte.
 
·         Zum Rahmenprogramm der mtex+ gehörten eine Sonderschau und ein Symposium zu
          Medizin- und Gesundheitstextilien, die 15. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung, das vom 
          Bundesforschungsministerium veranstaltete Technologiegespräch „NanoMatTextil“ sowie
          ein Fachkräfte- und Studententag.  
 
Die 6. mtex+  lief parallel zur 4. Leichtbaumesse LiMA. Anknüpfende Themen dort waren Composites und textilbasierter Leichtbau. Die Fachbesucher von mtex+ und LiMA nutzten die Möglichkeit, sich bei der zeitgleich stattfindenden Sächsischen Industrie- und Technologiemesse SIT und einem IT-Anwenderforum über den „Tellerrand“ der eigenen Branche hinaus zu begeben. Insgesamt informierten sich über 3.500 Messegäste an den Ständen der 280 ausstellenden Firmen und Forschungsinstitute.

Das Fachmesse-Trio stand unter dem neuen Slogan:
„Mehrwert³ - Technischen Textilien treffen Leichtbau treffen Industrie und Technologie“.
 
 
 

Benachbarte Textilbranchen werden stärker kooperieren

Deutsch-tschechisches Unternehmertreffen im Rahmen der 6. Messe für Technische Textilien mtex+ 2016 in Chemnitz / Tschechien erstmals Partnerland der mtex+ / ATOK und vti unterzeichneten Kooperationsvertrag

Benachbarte Textilbranchen werden stärker kooperieren
Chemnitz / Dresden / Prag, 2. Juni 2016  - Die Tschechische Republik war erstmals Partnerland der 6. Int. Messe für Technische Textilien mtex+  vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 in Chemnitz. Aus diesem Anlass fand auf Initiative des Dresdner Generalkonsulats und mit Unterstützung des Außenministeriums der Tschechischen Republik (CR) während der mtex+ in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Chemnitz ein deutsch-tschechisches Unternehmertreffen statt. Mitveranstalter waren die Assoziation der Textil- und Bekleidungsindustrie der CR (ATOK), der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti), sowie die IHK und die Messe Chemnitz.
 
„Wir freuen uns, dass insgesamt mehr als 50 Vertreter aus Textilunternehmen sowie aus textilen Bildungs- und Forschungseinrichtungen unserer gemeinsamen Einladung gefolgt sind“, resümierte Konsulin Eva Reinöhlova: „In vielen persönlichen Gesprächen haben sie sehr konkret Möglichkeiten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Produktion, Forschung und Entwicklung sowie Ausbildung diskutiert.“  ATOK und vti schlossen einen Kooperationsvertrag ab. Darin vereinbaren die Verbände u. a. die Entwicklung und Umsetzung beiderseits nutzbringender Projekte, die gegenseitige Unterstützung bei Branchenmessen sowie die enge Abstimmung bei der Durchsetzung der Interessen ihrer Mitgliedsbetriebe auf europäischer Ebene.
 
Auf der mtex+ präsentierte der tschechische Cluster für Technische Textilien CLUTEX u. a. Strahlenschutz- und andere Hightech-Gewebe, auf Nanofasern basierende atmungsaktive Membranen, Gesundheitstextilien für Krankenhäuser, Seile und Schnüre sowie technische Gestricke. An dem von CLUTEX organisierten  Gemeinschaftsstand vertreten waren  leistungsstarke Unternehmen wie SVITAP, Svitavy; SILK & Progress, Brnenec; Nyklicek, Nove Mesto; Lanex, Bolatice; KOH-I-NOOR, Vrsovice; Nanomembrane, Svitavy; SINTEX, Ceska Trebova; die renommierten Institute INOTEX Dvur Kralove, und TZU, Brno; sowie die Industrieschule für Textilien, Liberec.
 
Die 6. mtex+ fand unter dem Slogan „Discover highTEXTILES + functions!“ gemeinsam mit der 4. Leichtbaumesse LiMA statt. Themen dort waren u. a. textile Verbundstoffe (Composites) und textilbasierter Leichtbau. Zusätzliche Kontakte zu Konstrukteuren und Entwicklungsingenieuren aus anderen Branchen ermöglichte die Sächsische Industrie- und Technologiemesse SIT. Insgesamt beteiligten sich 280 Aussteller aus Deutschland, Israel, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz und Tschechien an dem Messe-Trio.  www.mtex-chemnitz.de 
 
Kontakt & Foto-Abruf:  Stefan Möbius, mtex+ press service,  Tel. 0170 – 34 24 672 , stefan.moebius@pr-inform.de         
 
 
 

Smarte Ideen, smarte Komponenten, smarte Produkte

Das SmartTex-Netzwerk Thüringen präsentiert sich auf der mtex+ in Chemnitz mit aktuellen Ergebnissen ihrer branchenübergreifenden Zusammenarbeit. Der Gemeinschaftsstand lädt dazu ein, smarte textile Entwicklungen zu entdecken und auszuprobieren – von der

Im SmartTex-Netzwerk Thüringen arbeiten Produzenten, Entwickler und Wissenschaftler aus Thüringen, Deutschland und Europa eng zusammen. Regelmäßig werden Workshops und Symposien zu Smart Textiles organisiert, die für einen intensiven Wissenstransfer sorgen und vorhandene Forschungs- und Entwicklungskompetenzen bündeln und erweitern. Einige der kreativen Lösungen und innovativen Produktideen können die Besucher vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 auf der mtex+ in Halle 1, Stand B13 erleben.

Ausprobieren, begreifen, Kooperationspartner finden

Neun der 54 Mitgliedsunternehmen des SmartTex-Netzwerkes stellen auf der mtex+ aus und geben Einblick in die große Bandbreite textilbasierter Anwendungen. Es werden Komponenten und fertige Produkte gezeigt, wie der Waagen-Terminal mit integrierter Textilheizung für Monitore, der auch bei Kälte für eine optimale Bedienung des Touchscreens sorgt, ein Diabetikerstrumpf mit Sensoren zur dreidimensionalen Druckmessung und Warnung vor gefährlichen Druckstellen sowie eine textile Infrarot-Heizung zur punktuellen und effizienten Erwärmung großer Hallen, Stallungen, Produktions- oder Werkstätten.

Daneben gibt es jede Menge technische Lösungen, die für ganz unterschiedliche Produkte genutzt werden können, z.B. ein Slide-Sensing-System mit textilen Sensoren zur Messung von Abständen und zum Erfassen von Gesten oder Bewegungsmustern. Damit könnten  medizinische Geräte berührungslos bedient, Bewegungseinschränkungen von Menschen mit Behinderungen ausgeglichen oder im Auto-Innenraum die Lüftung, Beleuchtung oder Fensterheber durch Gesten gesteuert werden.

Von den vielseitigen Einsatzmöglichkeiten am Messestand des SmartTex-Netzwerkes können sich Anwender, Wissenschaftler und Produkt-Designer inspirieren lassen und neue Entwicklungs- oder Produktionspartner finden.

Workshop „Körpernahe textile Sensoren“

Am Eröffnungstag, den 31.5., veranstaltet das SmartTex-Netzwerk an seinem Messestand außerdem einen Workshop. Ab 11 Uhr werden verschiedene Konzepte zur Herstellung und Anwendung von textilbasierten körpernahen Elektroden vorgestellt und diskutiert. Potenzielle Anwender sind eingeladen, sich einen Überblick über die Vorteile der verschiedenen Systeme zu verschaffen. Die Entwickler und Lieferanten der Systeme können sich auf interessante Anforderungsprofile und neue Impulse zur Weiterentwicklungen ihrer Produkte freuen. Die Unternehmen und Institute des SmartTex-Netzwerkes inszenieren am Messestand B13 lebendige Thüringer Experimentierfreude.

Fragen zum SmartTex-Netzwerk richten Sie bitte an die Koordinierungsstelle:
richter+partner GmbH
Herrn Klaus Richter
Goetheplatz 5, 99423 Weimar
Tel.: 03643-202098

 

TITV Greiz: Stick-Technologie erfolgreich gegen Rückenschmerzen

Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland

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Das Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland (TITV) ist erfolgreicher Akteur im Kampf gegen das Volksleiden chronische Rückenschmerzen. Das Institut demonstriert dies während Sonderschau & Symposium zu Medizin- und Gesundheitstextilien auf der Messe mtex+ 2016 in Chemnitz am Beispiel des bomedus®-Rückenbandes. Es ermöglicht die medikamentfreie Behandlung von Rückenschmerzen und ist für Laien unkompliziert handhabbar. „Kernstück der innovativen Technologie sind punktförmig gestickte, leitfähige textile Elektroden“, erläutert Sabine Gimpel, Leiterin Forschungsmarketing im TITV. „Mit ihrer Hilfe gelangt schwacher Reizstrom an die dünnen Nervenfasern an der Hautoberfläche. Die dadurch ausgelöste Stimulation bewirkt letztlich die Schmerzlinderung.“
 
Im Rahmen eines vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekts hatte das Institut vor zehn Jahren erste Forschungs- und Entwicklungsarbeiten dazu geleistet. 2012 begann die Kooperation mit dem jungen Medizintechnik-Unternehmen Bomedus GmbH, Bonn, das zudem das Uni-Klinikum Bonn einbezog. Mittlerweile vertreibt die Firma das schmerzlindernde Rückenband mit zunehmendem Erfolg. Die jüngste Version ist auf der mtex+ zu sehen.  

www.titv-greiz.de   

www.bomedus.com
 
Bildtext: Sabine Gimpel wird auf der mtex+ das bomedus®-Rückenband als Beispiel für die praxisorientierte Forschung des TITV Greiz präsentieren.  Foto: vti-pressedienst /
 
 
 

Goldglänzendes mit hohem Sicherheitsfaktor

Basalt-Faser-Netzwerk

Basalt-Faser-Netzwerk
Dekorative Bauelemente in Form von in Sicherheitsglas integrierten Basaltgeweben bestechen durch eigenwillige Farbschattierungen von Gold bis Bronze, die bei wechselndem Lichteinfall interessant variieren. Sie sind das vorläufige Ergebnis einer derzeit laufenden Gemeinschaftsentwicklung des im Basalt-Faser-Netzwerk mitwirkenden Unternehmens Alterfil Nähfaden GmbH, Oederan, sowie der Kooperationspartner Spengler & Fürst GmbH & Co. KG, Crimmitschau (Weberei), und Wolf-Dierk Lohnitz – glas+spiegel KG, Machern. „Die nicht brennbaren Bauelemente vertragen starke Temperaturschwankungen. Sie sind lichtbeständig, mechanisch widerstandsfähig, nehmen keine Feuchtigkeit auf und korrodieren nicht“, erläutert Netzwerkmanager Torsten Bäz vom Forum Technologie & Wirtschaft e. V. (FuW), Hohenstein-Ernstthal (Sachsen): „Die Teile eignen sich beispielsweise für die Komplettierung von Brückengeländern, von Hausfassaden sowie von Wartestationen des Nahverkehrs und anderer Stadtmöbel; ebenso für die kreative innenarchitektonische Gestaltung von Objekten aller Art. Gegenwärtig arbeiten wir an einbruchssicheren Bauelementen dieser Gattung.“
 
Basaltfasern werden aus einer 1.450 °C heißen Gesteinsschmelze gewonnen. Sie sind bis 800°C hitzebeständig, superfest,  flexibel, nicht giftig sowie beständig gegen Chemikalien und UV-Strahlen. Die mineralischen Naturfasern dienen u. a. als Ausgangsmaterialien für Garne, Rovings, Vliesstoffe, Gewebe, Gewirke und Composites.   

www.bafanet.com     

Kontakt: Torsten Bäz, Netzwerkmanager,  Tel. 03723 – 6680 842, mail@forum-tuw.net
 
mtex+:  Halle 1, Stand C4 / B5
 

Bildtext:  Es ist keineswegs Gold, sondern Basaltgewebe, das da hinter Sicherheitsglas glänzt.

Foto: Wolfgang Schmidt
 
 
 
 

Leichtbauforschung mit „Leuchtturm-Charakter“

Neue Stiftungsprofessur „Hochleistungsfasern und Verarbeitung“ wurde am 21. März 2016 an der Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Chemnitz eingerichtet

Pressemitteilung der TU Chemnitz

Dank ihrer hervorragenden mechanischen Eigenschaften bei geringem Gewicht gewinnen Kohlenstofffasern als Hochleistungswerkstoffe immer mehr an Bedeutung. Deren Masseneinsatz wird zukünftig weltweit alle Leichtbausegmente des Automobil-, Energie- und Luftverkehrsmarktes beeinflussen - vor allem mit Blick auf die Umwelt- und Klimaschutzpolitik. Kohlenstofffasern können dank ihrer Leichtbaueigenschaften, neuen Konstruktionsfreiräumen und Möglichkeiten zur Funktionsintegration einen wesentlichen Beitrag zur Ressourceneffizienz leisten. Diesen positiven Eigenschaften steht allerdings bisher eine ressourcen- und kostenintensive Herstellung gegenüber. Um eine wirtschaftliche und stabile Prozesskette - insbesondere in den verfahrenstechnologischen Schritten der Stabilisierung und Carbonisierung - zu erreichen, besteht hoher Forschungsbedarf.

Um möglichst viele komplexe Fragestellungen auf diesem Gebiet wissenschaftlich zu klären, wurde am 21. März 2016 am Institut für Strukturleichtbau der Technischen Universität Chemnitz die Stiftungsprofessur „Hochleistungsfasern und Verarbeitung“ für die Dauer von sechs Jahren eingerichtet. Als Stifter, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom „Molekül zum Bauteil“ aufgestellt sind, engagieren sich die DowAksa Switzerland GmbH mit Sitz in Horgen/Schweiz, die Dow Deutschland Inc. mit Sitz in Schwalbach und die P-D FibreGlass aus Oschatz. Die Stifter tragen gemeinsam die Kosten der Stiftungsprofessur inklusive einer Grundausstattung. Die TU Chemnitz sorgt für die Infrastruktur.

An der Stiftungsprofessur „Hochleistungsfasern und Verarbeitung“ sollen künftig Maschinenbauingenieure, Verfahrenstechniker, Chemiker und Physiker interdisziplinär forschen. Neue technologische Erkenntnisse werden schnell in die universitäre Lehre eingebunden – insbesondere in den Masterstudiengängen Leichtbau sowie Merge Technologies for Resource Efficency. Prof. Dr. Lothar Kroll, Dekan der Fakultät Maschinenbau und Direktor des Instituts für Strukturleichtbau, betont: „Dieses Zusammenwirken von Wissenschaft und Praxis,  flankiert von einer hochmodernen technischen Ausstattung zur Herstellung von Kohlenstoffasern, wird bald für die Technische Universität Chemnitz ein Alleinstellungsmerkmal mit Leuchtturm-Charakter in Europa darstellen.“ So soll laut Aussage von Kroll gemeinsam mit der CarboSax GmbH  eine Pilotanlage zur Carbonfaserherstellung in Chemnitz aufgebaut werden. „Die neue Stiftungsprofessur will auch mit der German Australian Cooperation Initia!tive zusammenarbeiten, deren umfangreiches Know-how auf dem Gebiet der Herstellung von Kohlenstofffasern in die Chemnitzer Forschungsarbeiten einfließen soll“, sagt der Dekan.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Lothar Kroll, Telefon 0371531-35706, E-Mail lothar.kroll@mb.tu-chemnitz.de
 
 
 
 

Treffen mit potenziellen Geschäftspartnern aus der Türkei möglich

Logo EEN_mtex+ 2016
Während der mtex+ organisiert die IHK Chemnitz gemeinsam mit der IHK Bayreuth und dem international agierenden Enterprise Europe Network (EEN) für deutsche Textilhersteller B2B-Meetings mit potenziellen Geschäftspartnern aus der Türkei. Unternehmer aus diesem Land besuchen am 31. Mai/1. Juni 2016 die Messe. Ab 20. April veröffentlichen die IHK Chemnitz und die mtex+ auf Ihren Homepages die entsprechenden Firmen-Profile sowie die Themen- und Terminangebote für die individuell gestaltbaren Treffen. Für die optimale Organisation dieser Meetings ist es hilfreich, wenn interessierte deutsche Unternehmen bis zum 15. April vorab ihr Profil und ihre Wunschthemen angeben.

Kontakt:   Nikola Loske, Tel +49 371 6900-1245,  E-Mail: nikola.loske@chemnitz.ihk.de
 
 
 

International preisgekrönte Neuheit aus der TU Dresden:

Gewebte Halbzeuge für Leichtbau-Anwendungen in diversen Branchen

ITM TU Dresden_Halbzeuge mtex+ 2016
Eine international stark beachtete Neuheit stellen die Institute für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) und für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden bei den Chemnitzer Messen mtex+ und LiMA vor:  Wissenschaftler des ITM haben innerhalb des Sonderforschungsbereiches (SFB) 639 „Textilverstärkte Verbundkomponenten für funktionsintegrierende Mischbauweisen bei komplexen Leichtbauanwendungen“  eine flexible Webtechnologie zur Fertigung von komplexen dreidimensionalen (3D) Halbzeugen für die Anwendung als Faserkunststoffverbunde (FKV) im Leichtbaubereich entwickelt. Die gewebten 3D-Halbzeuge in Form von Schale-Rippen-Strukturen und Abstandsstrukturen werden aus hochleistungsfähigen Carbon-, Glas- oder Hybridgarnen in einem einzigen Prozessschritt gefertigt. Zudem lassen sich beide Grundformen miteinander kombinieren, so dass eine enorme Vielfalt an Formen und Eigenschaften möglich wird.  
 
Für seine besonderen Verdienste um diese Neuentwicklung erhielt Adil Mountasir, Doktorand am ITM, unlängst in Paris den mit 8.000 Euro dotieren Théophile Legrand International Award for Innovation in Textile Industry Service 2016. Die neue Webtechnologie ermöglicht die kostengünstige Herstellung von endkonturgerechten textilen 3D-Halbzeugen mit definiert einstellbaren mechanischen Eigenschaften und vorbereiteten Fügestellen zur Integration von weiteren Funktions- und Lasteinleitungselementen. Dies führt zu einer hochgradig automatisierten Fertigung für FKV-Bauteile mit komplexer Geometrie. So wurde vom SFB 639 ein Fahrzeugsystemträger entwickelt, in den u. a. die gewebten 3D-Halbzeuge integriert sind. Er wird am Gemeinschaftstand von ITM und ILK der TU Dresden zu sehen sein.  Zukünftig können die neuartigen Abstandsstrukturen im Leichtbausektor eingesetzt werden, z. B. für Fußböden, Seitenwände oder Kofferaufbauten von Land- und Wasserfahrzeugen aller Art; für verstärkte Schalen im Rumpf von Flugzeugen; für doppelwandige Sicherheitsbehälter in Chemieanlagen sowie für Kapselungen an Werkzeugmaschinen und Turbinen.   http://tu-dresden.de/mw/itm


Bildtext:  Faserkunststoffverbund aus einem gewebten 3D-Halbzeug, bestehend aus einer kombinierten Schale-Rippen-Abstandsstruktur.  

Foto: ITM der TU Dresden
 
 
 

„Textiltechnik als Schlüsseltechnologie der Zukunft“

15. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung: Hochkarätig besetzt und erstmals mit Messe-Mehrwert

Rainer Wallasch, Ramon Tirschmann (beide IST) und Olaf Rohde (Cetex) (v.l.) bei der Besprechung zu Einzelkomponenten des eigens entwickelten neuartigen Orbitallegekopfes zur Verarbeitung thermoplastischer faserverstärkter UD-Tapes. Die im Rahmen des Bunde
„Textiltechnik als Schlüsseltechnologie der Zukunft“ lautet das Motto der 15. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung (CTT) am 31. Mai und 1. Juni 2016 in der Messe Chemnitz. Die Tagung ist in die Themenkomplexe „Ressourceneffiziente Textilmaschinen und Verfahren“; „Smart Textiles“;  „Halbzeuge und Preformtechnologien“; „Prozessautomatisierung und -kontrolle“, „Verbundbauteile in Leichtbauweise“, „Prozess- und Struktursimulation“ sowie „Nachhaltigkeit textiler Prozesse und Produkte“ gegliedert. Rund 50 renommierte Textilmaschinenbau-, Textil- und  Leichtbau-Experten aus Deutschland und der Schweiz halten Vorträge zu jüngsten Entwicklungen auf diesen Gebieten.

„Textile Technologien für Hochleistungsstrukturen in Großserie“ ist der Titel des einleitenden Plenarvortrags von Prof. Lothar Kroll, Direktor des Instituts für Strukturleichtbau und des An-Instituts Cetex der TU Chemnitz, Leiter des STEX-Forschungszentrums STEX am Fraunhofer IWU, Chemnitz.  Thematisch korrespondiert damit der Vortrag „Textiltechnik für die automobile Großserienfertigung von  Karosseriestrukturbauteilen“ von Daniel Hofbauer, BMW Group, Landshut . Alexander Gundling, Carbon Composites e.V. (CCeV.), spricht zu Zielen und Projekten seiner Vereinigung. Aktuelle Trends auf dem europäischen Composite-Markt stehen im Mittelpunkt der Ausführungen von Volker Mathes, AVK - Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e. V., Frankfurt/Main.  
 
Veranstalter der 15. CTT sind der Förderverein Cetex Chemnitzer Textilmaschinenentwicklung e. V.; die Institute für Strukturleichtbau (IST) und für Fördertechnik und Kunststoffe (ifk) der TU Chemnitz, das Sächsische Textilforschungsinstitut e. V. (STFI), Chemnitz, und der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. (vti). Sie erwarten weit über 200 Konferenzteilnehmer aus dem In- und Ausland. Attraktiver Mehrwert erwächst für die Tagungsgäste durch die erstmalige organisatorische Verknüpfung mit der CTT mit der 6. mtex+ - Int. Messe für Technische Textilien, der 4. Leichtbaumesse LiMA, und der Technologiemesse SIT, die vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 am selben Ort stattfinden. „Unsere Tagungsteilnehmer können die Messen kostenfrei besuchen“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Nendel, Vorstandsvorsitzender des Cetex-Fördervereins.

Anmeldung unter:  www.chemtextiles.de

Bild:
Rainer Wallasch, Ramon Tirschmann (beide IST) und Olaf Rohde (Cetex) (v.l.) bei der Besprechung zu Einzelkomponenten des eigens entwickelten neuartigen Orbitallegekopfes zur Verarbeitung thermoplastischer faserverstärkter UD-Tapes. Die im Rahmen des Bundesexzellenzclusters MERGE von den kooperierenden Instituten IST, Cetex und Steinbeis ALP entwickelte Pilotanlage für die Orbitalwickeltechnologie dient der großserientauglichen Herstellung von rotationsunsymmetrischen Strukturbauteilen und wird aktuell im MERGE-Technologiezentrum an der Technischen Universität erprobt. Ergebnisse werden zur Tagung präsentiert.
Foto: Wolfgang Schmidt
 
 
 

Tschechien ist Partnerland der mtex+ 2016

Tschechien ist Partnerland der mtex+ 2016
Tschechien ist 2016 erstmals Partnerland der 6. mtex+. Grundlage dafür ist eine Übereinkunft des Tschechische Textilverbandes ATOK, des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti), des Tschechischen Techtextil-Clusters CLUTEX und der  mtex+. Das berichtete Messechef Michael Kynast bei einem Medientermin am 8. Januar 2016 im Sächsischen Textilforschungsinstitut Chemnitz (STFI), an dem auch ATOK-Vizepräsident Jan Hermansky, Präsident von CLUTEX, sowie Cluster-Managerin Libuse Founova teilnahmen.

Wie Jan Hermansky bei dieser Gelegenheit bekanntgab, wird es auf der mtex+ eine umfangreichen Präsentation  von Firmen geben, an der sich renommierte Hersteller wie SVITAP, Svitay; SILK & Progress, Brnenec; Nyklicek, Nove Mesto nad Metuji; Lanex, Bolatice; KOH-I-NOOR, Prag, sowie Textilforschungsinstitute beteiligen.
 
 
Tschechien ist Partnerland der mtex+ 2016
Sie offerieren  u. a. Strahlenschutz- und andere Hightech-Gewebe,  Gesundheitstextilien für Krankenhäuser, Seile und Schnüre sowie technische Gestricke. „Tschechien verfügt über eine hoch entwickelte Textilindustrie sowie über leistungsstarke Forschungseinrichtungen, jedoch nicht über eine eigene Messe für Technische Textilien“, erläuterte Michael Kynast: „ATOK und CLUTEX haben die Vorzüge unseres in Grenznähe liegenden Messestandortes erkannt, der sich inmitten einer der bedeutendsten europäischen Textil- und Textilmaschinenbauregionen befindet.“  

Gemeinsam zur  mtex+ (v. l.) unterwegs:  STFI-Direktor Andreas Berthel, Messechef Michael Kynast, Libuse Founova (CLUTEX), Friedmar Götz (vti), Jan Hermansky (ATOK/CLUTEX), und Bertram Höfer (vti).
 
 
 

Neues aus Forschung & Industrie für Klinik, Pflege, Gesundheitsschutz, Kur & Wellness

Symposium ZukunftTEXTIL 1. Juni 2016 auf der mtex+ / Sonderschau an allen Messetagen

Barbara Klepsch

Die Messe Chemnitz schafft mit Symposium & Ausstellung ZukunftTEXTIL ein Netzwerk-Forum, in dem sich Entwickler, Hersteller und  Anwender von Spezialtextilien austauschen können.  Der erste Treff dieser neuen Reihe gilt dem Themenkreis Gesundheitsschutz, Klinik, Pflege, Kur & Wellness. Mitveranstalter sind die AOK PLUS – Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen, der HEALTHY SAXONY e. V. und der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti).  Die Einführungsvorträge halten Barbara Klepsch, Sachsens Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz; Rainer Striebel, Vorstandsvorsitzender der AOK PLUS – Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen und Eckhard Bräuninger, Kompetenzzentrum Gesundheitstextilien Sachsen, vti-Vorstandsmitglied.

 
 
 
 

Ingeborg Neumann: Gestaltung der Textilindustrie 4.0 ist revolutionärer Prozess

t+m-Präsidentin hält Grußwort zur Eröffnung der 6. mtex+

Ingeburg Neumann Portrait_mtex+ 2016
Ingeborg Neumann, Präsidentin des Gesamtverbandes textil+mode e. V. (t+m) gehört am 31. Mai 2016 zu den Grußrednern der Eröffnungsveranstaltung der mtex+. Wie sie auf der jüngsten t+m-Jahrestagung am 3. Dez. 2915 in Berlin betonte, werden innovative Technische Textilien das Alltagsleben künftig noch viel stärker bestimmen als das gegenwärtig bereits der Fall ist. Sie wies darauf hin, dass die Gestaltung der Textilindustrie 4.0 ein revolutionärer Prozess ist, der ganz neue Produkte und Dienstleistungen hervorbringen wird. Notwendig dafür seien politische Rahmenbedingungen, die dem erfolgreichen internationalen Wettbewerb nicht entgegenstehen.

Die viel zu hohe EEG-Umlage müsse gesenkt werden, was durch eine andere Finanzierungsstruktur der Energiewende möglich wäre. Auch die gesetzlichen Grundlagen der Arbeit müssten die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gewünschte Flexibilität bieten.
www.texil-mode.de

Zwickauer Kammgarn GmbH als Aussteller auf mtex+

Ingeborg Neumann ist Geschäftsführende Gesellschafterin der Peppermint Holding GmbH, Berlin. Das Unternehmen vereint produzierende Textilfirmen an sechs Standorten in Europa, vier davon in Deutschland. Der Jahresumsatz in den Bereichen Fashion, TechTEX und HomeTex beläuft sich auf insgesamt rund 90 Mio. EUR. Die zur Peppermint-Gruppe gehörende Zwickauer Kammgarn GmbH, Wilkau-Haßlau (ZKS), wird sich auf der mtex+ präsentieren.  Das Unternehmen entwickelt und fertigt Spezialgarne für die Bereiche Mobility, Workwear, Industry, HomeTex und Fashion. 
www.peppermint-holding.de

 
 
 
 

Technische Überraschungen mit gestickter Seele

Akteure von “highSTICK plus” werden jüngste Entwicklungsergebnisse auf der 6. mtex+ präsentieren

HighStick_mtex+ 2016
Die traditionell im sächsischen Vogtland beheimatete Stickereibranche baut ihr Know-how bei der Entwicklung, Verarbeitung und Herstellung von Technischen Textilien weiter aus. Das wurde während der Bilanzveranstaltung des Innovativen Regionalen Wachstumskerns „highSTICK plus“ am 28. Oktober 2015 im Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e.V., Greiz, deutlich. In Anwesenheit von Dr. Ulrich Barenbrock, Verantwortlicher des im Auftrag des Bundesforschungsministeriums handelnden Projektträges Jülich, stellten die Akteure der sieben interdisziplinären Teilprojekte ihre Arbeitsergebnisse vor. „Unser Firmenbündnis ist sozusagen kurz vor dem Ziel der umfangreichen Entwicklungsarbeiten, die wir gemeinsam mit rund 20 Partnern aus anderen Industriebereichen sowie aus einschlägigen Forschungsinstituten geleistet haben und noch bis Mitte 2016 leisten werden“, berichtete Andreas Reinhardt, Mitglied der Steuerungsgruppe von „highSTICK plus“ und Geschäftsführer der Modespitze Plauen GmbH. Im Rahmen des von ihm geleiteten Teilprojekts wurden sticktechnisch Dehnungs-Sensoren in faserverstärkte Leichtbaustrukturen eingebracht.

Mit diesen elektrisch leitfähigen Messfühlern ist es u. a. möglich, die drohende Überlastung von Rotorblättern an Windkraftanlagen zu erkennen. Weitere potenzielle Einsatzgebiete sind die Überwachung von Tragstrukturen im Anlagenbau, im Bauwesen oder in Fahrzeugen.  Weitere sticktechnische Lösungen, die im Zuge des Gesamtprojekts „highSTICK plus“ untersucht und fortentwickelt wurden, betreffen die Herstellung von elektrischen Heizelementen, von Bau- und Geotextilien, von Verstärkungsstrukturen für Spritzguss-Bauteile, von Leuchtmitteln für Werbung und Raumgestaltung sowie von Leichtbauteilen für den Maschinen- und den Fahrzeugbau. Wie  Modespitze Plauen GmbH haben auch die Unternehmen Dietrich Wetzel KG, Plauen; Gerber Spitzen GmbH, Auerbach/OT Rebesgrün; W. Reuter & Sohn GmbH; Auerbach/OT Reumtengrün, und Stickperle GmbH, Falkenstein, jeweils die Federführung von Teilprojekten übernommen.

Bereits im Jahr 2007 hatten mehrere Heimtextil-Hersteller der Vogtlandregion begonnen, die von ihnen genutzte Stickerei-Technologie für die Herstellung technischer Textilien auszulegen. Unterstützung erhielten sie dabei aus dem Programm „Unternehmen Region“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.  „Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Technische Textilien sind und bleiben weltweit ein Wachstumsmarkt, auf dem sich gute Erträge erwirtschaften lassen“, kommentierte Bertram Höfer, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V., Chemnitz: „Nun kommt es darauf an, die Entwicklungsergebnisse in den potenziellen Anwenderbranchen noch besser bekannt zu machen. Eine passende Gelegenheit dafür bietet die 6. mtex+, die im Frühjahr kommenden Jahres in Chemnitz stattfindende internationale Fachmesse für innovative Technische Textilien. Sie wendet sich erstmals an Produkt- und Verfahrensentwickler aus allen Branchen, in denen der Einsatz von Textilien und textilen Verbundstoffen entscheidende Vorteile gegenüber den bislang verwendeten Materialien bringen kann“. Wie aus der Steuerungsgruppe verlautete, werden die Akteure von „highSTICK plus“ auf der mtex+ ihre Neuheiten präsentieren.   http://www.highstick-plus.de   http://www.vti-online.de  

Zum Foto:  Cordula Bauer (M.), Leiterin eines Teilprojekts von highSTICK+ und Geschäftsführerin der Stickperle GmbH, Falkenstein, erläutert den Auszubildenden Justin Unterdörfer, Rahmig & Partner GmbH, Ellefeld, und Bianca Meixner, W. Reuter & Sohn Spitzen und Stickerei GmbH, Auerbach/OT Reumtengrün, wie Lichtwellenleiter sticktechnisch in unterschiedliche Materialien integriert werden können. Die jungen Leute, die einen Großteil ihrer dualen Ausbildung in der Fördergesellschaft für berufliche Bildung Plauen-Vogtland absolvieren, nahmen dieser Tage an der Bilanzveranstaltung von „highSTICK plus“ in Greiz teil. Sie erfuhren u. a., dass sich die gestickten Lichtwellenleiter für Anwendungen in der Werbebranche und in der Innenarchitektur eignen.  Foto:  Wolfgang Schmidt[Anhang "HighStick281048 (1800x1130).jpg" gelöscht von Tina Menz/C3-Chemnitz/DE]
 
 
 

STFI Chemnitz errichtet Zentrum für Textilen Leichtbau

mtex+ 2016_Portrait Andreas Berthel
Das Sächsische Textilforschungsinstitut, Chemnitz,  erweitert seine Kapazitäten um ein „Zentrum für Textilen Leichtbau". Auf dem  Institutsgelände entsteht gegenwärtig eine 2.100 m² große Technikum-Halle mit Konferenzebene. „Damit stellen wir uns auf den wachsenden Forschungsbedarf in diesem Segment ein", erläuterte Andreas Berthel, Geschäftsführender Direktor des STFI.  „In die Halle werden wir unser Carbonfasertechnikum, das Faserverbundtechnikum sowie ein Prüflabor für Leichtbaustrukturen integrieren. So verfügen wir über beste Voraussetzungen für die Entwicklung neuer Technologien und deren Erprobung unter industrienahen Bedingungen."

Eines der zukunftsträchtigen Themen sei die Überführung von  Abfällen aus unterschiedlichen textilen Hochleistungswerkstoffen in Faserformen, die sich zur Weiterverarbeitung eignen. Außerdem gehe es um fortgeschrittene Kardier- und Wirrvliesverfahren zur Verarbeitung dieser Fasern zu mechanisch verfestigten Vliesstoffen. Die künftige Prozesskette umfasst darüber hinaus Maschinentechnik zur Erzeugung von band- bzw. fadenförmigen Strukturen mit unidirektionaler Einzelfaserausrichtung sowie ein Modul zur Fertigung von Halbzeugen auf Basis von Carbon-, Glas-, Aramid- oder Basaltfasern.
 
 
mtex+ 2016_Zentrum Leichtbau
 
 
 

STEX: Neues Forschungszentrum für textile Strukturen am Fraunhofer-Institut IWU in Chemnitz

STEX_mtex+ 2016
Prof. Dr.-Ing. Lothar Kroll (l.) und Prof. Dr. Welf-Guntram Drossel.
Am Chemnitzer Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU ist am 30. Sept. 2015 das Fraunhofer-Forschungszentrum „Systeme und Technologien für textile Strukturen“ (STEX) gegründet worden. Es kooperiert eng mit der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung der TU Chemnitz. Der Freistaat Sachsen unterstützt die Gründung mit einer Anschubfinanzierung von 5 Mio. EUR bis 2019. Die Führung von STEX obliegt Prof. Dr.-Ing. Lothar Kroll, Leiter der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung und Dekan der Fakultät Maschinenbau der TU Chemnitz, Direktor des Cetex-Instituts, Chemnitz. Die Mitarbeiterzahl soll von gegenwärtig fünf auf 40 wachsen.

Im Zusammenhang mit dem Einsatz von carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) in der Automobilindustrie gehen Marktforscher von jährlichen Wachstumsraten zwischen 30 und 40 Prozent aus, heißt es in einer dazu veröffentlichten Pressemitteilung.  Technische Textilien für Anwendungen in Hochleistungsbauteilen seien der  Wachstumsmotor für die Textilbranche. »Eine wichtige Grundvoraussetzung für das Ausschöpfen dieser Potenziale sind serienfähige Fertigungsprozesse für textile Strukturen«, erläuterte Prof. Dr. Welf-Guntram Drossel, Institutsleiter des Fraunhofer IWU: „Die Kosten für den Materialeinsatz und den Bauteilherstellungsprozess müssen deutlich gesenkt werden, gerade um den für Leichtbaubestrebungen attraktiven Werkstoff CFK in großem Stil und zu wettbewerbsfähigen Kosten in das Auto integrieren zu können, aber auch um die Fertigung an den Bedarf nach immer individuelleren Produkten anzupassen.“ Sachsen habe deutschlandweit die höchste Dichte an Forschungseinrichtungen mit dem Fokus auf technische Textilien, betonte Prof. Dr. Lothar Kroll: „Mit STEX wollen wir insbesondere den Wissens- und Technologietransfer in die Unternehmen der Region auf eine neue Stufe heben und Chemnitz zum führenden Textilforschungsstandort in Deutschland ausbauen.“ So stehen beispielsweise neuartige Textilmaschinen, Technologien und Schnittstellen für faserverstärkte Halbzeuge, In-Line-Textilprozesse für Near-Net-Shape-Strukturen, Technologien textiler und kunststoffbasierter Fertigungsprozesse sowie Preformtechnologien für bionisch verstärkte Leichtbaustrukturen im Fokus von Forschung und Entwicklung.

Die Aktivitäten von STEX werden eng mit dem seit 2011 in der Oberlausitz arbeitenden Kunststoffzentrum Oberlausitz verknüpft. Auch ist eine intensive Zusammenarbeit mit der Open Hybrid Lab Factory e. V. in Wolfsburg geplant.  Darüber hinaus ist eine enge Vernetzung mit weiteren Fraunhofer-Instituten sowie der 2009 gegründeten Chemnitzer Allianz Textiler Leichtbau (ATL) geplant.  Den Kern der der ATL, die mit rund 350 Unternehmen der Region kooperiert, bilden die Institute für Strukturleichtbau sowie Fördertechnik und Kunststoffe der TU Chemnitz sowie das Cetex Institut für Textil- und Verarbeitungsmaschinen gemeinnützige GmbH und das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI). Dass dieses Miteinander bereits sehr gut funktioniert hat, zeigt die Bewilligung des deutschlandweit ersten und einzigen Bundesexzellenzclusters für Leichtbau »Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen« MERGE im Jahr 2012 an der TU Chemnitz.
 
 
 

Norafin erstmals als Aussteller dabei

André Lang verstärkt Messebeirat der mtex+

Norafin André Lang_mtex+ 2016
Der sächsische Vliesstoffproduzent Norafin Industries (Germany) GmbH, Mildenau, wird erstmals mit einer umfangreichen Präsentation auf der mtex+ dabei sein.
„Wir begrüßen das neue Messekonzept, weil wir so die ganze Bandbreite unseres Sortiments von technischen Vliesstoffen für ganz unterschiedliche Anwendungsgebiete darstellen können“, erklärte Geschäftsführer André Lang. „Gern habe ich das Angebot zur Mitarbeit im Messebeirat angenommen. Nicht zuletzt in meiner Eigenschaft als ‚Botschafter des Erzgebirges‘ werde ich allen Geschäftspartnern von Norafin empfehlen, sich den Termin der mtex+ unbedingt zu notieren. Immerhin verfügt Chemnitz mit dem Sächsischen Textilforschungsinstitut über das international führende Vliesstoff-Kompetenzzentrum. Doch auch viele andere in Sachsen und Thüringen angesiedelte Unternehmen und Institute sind außerordentlich interessant – sowohl Textilhersteller als auch für Anwender-Branchen.“ André Lang hatte für Norafin am 5. September in Dresden den „Großen Preis der Mittelstands 2015“ der bundesweit agierenden Oskar-Patzelt-Stiftung in Empfang genommen.

Die Norafin Industries (Germany) GmbH produziert Vliesstoffe für Schutzbekleidungen sowie für diverse Industrieanwendungen. Zu den Neuentwicklungen gehören Sintervliesstoffe mit hohem Metallanteil. Sie ermöglichen die Fertigung komplex geformter Strukturen, aus denen sich dünnwandige Sintermetallwerkstoffe -  u. a. für die Heißgas- und Flüssigkeitsfiltration – herstellen lassen.

Weiteres Highlight von Norafin sind elektrisch beheizbare Vliesstoffe, die sich durch geringes Gewicht, kurze Aufheizzeiten und eine gleichmäßige Wärmeverteilung, selbst an Ecken oder Kanten, auszeichnen. Sie können u. a. als Dach-, Wand- oder Fußbodenheizungen eingesetzt werden, ebenso an Behältern und Rohrleitungen, in Fahrzeugen, im Wellness- und Medizinbereich sowie in Schutzbekleidungen oder in Spezialschuhen.   Da sie gut Harze aufnehmen, eignen sie sich für die Erzeugung von leitfähigen Faserverbundwerkstoffen. Aus diesen Composites lassen sich z. B. Formwerkzeuge herstellen. Außerdem bieten sie sich für antistatische Anwendungen an. Als Bestandteil von glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) können die beheizbaren Vliese die Eisbildung an Tragflächen bzw. Außenhaut von Flugzeugen verhindern.  
 
Neu bei Norafin sind zudem Vliesstoffe mit einem Flächengewicht von 16 g/m2 an. Damit reicht das Gewichtsspektrum der auf Basis diverser Polymere und Naturfasern  (z. B. Flachs, Baumwolle) erzeugten Vliese künftig von 16 bis 800 g/m2.  Das Sortiment an hitzebeständigen Vliesstoffen für Schutzbekleidungen, Norafin Komanda®, wurde um Materialien für die Produktion von Berufskleidung vervollständigt.
 
 
 
 

15. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung: „Textiltechnik als Schlüsseltechnologie der Zukunft“

Tagung findet erstmals in der Messe Chemnitz statt

Foto Pressemitteilung CETEX_mtex+ 2016
Sebastian Nendel, Hans-Jürgen Heinrich (beide Cetex), Mirko Spieler, Rainer Wallasch, Ramon Tirschmann (alle IST) und Olaf Rohde (Cetex) (v.l.)
„Textiltechnik als Schlüsseltechnologie der Zukunft“ lautet das Motto der 15. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung (CTT) am 31. Mai und 01. Juni 2016. Erstmalig findet die Tagung in der Messe Chemnitz statt.
 
Themenkomplexe sind Ressourceneffiziente Textilmaschinen und Verfahren, Smart Textiles, Halbzeuge und Preformtechnologien, Prozessautomatisierung und -kontrolle, Verbundbauteile in Leichtbauweise, Prozess- und Struktursimulation sowie Nachhaltigkeit textiler Prozesse und Recycling.
 
Bis zum 15. September 2015 können unter www.chemtextiles.de Vorträge angemeldet werden. Der Förderverein Cetex Chemnitzer Textilmaschinenentwicklung e. V. veranstaltet die CTT gemeinsam mit dem Institut für Strukturleichtbau sowie dem Institut für Fördertechnik und Kunststoffe (ifk) der TU Chemnitz, dem Sächsischen Textilforschungsinstitut e.V. (STFI) und dem Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. (vti). Zur 14. CTT waren am 13. und 14. Mai 2014 insgesamt 298 Wissenschaftler und Industrievertreter aus Deutschland, Österreich, Polen, der Schweiz und Tschechien nach Chemnitz gekommen; s. auch www.chemtextiles.de 
 
 
Foto 2 Pressemitteilung CETEX_mtex+ 2016
Rainer Wallasch, Ramon Tirschmann (beide IST) und Olaf Rohde (Cetex) (v.l.)
„Der Brückenschlag zwischen grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung gestattet, seriennahe Innovationsketten für textilverstärkte Produkte zu etablieren und die gewonnenen Erkenntnisse schnell in die Praxis zu transferieren. Beispielgebend für eine derartige Brückenfunktion auf dem Gebiet von Sonder-Textilmaschinen für textilverstärkte Strukturbauteile in Großserie ist die enge Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Strukturleichtbau (IST) und dem An-Institut CETEX der TU Chemnitz. Die gemeinsam entwickelten automatisierten Prozessketten und die zugehörigen Maschinen und Schnittstellen erlauben die Fertigungskosten zu reduzieren und kommen bereits heute als Pilotlinien bei Industriepartnern zum Einsatz. Ausgewählte Ergebnisse zur konstruktiven und technologischen Umsetzung von derartigen Pilotlinien werden in unterschiedlichen Beiträgen während der 15. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung präsentiert. Dazu zählt auch die neue Orbitalwickelanlage für nichtrotationssymmetrische Profile, die im Rahmen des Bundesexzellenzclusters MERGE von den kooperierenden Instituten IST und CETEX konzipiert, ausgelegt und in erster Ausbaustufe erprobt wurde“, erläutert Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Hon.-Prof. Lothar Kroll, Mitglied des Vorstands des CETEX-Vereins, Direktor der Instituts IST und des An-Instituts CETEX sowie Sprecher des Bundesexzellenzclusters MERGE.
 
Vom 31. Mai bis 02. Juni 2016  finden im Chemnitzer Messegelände die „mtex+“ sowie die 4. Chemnitzer Leichtbaumesse „LiMA“ statt; Details s. www.mtex-chemnitz.de; www.lima-chemnitz.de

Fotos: Wolfang Schmidt
 
 
 

mtex+ 2016: Hightech-Textilien für viele Branchen

Neues Messekonzept rückt technologische Lösungen für Entwickler und Anwender in den Fokus / 6. mtex+ vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 in Chemnitz

Chemnitz, 5. Mai 2015 - Die Chemnitzer Textilfachmesse mtex erweitert ihr Themenspektrum über die Mobiltextilien hinaus. Ab ihrer 6. Auflage (31. Mai bis 2. Juni 2016) widmet sie sich als „mtex+ - Internationale Messe für Technische Textilien" der ganzen Bandbreite von Hightech-Textilien. Unter dem Slogan „Discover highTEXTILES+functions!" positioniert sich die mtex+ als Entdecker-Messe für Produktentwicklung, Prozessoptimierung, Networking und Wissenstransfer. „Wir folgen damit einer Empfehlung des mtex-Messebeirates", berichtet Messe-Chef Michael Kynast: „In nahezu allen Branchen erobern mit Zusatzfunktionen ausgestattete Textilien fortwährend neue Einsatzgebiete. Sie sind oft leichter, handlicher und robuster als herkömmliche Werkstoffe. Vor allem für Produktentwickler wird es immer wichtiger, die jüngsten Entwicklungen in diesem Sektor zu kennen, sich bereits in der Phase der Ideenfindung mit Textilexperten zu beraten und gemeinsam mit ihnen Problemlösungen zu erarbeiten. Mit unserer Veranstaltung der kurzen Wege und intensiven persönlichen Kontakte bieten wir dafür die optimale Plattform. Zudem ist Chemnitz das Zentrum eines einzigartigen Clusters von Textilherstellung, Textilmaschinenbau und Textilforschung. Der Weg in das Herz der international bestens vernetzten sächsisch-thüringischen Textilregion lohnt sich in jeder Hinsicht." Zur neu konzipierten mtex+ erwartet die Messe Chemnitz 110 Austeller und 8.000 Fachbesucher aus dem In- und Ausland.

Attraktives Rahmenprogramm mit 15. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung

Wie mtex-Projektleiter André Rehn ankündigte, wird der Innovationspreis der Messe im kommenden Jahr zum zweiten Mal vergeben. Außerdem ist ein anwenderorientiertes Expertenforum zu Gesundheits-, Schutz- , Pflege- und Medizintextilien geplant. Wichtiger Bestandteil des Rahmenprogramms der mtex+ ist die erstmals auf dem Messegelände stattfindende 15. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung zum Thema „Textiltechnik als Schlüsseltechnologie der Zukunft", zu der die Organisatoren am 31. Mai/1. Juni 2016 rund 300 Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwarten. Veranstalter sind der Förderverein Cetex Chemnitzer Textilmaschinenentwicklung e. V., die Institute für Strukturleichtbau und Fördertechnik/Kunststoffe der TU Chemnitz, das Sächsische Textilforschungsinstitut (STFI) und der in Chemnitz ansässige Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. (vti). Die 6. mtex+ findet parallel zur 4. Chemnitzer Leichtbaumesse LiMA statt. Anknüpfende Themen dort sind u. a. Composites und textilbasierter Leichtbau. www.mtex-chemnitz.de www.lima-chemnitz.de

Presse-Kontakt: André Rehn, Projektleiter mtex+ Tel. 0371 - 38038 106
 
 
 

Textiltechnik-Tagung 2016 in der Messe Chemnitz

Die Messe Chemnitz beherbergt am 31. Mai und 01. Juni, parallel zu den Fachmessen LiMA und mtex+, die 15. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Textiltechnik als Schlüsseltechnologie der Zukunft“. Wer einen Vortrag zu den Schwerpunktthemen Smart Textiles, Verbundbauteile in Leichtbauweise, ressourceneffiziente Textilmaschinen und Verfahren, und Prozess- und Struktursimulation halten möchte, kann diese bis zum 15. September 2015 einreichen.
 
 
 
 

Herstellung superweicher Garne nachgewiesen

Cetex
Das am Cetex Institut durchgeführte Projekt zur Herstellung superweicher Garne wurde erfolgreich beendet. Das Forschungsprojekt verfolgte das Hauptziel die Herstellung von superweichen Garnen in Ringgarnqualität mit sehr geringen Drehungsbeiwerten nachzuweisen. Auf Basis des Zentrifugenspinnverfahrens soll dabei eine deutlich höhere Produktivität erzielt werden, im Vergleich zum Ringspinnen. Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, stellt der Nachweis der Herstellbarkeit der neuartigen Garne ein großes Potenzial für die Herstellung neuer, extrem weicher Stoffe dar.
 
 
 

Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft geschlagen

Um den Transfer zwischen wissenschaftlichen Errungenschaften und Wirtschaft zu unterstützen, hat sich Anfang dieses Jahres die Industrieforschungsgemeinschaft Konrad-Zuse gegründet.
Benannt nach dem deutschen Computerpionier Konrad Zuse (1910-1995), ist der Verband die erste bundesweite Vertretung der gemeinnützigen Industrieforschungseinrichtungen. Geleitet wird diese von Präsident Dr.-Ing. Ralf-Uwe Bauer, Geschäftsführender Direktor des Thüringischen Instituts für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V. (TITK).
Die Gemeinschaft hat es sich zum Ziel gemacht, als Partner der Wirtschaft, den Technologietransfer zwischen Innovation und der Umsetzung dieser in neuen Produkten zu beschleunigen um somit deutsche, mittelständige Unternehmen zu unterstützen.
 
 
 

Vliesstoff-Wärme für Flugzeughaut und Pistenbully

Narafin Mildenau
Mildenau / Chemnitz –  Elektrisch beheizbare Vliesstoffe gehören zu den jüngsten Produktneuheiten der Norafin Industries (Germany) GmbH, Mildenau/Erzgebirge. „Im Vergleich zu anderen Heiztextilien zeichnen sie sich aus durch geringes Gewicht, kurze Aufheizzeiten und eine ausgesprochen gleichmäßige Wärmeverteilung, selbst an Ecken oder Kanten. Sie sind luftdurchlässig und in der Verarbeitung einfach zu handhaben“, berichtete Geschäftsführer André Lang während eines Medientermins des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti) am 6. Januar 2015 in Chemnitz. Die mit einem Metallfaser-Anteil ausgerüsteten Textilien können u. a. als Dach-, Wand- oder Fußbodenheizungen in Gebäuden bzw. Gehwegen eingesetzt werden, ebenso als Wärmequellen an vereisungsgefährdeten Behältern und Rohrleitungen, in Fahrzeugen, im Wellness- und Medizinbereich sowie in Schutzbekleidungen oder in Spezialschuhen.   
 
Da die neuen Vliesstoffe sehr gut Harze aufnehmen, eignen sie sich für die Herstellung von Faserverbundwerkstoffen (Composites), insbesondere von glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK).  So können im Flugzeugbau eingesetzte beheizbare GFK die Eisbildung an Tragflächen bzw. Außenhaut verhindern.  „Gegenwärtig entwickeln wir im Rahmen eines vom Bundesforschungsministerium unterstützten Netzwerks wärmeführende Formwerkzeuge aus GFK, mit denen sich dank des homogenen Härtungsprozesses robuste Composites-Bauteile besser und effektiver herstellen lassen als bisher“, erläuterte André Lang: „Unsere ersten damit gefertigten Prototypen sind mehrfach gewölbte Kunststoffteile für die Scheinwerfer von Pistenbullys.“  Das mittelständische Textilunternehmen kooperiert dabei u. a. mit der für die elektronische Steuerung zuständigen IMM GmbH, Mittweida, und dem Kunststoffverarbeiter Lätzsch GmbH, Kitzscher.
 
Erst unlängst war Norafin von der US-Stiftung für technische Textilien IFF für sein innovatives Vliesstoff-Sortiment mit dem Markennamen Norafin Komanda® ausgezeichnet worden. Diese waschbeständigen Materialien eignen sich u. a. zur Herstellung von Schutzbekleidungen für Gießerei-Arbeiter, für Schweißer oder für Starkstrom-Monteure.  Das für kundenspezifische Produktentwicklungen bekannte Unternehmen generiert 70 Prozent seines Umsatzes im Export, insbesondere in den USA, den Niederlanden, in Tschechien, Frankreich, Belgien und Großbritannien. 2014 betrug der Jahresumsatz rund 23 Mio. EUR.  Die mittlerweile von 150 Mitarbeitern hergestellten technischen Textilien werden überwiegend für die industrielle Filtration, für Schutzbekleidungen, für die Herstellung von Composites sowie im Medizinbereich eingesetzt.  Mit Unterstützung des deutschen Investors Pinova Capital GmbH, München, investiert Norafin in Mildenau in den Jahren 2013 bis 2016 rund 13,5 Millionen EUR in die Erweiterung der Produktion. So ging vor anderthalb Jahren die zweite Wasserstrahllinie der Firma in Betrieb, auf der im so genannten Spunlace-Verfahren sowohl Hochleistungskunstfasern als auch Natur- bzw. Mineralfasern verarbeitet werden können.
 
 
Norafin Mildenau
Die Geschichte von Norafin reicht bis ins Jahr 1983 zurück, als das später privatisierte Unternehmen in Kooperation mit dem heutigen Sächsischen Textilforschungsinstitut Chemnitz (STFI) die erste europäische Wasserstrahllinie zur Vliesherstellung in Betrieb nahm. Nach wie vor nutzt Norafin bei vielen Produktentwicklungen die weltweit anerkannte Vliesstoff-Kompetenz des STFI.   www.norafin.com
 
Pressekontakt: Eveline Salem, Norafin, Tel. 03733 5507-0, eveline.salem@norafin.com
 
 
 

Tragfähiges Konzept für bislang größtes Netzwerkprojekt in ostdeutscher Textil- und Texiltechnikbranche steht

vti: „futureTEX“ ist auf richtigem Weg / Zukunftsmodell für Traditionsbranchen

Chemnitz / Berlin, 28. November 2014 - Das Konzept für die Umsetzung des bislang größten vom Bund geförderten Forschungsnetzwerkprojekts in der ostdeutschen Textil- und Textilmaschinenbauindustrie steht. Am Freitag, 28. November 2014, übergibt Netzwerkmanager Dirk Zschenderlein die unter Leitung von Andreas Berthel, Geschäftsführender Direktor des Sächsischen Textilforschungsinstituts (STFI), Chemnitz, in den vergangenen Monaten ausgearbeitete Roadmap in Berlin an den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beauftragten Projektträger Jülich. Das bis 2019 konzipierte Vorhaben trägt den Titel „futureTEX - Ein Zukunftsmodell für Traditionsbranchen in der vierten industriellen Revolution“. Im Resultat eines Wettbewerbs hatte das BMBF einem vom STFI geführten Firmen- und Forschungskonsortium rund 45 Mio. EUR für branchenübergreifende interdisziplinäre Forschungsvorhaben aus dem Programm „Zwanzig 20 – Partnerschaft für Innovation“ zugesprochen.

„Seit dem Projektstart zu Jahresbeginn hat das Steuerungsteam hervorragende strategisch konzeptionelle Arbeit geleistet. Aus unserer Sicht ist das bisher in seiner Dimension und Bedeutung beispiellose futureTEX-Projekt genau auf dem richtigen Weg“, lautet die Einschätzung von Bertram Höfer, Hauptgeschäftsführer des in Chemnitz ansässigen Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti): „Wir hoffen, dass das BMBF nach eingehender Prüfung im Februar 2015 die Roadmap bestätigt und die Beteiligten zügig mit den umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten beginnen können. Deren Ergebnisse werden unserer mittelständisch strukturierten Branche lebenswichtige Impulse für das weitere erfolgreiche Bestehen im globalen Wettbewerb bringen.“ Gegenwärtig beteiligen sich bereits 118 überwiegend kleine und mittelständische Firmen, 47 Forschungseinrichtungen sowie 14 Verbände und andere Organisationen aus 14 Bundesländern an dem weiterhin offenen Netzwerk, das interdisziplinär zusammengesetzt ist. Wie es die Fördermittelrichtlinie des BMBF vorschreibt, kommen mehr als 80 Prozent der Akteure aus den jungen Bundesländern.

Die in der Roadmap definierten Hauptforschungsrichtungen und inhaltlichen Schwerpunkte von „futureTEX“ sind die Erhöhung der Ressourceneffizienz und die Durchsetzung eines ökologisch nachhaltigen Gesamtprozesses nach dem Kreislaufprinzip; der Aufbau von Smart Factories und kundenorientierten flexiblen Wertschöpfungsketten; die Entwicklung textiler Zukunftsprodukte mit qualitativ neuen Funktionen; modernes Wissens- und Innovationsmanagement sowie die langfristige Sicherung des Fach- und Führungskräftenachwuchses. Übergreifendes Ziel ist der Aufbau des modernsten textilen Wertschöpfungsnetzwerks in Europa bis zum Jahr 2030, das zugleich als Beispiel für andere deutsche Traditionsbranchen dient. Über Einzelheiten zu den Inhalten, Aktivitäten sowie zur Organisationsstruktur von „futureTEX“ informiert die Homepage
www.futureTEX2020.de.
 
 
 

mtex und LiMA – Hohes Niveau

mtex_News 2014
Reges Interesse für Innovationen auf der mtex/LiMA
14.07.2014 — 7-8/2014 Juli/August — Auf hohem fachlichem Niveau gingen die 5. Internationale Mobiltextilien-Schau „mtex“ sowie die 3. Leichtbau-Ausstellung für den Maschinen- und Anlagenbau „LiMA“ vom 14. bis 16. Mai 2014 in Chemnitz über die Bühne. 88 Aussteller aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Indien, Israel und der Schweiz präsentierten im Freistaat Sachsen, inmitten einer der wichtigsten deutschen Automobilbau-, Maschinenbau- und Textilregion, ihr Leistungsspektrum.

"mtex" und "LiMA" fanden erstmals im Rahmen der neu konzipierten „Chemnitzer Fachmessen“ parallel zur Sächsischen Industriemesse SIT und dem „IT Anwenderforum“ statt. Nahezu 5.000 Besucher informierten sich bei den mehr als 300 Ausstellern über die Neuheiten und Offerten, darunter renommierte Forschungsinstitute, und nahmen an Symposien sowie Workshops teil. Neben Gästen aus Deutschland konnten Fachbesucher aus Belgien, Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Israel, Japan, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz, Russland und Tschechien zu den Mobiltextilien- und Leichtbaumessen begrüßt werden.

„Ressourceneffizienz ist der Schlüssel für ertragreiches und zugleich nachhaltiges Wirtschaften in der Zukunft. Dabei kommt der Material- und Energieeffizienz bei der Herstellung von Leichtbaustrukturen in Großserie eine zentrale Stellung zu. Den Stand unserer Forschungen haben wir daher auf diese Thematik ausgerichtet und sind branchenübergreifend auf ein starkes Interesse gestoßen“, betonte Prof. Dr. Lothar Kroll, Koordinator und Sprecher des einzigen Bundesexzellenzclusters für Leichtbauforschung MERGE, der an der TU Chemnitz angesiedelt ist.

„Das Fachmessen-Quartett machte es möglich, auch Unternehmen anderer Branchen kennenzulernen. Wir hatten beispielsweise gute Gespräche mit Experten aus dem Maschinenbau und der Papierindustrie. So etwas hilft, eine gewisse Betriebsblindheit zu überwinden“, resümierte Andreas Ludwig, Geschäftsführer der in Thüringen ansässigen Thorey Gera Textilveredelung GmbH.

Andreas Hämmerle, Geschäftsführer der Teccno Tex GmbH, Höchst, und Koordinator des österreichischen Gemeinschaftsstandes, schätzte ein, dass sich die erstmalige Teilnahme an der mtex in jeder Hinsicht gelohnt habe: „Wir konnten interessante Kontakte herstellen beziehungsweise weiterentwickeln. Wir haben konkrete Anfragen mitgenommen und sogar schon kleinere Aufträge erhalten. Ich bin sicher, dass in Zukunft Projekte mit Partnern aus der sächsisch-thüringischen Industrieregion zustande kommen.“ Mit einer Kollektivschau demonstrierten die Vorarlberger Textilhersteller Alge Elastic GmbH, Lustenau; Arula GmbH, Mäder; Spinnerei Feldkirch GmbH, und V-Trion GmbH, Hohenems, ihre Innovationskraft.

Ronald Gerbeth, Verkaufsleiter der Zwickauer Kammgarn GmbH, hob die Qualität der Messekontakte hervor: „Unter anderem konnten wir Gäste aus Süddeutschland und aus Österreich begrüßen. Da die Messe ganz in der Nähe unseres Firmensitzes stattfand, haben wir mit relativ geringem Aufwand ein sehr gutes Ergebnis erreicht. Ein Lob gilt der professionellen Organisation der Fachmessen insgesamt. Beim nächsten Mal hoffen wir auf noch mehr Präsenz von Automobilzulieferern.“

Große Beachtung in der Fachwelt fand der erstmals vergebene Innovationspreis der „mtex“. Die Auszeichnung erhielt Christian Franz vom Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden. Der 28-jährige Diplom-Ingenieur wurde für seine Leistungen im Rahmen des Forschungsprojekts „Kettengewirkestrukturen mit Funktionsintegration“ geehrt. Er entwickelte eine Technologie, mit der z. B. die für Elektroautos benötigten leichtgewichtigen textilen Heizelemente weitaus effektiver als bisher hergestellt werden können.

Metall-, Holz-, Textil- und Kunststoffverbunde spielten die dominierende Rolle auf der Leichtbau-Ausstellung für den Maschinen- und Anlagenbau „LiMA“. Eine Weltneuheit präsentierten die Chemnitzer Entwickler von Voith Engineering Services und des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik. Sie stellten das 1:1-Modell eines Leichtbau-Triebkopfs für einen Hochgeschwindigkeitszug vor, der in Aluminiumschaum-Sandwich-Bauweise gefertigt wurde. Damit ist eine Gewichtsersparnis von bis zu 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Schienenfahrzeugkonzepten möglich. Forscher der TU Chemnitz zeigten ein Hängefördersystem mit Holzverbund-Profilen für die Automobilindustrie. Composite-Know-how offerierte die Karl Mayer Textilmaschinenfabrik GmbH aus Obertshausen. Das Unternehmen entwickelt und produziert u. a. komplexe Profile und Hohlkörper bis zu sieben Metern Länge in Hybridbauweise.

Regen Zuspruch verzeichnete der zur Gewinnung von Berufsnachwuchs veranstaltete „Fachkräfte- und Studententag“ der „Chemnitzer Fachmessen“ am 16. Mai. Die nächste Auflage des Messe-Quartetts wird im Mai 2016 stattfinden.

Weitere Artikel der Fachzeitschrift textile network finden Sie unter folgendem Link:
 
 
 

5. Internationale Mobiltextilien-Schau „mtex“ und 3. Leichtbau-Ausstellung „LiMA“ gingen in Chemnitz erfolgreich über die Bühne

Triebkopf für Hochgeschwindigkeitszüge in Aluschaum-Sandwich-Bauweise als Weltneuheit präsentiert

Chemnitz.  Auf hohem fachlichen Niveau gingen die 5. Internationale Mobiltextilien-Schau „mtex“  sowie die 3. Leichtbau-Ausstellung für den Maschinen-  und Anlagenbau „LiMA“ vom 14. bis 16. Mai 2014 in  Chemnitz über die Bühne.  88 Aussteller aus  Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Indien, Israel und der Schweiz präsentierten im Freistaat Sachsen, inmitten einer der wichtigsten deutschen Automobilbau-, Maschinenbau- und Textilregion, ihr Leistungsspektrum.   "mtex" und "LiMA" fanden erstmals im Rahmen der neu konzipierten „Chemnitzer Fachmessen“ parallel zur Sächsischen Industriemesse  SIT und dem „IT Anwenderforum“ statt.  Insgesamt begutachteten  nahezu  5.000 Besucher die Offerten der über 300 Aussteller, darunter renommierte Forschungsinstitute, und nahmen an Symposien sowie Workshops teil. Neben Gästen aus Deutschland konnten Fachbesucher aus  Belgien, Brasilien,  China, Frankreich, Großbritannien, Israel, Japan, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz, Russland und Tschechien zu den  Mobiltextilien- und Leichtbaumessen begrüßt werden.
 
„Ressourceneffizienz ist der Schlüssel für ertragreiches und zugleich nachhaltiges Wirtschaften in der Zukunft. Dabei kommt der Material- und Energieeffizienz bei der Herstellung von Leichtbaustrukturen in Großserie eine zentrale Stellung zu. Den Stand unserer Forschungen haben wir daher auf diese Thematik ausgerichtet und sind branchenübergreifend auf ein starkes Interesse gestoßen“,  betonte Prof. Dr. Lothar Kroll, Koordinator und Sprecher des einzigen Bundesexzellenzclusters für Leichtbauforschung MERGE, der an der TU Chemnitz angesiedelt ist.  
 
„Das Fachmessen-Quartett machte es möglich, auch Unternehmen anderer Branchen kennenzulernen. Wir hatten beispielsweise gute Gespräche mit Experten aus dem Maschinenbau und der Papierindustrie. So etwas hilft, eine gewisse Betriebsblindheit zu überwinden“, resümierte Andreas Ludwig, Geschäftsführer der in Thüringen ansässigen Thorey Gera Textilveredelung GmbH. 
 
Andreas Hämmerle, Geschäftsführer der Teccno Tex GmbH, Höchst, und Koordinator des österreichischen Gemeinschaftsstandes, schätzte ein, dass sich die erstmalige Teilnahme an der mtex in jeder Hinsicht gelohnt habe: „Wir konnten interessante Kontakte herstellen beziehungsweise weiterentwickeln. Wir haben konkrete Anfragen mitgenommen und sogar schon kleinere Aufträge erhalten. Ich bin sicher, dass in Zukunft Projekte mit Partnern aus der sächsisch-thüringischen Industrieregion zustande kommen.“ Mit einer Kollektivschau demonstrierten die Vorarlberger Textilhersteller Alge Elastic GmbH, Lustenau; ARULA GmbH, Mäder;  Spinnerei Feldkirch GmbH, und V-Trion GmbH, Hohenems, ihre Innovationskraft.
 
Ronald Gerbeth, Verkaufsleiter der Zwickauer Kammgarn GmbH,  hob die Qualität der Messekontakte hervor: „Unter anderem konnten wir Gäste aus Süddeutschland und aus Österreich begrüßen. Da die Messe ganz in der Nähe unseres Firmensitzes stattfand, haben wir mit relativ geringem Aufwand ein sehr gutes  Ergebnis erreicht. Ein Lob gilt der professionellen Organisation der Fachmessen insgesamt.  Beim nächsten Mal hoffen wir auf noch mehr Präsenz von Automobilzulieferern.“
 
Große Beachtung in der Fachwelt fand der erstmals vergebene Innovationspreis der „mtex“. Die Auszeichnung erhielt  Christian Franz vom Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungs­werkstofftechnik (ITM) der TU Dresden. Der 28-jährige Diplom-Ingenieur wurde für seine Leistungen im Rahmen des Forschungsprojekts „Kettengewirkestrukturen mit Funktionsintegra­tion“ geehrt. Er entwickelte eine Technologie, mit der z. B. die für Elektro­autos benötigten leichtgewichtigen textilen Heizelemente weitaus effektiver als bisher hergestellt werden können ( weitere Informationen hierzu auf www.mtex-chemnitz.de).
 
Metall-, Holz-, Textil- und Kunststoffverbunde spielten die dominierende Rolle auf der Leichtbau-Ausstellung für den Maschinen- und Anlagenbau „LiMA“. Eine Weltneuheit präsentierten die Chemnitzer Entwickler von Voith Engineering Services und des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik. Sie stellten das 1:1-Modell eines Leichtbau-Triebkopfs für einen Hochgeschwindigkeitszug vor, der in Aluminiumschaum-Sandwich-Bauweise gefertigt wurde. Damit  ist eine Gewichtsersparnis von bis zu 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Schienenfahrzeugkonzepten möglich. 
 
Forscher der TU Chemnitz zeigten ein Hängefördersystem mit Holzverbund-Profilen für die Automobilindustrie.  Composite-Know-how offerierte die Karl Mayer Textilmaschinenfabrik GmbH aus Obertshausen. Das Unternehmen entwickelt und produziert u. a. komplexe Profile und Hohlkörper bis zu sieben Metern Länge in Hybridbauweise.
 
Regen Zuspruch verzeichnete der zur Gewinnung von Berufsnachwuchs veranstaltete „Fachkräfte- und Studententag“ der „Chemnitzer Fachmessen“ am 16. Mai.  Die nächste Auflage des Messe-Quartetts wird im Mai 2016 stattfinden.
 
Messekontakt:                                                                    Pressekontakt:
C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH               Ina Reichel
André Rehn, Projektleiter Fachmessen                         Freie Journalistin
Tel.: +49 (0)371-38038-106                                              Tel.: 0371-7743510
Fax: +49 (0)371- 38038-109                                             Fax: 0371-7743511
E-Mail: a.rehn@c3-chemnitz.de                                       E-Mail: inareichel@ma-reichel.de
 
 
 
 

5. mtex: Erster Innovationspreis der internationalen Chemnitzer Mobiltextilienschau geht nach Dresden

Neue Wirkerei-Technologie aus dem ITM der TU Dresden ermöglicht effektivere Herstellung von Mobiltextilien

mtex Innovationspreis 2014_Preisverleihung
Chemnitz / Dresden, 16. Mai 2014 - Die vom 14. – 16. Mai 2014 zum fünften Mal in Chemnitz stattfindende Internationale Ausstellung für Textilien und Leichtbau im Fahrzeugbau „mtex“ hat erstmals einen Innovationspreis vergeben. Die Auszeichnung erhielt  Christian Franz vom Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden. Der 28-jährige  Diplom-Ingenieur wurde geehrt für seine Leistungen im Rahmen des Forschungsprojekts „Kettengewirkestrukturen mit Funktionsintegration“.  

Unter Federführung von Dr.-Ing. Gerald Hoffmann, Leiter der Forschungsgruppe „Flächenbildungstechnik“ am ITM, hat Christian Franz eine Technologie entwickelt, mit der beispielsweise die für Elektroautos benötigten leichtgewichtigen textilen Heizelemente weitaus effektiver als bisher hergestellt werden können. „Das ist ein weiterer Schritt hin zu allgemein erschwinglicher Elektromobilität“, begründete Jury-Vorsitzender Prof. Dr.-Ing. Markus Michael, Inhaber der Stiftungsprofessur für Technische Textilien & Textile Maschinenelemente an der TU Chemnitz, die Entscheidung des Preiskomitees: „Uns ist die Wahl nicht leicht gefallen. Insgesamt lagen sieben aussichtsreiche Bewerbungen für den von unserer Professur gestifteten Ehrenpreis vor, der nicht mit einer Geldzuwendung verbunden ist. Wir danken dem Fachbereich Textildesign der Westsächsischen Hochschule Zwickau in Schneeberg für die Gestaltung unseres ersten ‚mtex-Pokals’. Kreiert hat ihn Denise Benzing im Rahmen eines studentischen Wettbewerbs.“ 
 
Mit dem preisgekrönten neuen Schusseintragungssystem aus Dresden lassen sich elektrisch leitfähige Fäden mit vergleichsweise geringem Aufwand in den Maschenbildungsprozess bei der Herstellung von technischen Gewirken einbringen.  Textilproduzenten, die sich einer entsprechenden Zusatzeinrichtung an ihren Kettenwirkmaschinen bedienen, können künftig eine Kostenreduzierung von mindestens 80 Prozent erreichen. In Deutschland verfügen rund 50 mittelständische Textilunternehmen über dafür geeignete Wirktechnik.  „Als erstes praktikables Anwendungsbeispiel haben wir am ITM eine in einem Abstandsgewirke integrierte Heizstruktur für einen Autositz hergestellt“, berichtet Institutsdirektor Prof. Dr.-Ing. Chokri Cherif:
 
„Wir bedanken uns bei unseren Industriepartnern Karl Mayer LIBA Textilmaschinenfabrik, Naila, der Audi AG, Ingolstadt, und der B&R Industrie-Elektronik GmbH, Ismaning, für deren Unterstützung.  Vor allem danken wir der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen und dem Forschungskuratorium Textil für die Bereitstellung der Fördermittel zu diesem mehrjährigen Forschungsprojekt.“   Die von Christian Franz und dem ITM-Team entwickelte neue Schusseintrag-Technologie für die Kettenwirkerei kann auch bei der Herstellung von Faserverbundmaterialien (Composites) auf der Basis von Aramid-, Carbon- und Glasfasergarnen angewendet werden.   http://tu-dresden.de/mw/itm
 
Hinweis an die Redaktion: Christian Franz konnte zur Preisverleihung am 14. Mai nicht zugegen sein. Deshalb hat Dipl.-Ing. Martin Kern, der bei der konstruktiven Ausarbeitung des Schusseinlegesystems mitgewirkt hat, stellvertretend für ihn den Preis entgegengenommen.  
 
ITM Schussfadenvorrichtung
Bildtexte:
 
Dipl.-Ing. Martin Kern (2. v. r.) und ITM-Direktor Prof. Dr.-Ing. Chokri Cherif nahmen bei der Übergabe des ersten mtex-Innovationspreises die Glückwünsche von Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok sowie vom mtex-Messebeiratsvorsitzenden Dr. Uwe Möhring (TITV Greiz) und Prof. Dr. Markus Michael (TU Chemnitz) entgegen (v. l.) 
Foto: mtex / Kristin Schmidt

Detailaufnahme der Schussfadenvorrichtung  aus Dresden.  Foto: ITM
 
 
Pressekontakt zum ITM der TU Dresden
Annett Dörfel, Öffentlichkeitsarbeit am ITM Tel.  +49 351 463-39321
E-Mail: i.textilmaschinen@tu-dresden.de 
 
Messekontakt:                                                                    Pressekontakt:
C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH               Ina Reichel
André Rehn, Projektleiter Fachmessen                         Freie Journalistin
Tel.: +49 (0)371-38038-106                                              Tel.: 0371-7743510
Fax: +49 (0)371- 38038-109                                             Fax: 0371-7743511
E-Mail: a.rehn@c3-chemnitz.de                                       E-Mail: inareichel@ma-reichel.de
 
 
 

Solarpionier Louis Palmer bei „Forscher entdecken“ zu den Chemnitzer Fachmessen

Sein Traum ist es, der Welt die Chancen und den gesellschaftlichen Mehrwert erneuerbarer Energien aufzuzeigen. Diesen Traum setzt er in die Tat um, u. a. mit einem elektrisch angetriebenen Auto, das seine Energie von mitgeführten und stationären Photovoltaikmodulen erhält. Als erster Mensch umrundete er mit einem solarbetriebenen Fahrzeug die Welt und legte über 54.000 Kilometer zurück. Am 14. Mai 2014 ist Solarpionier Louis Palmer bei den Chemnitzer Fachmessen zu Gast. In der Reihe „Forscher entdecken“ (Beginn 16.30 Uhr) spricht er zum Thema „Weiter denken! Weiter fahren! Mit der Sonne um die Erde“.
Zur Veranstaltung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK) erörtern Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im Beisein von Wissenschaftsministerin Prof. Sabine von Schorlemer, wie sich die Zusammenarbeit von Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen weiter verbessern lässt.
Im Jahr 2010 hatte das SMWK die Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen. 2014 reiht sich „Forscher entdecken!“ 2014 in die Initiative der Sächsischen Staatsregierung „Sachsen weiterdenken – Einladung zum Dialog“ ein. Ziel ist es, für die Zukunftsfähigkeit Sachsens auch künftig optimale Bedingungen zu bieten. Dazu gehört ein starker Forschungs- und Technologiestandort.
 
 
 

Chemnitzer Innovationen machen Wintersport auch im Sommer möglich

Snowboard
Das war kein verspäteter Aprilscherz: Am 24. April 2014 startete bei schönstem Sonnenschein und sommerlichen 20 Grad Celsius in Chemnitz die Wintersportsaison 2014. Mit zwei echten Chemnitzer Innovationen und den Deutschen Hochschulmeistern im Snowboarden Paul Baudach und Henning Rabe von der TU Chemnitz an einem auch über Chemnitz hinaus bekannten Ort: dem Karl-Marx-Monument, sächsisch-liebevoll „Nischl“ genannt.
Möglich machten es die textile Skipiste von Mr. Snow und die „mitdenkenden“ Snowboards von Silbaerg, beides Start-ups aus der TU Chemnitz. Ihre Produkte gehören zu den Vorzeige-Exponaten der Sonderschau „Sächsische Innovationen und Technologien“ auf den Chemnitzer Fachmessen. Dort gibt es noch mehr Leichtbauentwicklungen für den Fahrzeug- und Maschinenbau, innovative Zulieferleistungen für die Industrie und mittelstandsorientierte IT-Anwendungen – nicht nur aus Chemnitz, sondern auch aus dem weiteren Deutschland und dem europäischen Ausland zu sehen. Chemnitz wird mit den vier Fachmessen mtex, LiMA, SIT und IT Anwenderforum sowie international besetzten Symposien dem Ruf als mitteldeutsche Industriehauptstadt wieder einmal mehr als gerecht.
 
Foto: Kristin Schmidt
 
 
 
 
 

VDI ZRE: Ausstellung zum Wettbewerbsvorteil Ressourceneffizienz

„Material- und Ressourceneffizienz – Schlüssel für eine profitable Zukunft“ heißt das Motto der Chemnitzer Fachmessen vom 14. bis 16. Mai. Passend dazu macht in der Messe Chemnitz die Wanderausstellung „Wettbewerbsvorteil Ressourceneffizienz - Das zahlt sich aus“ vom VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) Station. Sie gibt kleinen und mittleren Unternehmen Tipps, wie sie durch den nachhaltigen Einsatz von Material bares Geld sparen können und will Entscheider motivieren, auch in ihrem Betrieb Ressourceneffizienz umzusetzen.
Die Wanderausstellung stellt in fünf Kapiteln das Thema Ressourceneffizienz vor und zeigt anhand von Best-Practice-Beispielen wie es erfolgreich umgesetzt werden kann und welche Wettbewerbsvorteile damit verbunden sind. Darüber hinaus informiert die Schau über bestehende Instrumente des VDI ZRE, die Unternehmen helfen, Einsparpotenziale zu erkennen, liefert konkrete Tipps für die „ersten Schritte“ und zeigt, wo Unternehmen Hilfestellung zu Beratung und Förderung erhalten.
Der Management-Leitfaden ergänzt die Ausstellung und ist eine echte Gebrauchsanweisung
für die Umsetzung von Ressourceneffizienz im eigenen Unternehmen. Er liefert Entscheidern
vertiefende Informationen und liegt zum Mitnehmen bereit.
Mehr Informationen zu Wanderausstellung und Management-Leitfaden sowie zum Thema
Ressourceneffizienz gibt es unter:
 
 
 

Fraunhofer ITWM auf der mtex

Modellierung und Simulation der Eigenschaften von Mobiltextilien

Mobiltextilien müssen perfekt sitzen: die Bezugstoffe eines Autositzes sollen sich an unterschiedliche Sitzformen (bzw. deren Nutzer) anpassen und ihre Form auch noch nach Jahren intensiver Benutzung beibehalten; die Textilinnenverkleidung eines Fahrzeuges ist so glatt und lückenlos auf die Formteile aufzubringen, dass keine störenden Verzerrungen sichtbar werden.
 
Die Auswahl und Optimierung geeigneter Textilien beginnt bei der Betrachtung von deren Mikrostruktur. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik in Kaiserslautern (ITWM) beschäftigen sich schon länger mit der Modellierung technischer Textilien bzw. deren Eigenschaften. Im Fokus steht die mechanische Mehrskalenmodellierung und -simulation von Textilien und Fasermaterialien mit heterogener Mikrostruktur unter besonderer Berücksichtigung des Kontakts zwischen den einzelnen Fäden. Das Problem wird dabei durch die unterschiedlichen geometrischen Längenskalen so komplex, dass eine direkte numerische Simulation nicht mehr möglich ist. Für eine effektive Berechnung ist stattdessen ein Mehrskalenzugang erforderlich.
 
Die angewandte Homogenisierungsmethode leitet hierfür ein effektives phänomenologisches Materialgesetz her, das aufgrund des Kontaktes zwischen den Fäden elasto-plastisch und nichtlinear ist. Als Werkzeug zur Simulation einer repräsentativen Strukturzelle eines Textils dient die Finite-Element-Methode, die mit Balkenelementen umgesetzt und für die Behandlung von Fadenkontaktproblemen in einem speziell am Fraunhofer ITWM entwickelten Softwarepaket erweitert und implementiert wurde.  Als Eingangsgrößen benötigt das Simulationstool neben der Mikrostrukturbeschreibung des betrachteten Textils die Faserquerschnittsgeometrie sowie mechanische Faserparameter, wie Zugsteifigkeit, Festigkeit, Lebensdauer und Reibung. Als Output werden die effektiven mechanischen Textilgrößen zurückgegeben. Neben der Berechnung der effektiven mechanischen Materialeigenschaften für eine Vielzahl bereits existierender gewebter und gestrickter Textilien aus technischen und medizinischen Anwendungen bietet der Ansatz auch das Potential zur gezielten Auslegung neuer Textilien mit vorgegebenem mechanischem Eigenschaftsprofil.   www.itwm.fraunhofer.de
 
 
 
 

14. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung am 13./14. Mai 2014

Großserientaugliche Faserverbundbauteile im Fokus

Attraktives Vortragsprogramm zu Erkenntnissen aus Forschung und Industrie / Terminkoordination mit Mobiltex-Schau mtex und Leichtbau-Ausstellung LiMA / Bundesexzellenzcluster MERGE der TU Chemnitz präsentiert erste Arbeitsergebnisse

Chemnitz, Februar 2014 - „Bei der Entwicklung textiler Technologien für die Herstellung hochleistungsfähiger Faserverbundbauteile in Großserie haben wir interessante Fortschritte erzielt.  Über Einzelheiten werden wir die Fachwelt auf der diesjährigen Chemnitzer Textiltechnik-Tagung informieren.“ Das kündigte Prof. Dr. Lothar Kroll, Direktor des Cetex Instituts, Chemnitz, und des Instituts für Strukturleichtbau der TU Chemnitz, an. Er hält einen der Eröffnungsvorträge auf der 14. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung (CTT), die unter dem Motto „Mehrwert durch Textiltechnik“ am 13. und 14. Mai 2014 in der sächsischen Industriemetropole stattfindet. Gleichfalls zum Auftakt der 14. CTT widmet sich Dr. Thomas Maurer, BMW Group, in seinem Vortrag textilen Bauweisen in tragenden Strukturen für industrielle Anwendungen in der Verkehrstechnik. Einen Überblick über die Marktsituation bei faserverstärkten Kunststoffen liefert Volker Mathes, AVK - Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V., Frankfurt/Main.

An beiden Veranstaltungstagen legen rund 50 Experten aus Deutschland, Österreich und Tschechien in fünf Sektionen ihre Erkenntnisse dar. Wissenschaftler aus renommierten Forschungsinstituten sind ebenso vertreten wie Entwicklungsingenieure bzw. -manager aus dem Textilmaschinenbau, aus der Textilindustrie sowie aus der Leichtbaubranche.  Die Tagung ist strukturiert in die Themenkomplexe „Ressourceneffiziente Textilmaschinen und Verfahren“; „Funktionalisierung / Smart Textiles“;  „Halbzeuge / Preformtechnologien / Verbundbauteile“;  „Prozess- und Struktursimulation“ und „Nachhaltigkeit textiler Prozesse und Produkte“. Veranstalter der 14. CTT sind der Förderverein Cetex Chemnitzer Textilmaschinenentwicklung e. V.; die Institute für Strukturleichtbau (IST) und für Fördertechnik und Kunststoffe (ifk) der TU Chemnitz, das Sächsische Textilforschungsinstitut (STFI), Chemnitz, und der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. (vti). Sie erwarten weit über 200 Konferenzteilnehmer aus dem In- und Ausland. 

„Einen attraktiven Mehrwert bieten wir unseren Tagungsgästen durch die erstmals erfolgte Terminabstimmung mit zwei einschlägigen Fachveranstaltungen, die am zweiten Konferenztag in Chemnitz beginnen. Dort wird auch das von Prof. Dr. Lothar Kroll geleitete Bundesexzellenzcluster MERGE erste Ergebnisse seiner Arbeit präsentieren“, erläutert Dr.-Ing. Wolfgang Nendel, Vorstandsvorsitzender des Cetex-Vereins. Vom 14. bis 16. Mai 2014  finden auf dem Chemnitzer Messegelände die 5. Mobiltextilien-Schau „mtex“ sowie die 3. Leichtbau-Ausstellung „LiMA“ statt (jeweils mit Begleitsymposium). Beide Ereignisse sind Bestandteil der neu konzipierten „Chemnitzer Fachmessen“, zu denen auch die Sächsische Industrie- und Technologiemesse SIT und ein IT-Anwenderforum gehören.  

Programm und Anmeldung: www.chemtextiles.de
 
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Sebastian Nendel, Forschungsleiter des Cetex Instituts, prüft die Qualität eines Organoblechs, in dem Basaltfasern in Form von thermoplastischen UD-Tapes verarbeitet sind. Er hält auf der 14. Chemnitzer Textiltechniktagung (13./14.  Mai 2014) einen Vortrag zum Thema „Basaltfaserverstärkte thermoplastische Strukturbauteile für Hochleistungsanwendungen“. Das Cetex Institut gehört zu den Akteuren des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützten „Basaltfasernetzwerks“, in dem 25 Firmen und Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland mitwirken. 
Foto: W. Schmidt www. chemtextiles.de / www.bafanet.com
 
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Beispiele für basaltfaserverstärkte Halbzeuge und Strukturbauteile, die das Cetex Institut Chemnitz gemeinsam mit Partnern des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützten „Basaltfasernetzwerks“ entwickelt hat.  Cetex-Forschungsleiter Sebastian Nendel hält auf der 14. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung (13./14. Mai 2014) einen Vortrag zum Thema „Basaltfaserverstärkte thermoplastische Strukturbauteile für Hochleistungsanwendungen“.  
Foto: W. Schmidt www.chemtextiles.de  / www.bafanet.com


Pressekontakt: Dr.-Ing. Wolfgang Nendel, TU Chemnitz, Fakultät für Maschinenbau, Institut für Strukturleichtbau, Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung (SLK), Vorsitzender des Fördervereins Cetex Chemnitzer Textilmaschinenentwicklung e.V., Tel. 0371 531 32 545, wolfgang.nendel@hrz.tu-chemnitz.de
 
 
 

mtex: Österreich zeigt deutlich Flagge

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Mit einem Gemeinschaftsstand sind fünf österreichische Firmen aus der Region Vorarlberg erstmals auf der mtex vertreten.

So präsentiert die Alge Elastic GmbH, Lustenau, elastische und unelastische Bänder sowie technische Netze, die den besonderen Anforderungen der Fahrzeug- und der Luftfahrtbranche entsprechen (www.algeelastic.at). 

Der renommierte Strickwarenproduzent ARULA GmbH, Mäder, zeigt u. a. Spezialartikel für Beschichtungsrücken, die bei der Verarbeitung von Kunstleder für automobiles Interieur zum Einsatz kommen (www.arula-textile.com). 

Die Spinnerei Feldkirch GmbH informiert über ihr Leistungsspektrum bei der Herstellung von Qualitätsgarnen aus hochwertigen Kunst- und Naturfasern mit Feinheiten von Nm 50/1 bis Nm 280/1 (www.spinnerei-feldkirch.at).
 
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Die V-Trion GmbH, Hohenems, bietet sowohl Prüf- als auch Forschungs- und Entwicklungsleistungen für Partner in der Textilindustrie und angelagerter Branchen (www.v-trion.at).

„Deutschland ist für unsere Firmen ein interessanter Markt. Wir hoffen in Sachsen auf gute Kontakte“, sagt Andreas Hämmerle, Organisator des Gemeinschaftsstandes. Er ist Geschäftsführer der Teccno Tex GmbH, Höchst, die Textilhersteller u. a. bei der Erschließung neuer Märkte unterstützt (www.teccnotex.at).

Bildquelle: Alge Elastic
 
 
 

Mit textiler Hightech-Ausrüstung Farbe bekennen

Alterfil Nähfaden GmbH seit 20 Jahren international gut im Geschäft

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Oederan, 6. Januar 2014 -  Deutsche Hersteller von Näh-, Stick- und Ziergarnen müssen ganz besondere Qualität(en) bieten, wenn sie im globalen Wettbewerb bestehen wollen. Die Alterfil Nähfaden GmbH im sächsischen Oederan behauptet sich seit ihrer Neugründung vor 20 Jahren mit Erfolg auf wichtigen Textilmärkten in Europa und Übersee.  Die Fäden „Made in Germany“ sind u. a. gefragt bei Produzenten von klassischer Oberbekleidung, von hochwertiger Bodywear, von Miederwaren sowie von Sport- und Freizeitmode. Zudem beliefert Alterfil namhafte Hersteller von Matratzen, technischen Filtern und Medizintextilien sowie  Automobilzulieferer.

„Uns kommt zugute, dass wir über eine eigene Färberei sowie über sehr spezielles Know-how beim Beschichten von Fäden, Garnen und Rovings, also Faserbündeln, verfügen“, erläutert Geschäftsführer Gosbert Amrhein. Allein das Standardsortiment umfasst 730 Farben. Die textilen Rohwaren sowie die Chemikalien und Farben bezieht die Firma überwiegend von deutschen Partnern.  Seit dem Vorjahr produziert Alterfil neuartige Fäden, die beim Färben von konfektionieren Rohprodukten deckungsgleich die Farbe der textilen Flächen annehmen.  Auch anderweitig bleibt das mittelständische Unternehmen technologisch am Ball. „Gegenwärtig beschäftigen  wir uns mit der Herstellung von Basalt-Zwirnen sowie mit der Entwicklung von Hybridgarnen, die unterschiedliche Fasereigenschaften vereinen“, berichtet Gosbert Amrhein: „Außerdem testen wir die so genannte nasschemische Besilberung von Garnen, die dadurch antibakteriell wirken und elektrisch leitfähig sein können.“ Dabei kooperiert die Oederaner Firma im Rahmen von Netzwerkprojekten mit dem Sächsischen Textilforschungsinstitut (STFI) in Chemnitz, dem Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland (TITV) in Greiz, den Technischen Universitäten  in Chemnitz und Dresden sowie mit sächsischen Stickereien, Strickereien, Webereien und Wirkereien.  Zu den Ergebnissen derartiger Entwicklungsarbeiten gehört, das Alterfil mittlerweile Anwender im Carbonfaser-Strukturleichtbau mit technischen Näh- und Stickgarnen beliefert.

Immer wieder steht vor den Oederaner Textilfachleuten die knifflige Aufgabe, Artikel speziell nach Kundenwunsch anzufertigen. Dann heißt es im wahrsten Sinne des Wortes: Farbe bekennen. „Wir können schnell und in hoher Qualität auf aktuelle Modetrends oder neue technische Entwicklungen reagieren. Unsere Erfolge sind vor allem auf unsere hoch motivierten Mitarbeiter zurückzuführen“, betont der 53-jährige Geschäftsführer. Das 45 Mitarbeiter und drei Auszubildende zählende Unternehmen konnte 2013 trotz angespannter Konjunkturlage in der Branche seinen Umsatz mit rund 4 Mio. EUR stabil halten.  Gosbert Amrhein, der gebürtige Franke, ist längst mit seiner Familie in Sachsen heimisch geworden. In der knapp bemessenen Freizeit spielt er Tenorhorn im Oederaner Blasmusikverein, der – wie auch das örtliche Hospiz – von der Alterfil Nähfaden GmbH unterstützt wird.

Patentierte Ausrüstung für glatte Nähte

Hauptprodukt des Nähfadenherstellers ist das Polyester-Coregarn ALTERFIL® S. „Die Anforderungen an die Verarbeitungsqualität von textilen Materialien steigen ständig. Mit unserer patentierten S-Ausrüstung garantieren wir ein hervorragendes Kraft- Dehnungsverhalten, Feinheit, glatte Nähte und - beim Einsatz in Bekleidungsstücken - hohen Tragekomfort“, erläutert Gosbert Amrhein.  Das Geheimnis von ALTERFIL® S liegt in einer speziellen Hightech-Beschichtung, die beim Bügeln aktiviert wird. Dabei werden Ober- und Unterfaden an der Stichverschlingung fixiert, so dass die Naht nicht kräuselt. „Wenn wir beim Nähen von fünf Stichen je Zentimeter ausgehen, ergibt das pro Meter 500 Fixierungspunkte. Beim Bügeln entsteht eine dauerhaft glatte Naht, die sich im Fall von notwendigen Änderungen jedoch problemlos auftrennen lässt“, so Gosbert Amrhein. Die Alterfil Nähfaden GmbH arbeitet auf der Basis des zertifizierten Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001:2000.  Alle Artikel werden gemäß den Richtlinien von ÖKOTEX 100 hergestellt.   

20 Jahre seit Neugründung vergangen

1909 gründete Erwin Kabis die Zwirnerei & Nähfadenfabrik Oederan, die später zum größten Nähfadenhersteller der DDR entwickelte. Nach der Wende produzierte der Betrieb zunächst unter Treuhandverwaltung.  1994 erfolgte die Privatisierung. 2006 übernahmen Gosbert Amrhein und Thomas Seitz die Firma im Management-Buy-out mit 40 Beschäftigten. Seit dem Tod von Thomas Seitz im Jahr 2012 führt Gosbert Amrhein das Unternehmen in alleiniger Verantwortung. Unter dem Slogan „Ideas for your success“ (Ideen für Ihren Erfolg) beliefert das Unternehmen Textil- und Bekleidungshersteller weltweit mit hochwertigen Nähfäden der Eigenmarke ALTERFIL®.  www.alterfil.de

Bildtext: Renate Otto bedient in der Alterfil Nähfaden GmbH im sächsischen Oederan eine Hightech-Anlage zur Beschichtung von Fäden, Stickgarnen und Rovings. Foto: vti-pressedienst/ Wolfgang Schmidt

Pressekontakt: Gosbert Amrhein, Tel. 037292 – 26 112 oder 0172 – 68 74 938
 
 
 

vti: Mittelstand benötigt gerechte Energiepolitik!

Ostdeutsche Textilbranche verzeichnet wieder steigende Nachfrage

Chemnitz, 6. Januar 2014 –  “Die in schwindelerregende Höhen kletternden Energiekosten belasten unsere im globalen Wettbewerb stehenden Textilhersteller in unzumutbarer Weise. Deshalb erwarten wir von der neuen Bundesregierung eine mittelstandsfreundliche Energiepolitik auf der Basis eines gerechten wirtschaftspolitischen Konzepts.“ Das erklärte Bertram Höfer, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti) zur Jahresauftakt-Pressekonferenz des vti in Chemnitz: „Allein die vom Staat erhobene Erneuerbare-Energien-Abgabe ist 2013 von rund 3,6 Cent auf 5,3 Cent je Kilowattstunde gestiegen. In diesem Jahr steigt sie nun gar auf 6,3 Cent. Die Ausnahmeregelungen  für Großabnehmer können unsere Firmen kaum in Anspruch nehmen. Diese unzulässige Belastung des Mittelstands darf nicht so weitergehen. Die Energiewende muss über den Staatshaushalts finanziert werden. Wir benötigen im europäischen Maßstab vergleichbare Rahmenbedingungen bei Energie, Wasser und Abwasser.“  Wie Gregor Götz, Geschäftsführer der Vowalon Beschichtung GmbH, Treuen/Vogtland, berichtete,  macht  der ständig steigende Stromkostenanteil mittlerweile zehn Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung seines Unternehmens aus: „2013 beliefen sich unsere Gesamt-Energiekosten auf rund 1,8 Mio. Euro. Zusätzlich mussten wir mehr als eine Viertelmillion Euro als EEG-Abgabe abführen. Dieses Geld fehlt uns für Investitionen, die wir brauchen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Unsere ausländischen Wettbewerber kennen derartige Belastungen nicht. Wir beschreiten den von uns eingeschlagenen Klageweg weiter.“  (siehe dazu Hintergrund auf Seite 2).

In  Ostdeutschland gibt es rund 260 Textil- und Bekleidungsunternehmen mit 16.000 Beschäftigten. Kernländer der Textilproduktion sind Sachsen mit 12.000 und Thüringen mit 2.500 Mitarbeitern. „In unserer im nationalen wie im europäischen Maßstab bedeutsamen Textilregion verfügen wir über eine nahezu geschlossene Wertschöpfungskette. Spinnereien, Webereien, Strickereien, Vliesstoffproduzenten, Textilveredler und Konfektionäre existieren in enger Nachbarschaft“, erläuterte Bertram Höfer: „Mit ihrem speziellen Know-how und der hohen Qualität ihrer Produkte bestimmen unsere Firmen das Geschehen auf den Weltmärkten mit. Grundlage dafür ist die enge Kooperation mit den Textilforschungsinstituten STFI und Cetex in Chemnitz, ITM an der TU Dresden, FILK in Freiberg, TITV in Greiz, ITL in Reichenbach/Zwickau und TITK in Rudolstadt.“  Die ostdeutsche Branche erwirtschaftet nahezu die Hälfte ihres Umsatzes mit der Herstellung Technischer Textilien für unterschiedliche Einsatzzwecke; 30 Prozent entfallen auf Heimtextilien und reichlich 20 Prozent auf Bekleidung. Nach vorläufigen Schätzungen des vti betrug der Gesamtumsatz der ostdeutschen Textil- und Bekleidungsbranche im Vorjahr rund 1,6 Mrd. Euro, davon 1,2 Mrd. in Sachsen.  Die Exportquote lag bei rund 40 Prozent.  „In der ersten Hälfte des vergangenen Jahres verzeichneten wir im Vergleich zu 2012 erhebliche Umsatzeinbußen, die auf die Absatzkrise im Euro-Raum zurückzuführen waren. Doch seit einigen Monaten zieht die Nachfrage wieder deutlich an, so dass unsere Textil- und Bekleidungshersteller optimistisch in das neue Jahr gestartet sind“, kommentierte der vti-Hauptgeschäftsführer die Situation. Ein erster wichtiger Indikator sei die internationale Leitmesse „Heimtextil“ vom  8. bis 11. Januar 2014 in Frankfurt/Main. Dort präsentieren rund 25 ostdeutsche Hersteller von Dekostoffen, Gardinen, Frottierwaren sowie von Tisch- und Bettwäsche ihre Neuheiten. www.vti-online.de

Hintergrund: Textilbranche kontra EEG-Umlage

Die EU-Kommission hat am 18. Dezember 2013 gegen Deutschland ein Verfahren wegen des Verdachts auf unzulässige Beihilfen bei der Ökostrom-Förderung eröffnet. Nach Ansicht der EU-Kommission verstoßen die Vergünstigungen für Industriebetriebe mit hohem Stromverbrauch gegen die Grundprinzipien des fairen Wettbewerbs in Europa. Dazu sagte Gregor Götz, Geschäftsführer der Vowalon Beschichtung GmbH, Treuen: „Wir begrüßen die Anstrengungen der EU, gegen das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz vorzugehen. Wir sehen uns in unserer Ansicht bestärkt, dass die Förderung der Erneuerbaren Energien in Deutschland generell überprüft und neu geregelt werden muss. Das EU-Verfahren zielt jedoch nicht allgemein auf die Förderung der Erneuerbaren Energien ab; vor allem soll die deutsche Härtefallregelung auf Wettbewerbskonformität überprüft werden.  Das geht uns nicht weit genug. Deshalb werden wir den von uns eingeschlagenen Klageweg fortsetzen, den wir mit Unterstützung des Gesamtverbandes textil+mode und des Verbandes der Nordostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie beschreiten. Der nächste Schritt ist die demnächst zu erwartende Verhandlung der Musterklage der Textilveredelung Drechsel, Selb, am Bundesgerichtshof.“

Die im Frühjahr 2012 angestrengte Musterklage der Vowalon Beschichtung GmbH, Treuen, gegen die EEG-Umlage ist gegenwärtig ausgesetzt. „In Abstimmung mit dem Prozessgegner, dem Chemnitzer Energieversorger enviaM, wurde das Ruhen des Verfahrens beantragt“, teilte der dafür zuständige Rechtsanwalt des Gesamtverbandes textil+mode e. V., Berlin, am 24. Mai 2013 mit: „Wir wählen diesen Weg, da kürzlich das OLG Hamm bei einer der drei Musterklagen deutscher Textilhersteller die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen hat. Dabei handelt es sich um die Klage der Textilveredlung Drechsel GmbH, Selb (Bayern), gegen die Stadtwerke Bochum. Ein solches Vorgehen ist zweckmäßig, weil durch weitere OLG-Entscheidungen weder eine Beschleunigung der Grundsatzentscheidung noch zusätzliche rechtliche Gesichtspunkte zu erwarten sind, jedoch Kosten gespart und die Gerichte entlastet werden.“ Auch die Spinnweberei Uhingen GmbH (Baden-Württemberg) hatte eine Musterklage eingereicht und war in erster Instanz gescheitert. Das Landgericht Chemnitz hatte die Klage von Vowalon am 22. März 2013 abgewiesen und die EEG-Umlage als noch zulässige Preisregulierung gewertet. Daraufhin ging die Firma in Berufung. Das in zweiter Instanz zuständige OLG Dresden wollte die Angelegenheit ursprünglich am 9. Juli 2013 verhandeln.

Die Kläger aus der Textilbranche berufen sich auf ein Gutachten des Verfassungsrechtlers Prof. Dr. Gerrit Manssen von der Universität Regensburg. Er stellt darin fest, dass es sich bei der EEG-Umlage um eine unzulässige Sonderabgabe handelt und verweist auf die sogenannte Kohlepfennig-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts von 1994. Seinerzeit hatten es die Richter für verfassungswidrig erklärt, dass die Energiekunden mit dem Strompreis eine Subvention für die deutsche Steinkohleförderung zahlen.

Pressekontakt: Bertram Höfer, vti, Tel. 0371 – 53 47 247, vti@vti-online.de
 
 
 

Sichern Sie sich Ihr kostenfreies Frühbucher-Ticket bis zum 31. März 2014!

 
 
 

mtex 2014: Mehrere Gründe veranlassen zur Teilnahme

Verbesserte Materialeigenschaften und hohe Ressourceneffizienz stehen im Mittelpunkt der 5. mtex – Internationale Ausstellung & Symposium für Textilien und Leichtbau im Fahrzeugbau vom 14. bis 16. Mai 2014 in Chemnitz. Parallel zur mtex finden die Leichtbau-Messe LiMA, die  Sächsische Industrie- und Technologiemesse SIT sowie das IT Anwenderforum statt.

„Oft sind Neuentwicklungen im Material-, Maschinen- und Fertigungsprozessbereich für mehrere Branchen von Bedeutung. Aussteller wie Fachbesucher werden vom neuen Veranstaltungsquartett profitieren. Vier Messen an einem Termin und für ein Ticket – das schafft Synergien“, erläutert Messe-Chef Michael Kynast: „Für unser anwenderorientiert konzipiertes Begleitsymposium konnten wir erstklassige Referenten gewinnen.   Die Einführungsvorträge halten Meinhard Behrens (Faurecia Autositze GmbH), Prof. Dr. Thomas Gries (ITA RWTH Aachen), Prof. Dr. Lothar Kroll (TU Chemnitz), Dr. Maurizio Mantovani (Autoneum Management AG), Dr. Andreas Seidl (Human Solutions) und Frank M. Rinderknecht (Rinspeed AG).“

Außerdem findet am 13./14. Mai 2014 an der TU Chemnitz die 14. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung statt. Die Organisatoren haben den Konferenz-Termin erstmals mit mtex und LiMA koordiniert, um den 250 Teilnehmern aus dem In- und Ausland den Besuch der Ausstellungen zu ermöglichen.  Im Jahr 2012 hatte die Messe Chemnitz zum ersten Mal mtex und LiMA parallel veranstaltet und damit mehr Resonanz als zuvor erreicht. Zum Messe-Doppel kamen 1.300 Besucher aus dem In- und Ausland sowie 83 Aussteller aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Die Industriemesse SIT und das IT Anwenderforum zogen 2012 insgesamt 3.300 Besucher an.
 
 
 

Einweihung der neuen Forschungshalle im ITC Industrie- und Technologiepark Heckert GmbH (ITC)

Am 05.11.2013 wurde der neue Komplex für die Forschung und Entwicklung im Bereich der
Faserverbundkunststoffe durch Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Lothar Kroll, Leiter der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung (SLK) der Technischen Universität Chemnitz und
Direktor des An-Institutes Cetex, im Beisein der Forschungsbereichsleiter der Professur SLK
sowie des Leiters Forschung und Entwicklung von Cetex offiziell eröffnet. Mit der neu geschaffenen Lösung werden die Kompetenzen der Cetex als integraler Partner des MERGE-Clusters, u. a. auf dem Gebiet der Faserspreizung, der Tape-Herstellung und der Falt-Wickel-Technologie, mit den Kompetenzen der Professur auf dem Gebiet des Leichtbaus räumlich optimal zusammengeführt. Damit wird eine geschlossene Prozesskette von der Entwicklung modifizierter Compounds über die Folienextrusion, die anschließende Halbzeugherstellung und das Preforming bis zur Umsetzung in belastungsgerecht aufgebaute fertige Strukturbauteile realisiert.
 
 
 

14. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung Programm ist im Internet abrufbar

Das Programm für die 14. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung am 13. und 14. Mai 2014 steht und ist im Internet unter www.chemtextiles.de abrufbar. Wir freuen uns, Ihnen ein abwechslungsre
iches und interessantes Vortragsangebot anbieten zu können und laden Sie in Namen aller Veranstalter recht herzlich zum Besuch der Tagung ein.

Die Vorträge sind unterteilt in die Komplexe:
• Ressourceneffiziente Maschinen und Verfahren
• Funktionalisierung / Smart Textiles
• Halbzeuge, Preformtechnologien, Verbundbauteile
• Prozess- und Struktursimulation
• Nachhaltigkeit textiler Prozesse und Produkte.

Der Frühbucherrabatt für die Tagungsteilnahme gilt bis zum 18.04.2014. Außerdem möchten wir
auf die Werbe- und Ausstellungsmöglichkeiten, wie z.B. eine Anzeige im Tagungsband oder die
Präsentation im Rahmen der Firmen- und Posterausstellung hinweisen.
 
 
 

Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis für Sächsisches Textilforschungsinstitut Chemnitz

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Das Sächsische Textilforschungsinstitut e. V. (STFI), Chemnitz, ist am Donnerstag, 28. November 2013, mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis ausgezeichnet worden. Das  Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie würdigt damit herausragende Beispiele für rohstoff- und materialeffiziente Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie für anwendungsorientierte Forschungsergebnisse. Unter fachlicher Leitung der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) wurden insgesamt vier Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung mit jeweils 10.000 Euro prämiert. Das Institut hatte sich erstmals um den Preis beworben und war mit dem Projekt "CarbonWasteCycle – Recyclingkonzept für Carbonfaserabfälle" nominiert worden.  Projektziel ist es, Carbonfasern aus Verschnittabfällen und aus Fehlchargen durch Recyclingprozesse für den Einsatz im Leichtbau nutzbar zu machen.

„Ein intelligenter und effizienter Einsatz von Rohstoffen wird für Unternehmen in Deutschland mehr und mehr zum Wettbewerbsfaktor. Gerade für kleine und mittlere Firmen  bietet rohstoff- und materialeffizientes Wirtschaften enorme Potenziale zur Rentabilitätssteigerung“, erläuterte STFI-Direktor Andreas Berthel, der den Preis in Berlin entgegennahm. Die intensive fachliche Auseinandersetzung mit Recyclingprozessen für textile Materialien stelle seit jeher einen Schwerpunkt in der Forschungsarbeit des Instituts dar.  Mit dem Reißfaserkolloquium re4tex ist das STFI im zweijährlichen Rhythmus Gastgeber einer Fachveranstaltung, die sich den neuesten Einwicklungen im Textilrecycling widmet. Das 11. Kolloquium findet am 4. und 5. Dezember 2013 in Chemnitz statt.  Bei dieser Gelegenheit präsentierte bereits der Gewinner des Rohstoffeffizienz-Preises 2011 seine prämierte Idee zur pyrolytischen Rückgewinnung von verharzten Carbonfasern. Dieser technologische Ansatz bildet die Grundlage für den heutigen Forschungsstand im Carbonrecycling. "Das Rezyklieren von harzfreien Carbonfasern konnten wir nach langjähriger Forschungsarbeit erfolgreich voranbringen und schließlich umsetzen. Damit gehen wir den Weg der Rohstoffrückgewinnung konsequent weiter“, kommentierte STFI-Forschungsleiterin Dr. Heike Illing-Günther: „Heute können wir Carbonfaservliesstoffe aus recycelten Fasern herstellen. Diese sind wiederum Ausgangsmaterial für extreme Leichtbauteile im nicht-tragenden Bereich. Die Innovation eröffnet der Carbon verarbeitenden Industrie ein großes Einsparpotenzial. Sie leistetet einen entscheidenden Beitrag für den ressourceneffizienten Umgang mit den energieintensiv hergestellten und teuren Carbonfasern.“

Bildtext:  Blick ins Carbonfaser-Technikum des STFI. Das Chemnitzer Institut hat mit Unterstützung von Industriepartnern mehr als 2 Mio. Euro in moderne Anlagentechnik investiert und bearbeitet u. a. Kundenaufträge zum CFK-Recycling. 
Foto: Wolfgang Schmidt

Pressekontakt: Andreas Berthel, Tel. 0371 / 52 470, stfi@stfi.de

 
 
 

STFI für Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2013 nominiert

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Ein intelligenter und effizienter Einsatz von Rohstoffen wird für Unternehmen in Deutschland mehr und mehr zum Wettbewerbsfaktor. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bietet rohstoff- und materialeffizientes Wirtschaften enorme Potentiale, um die Unternehmensrentabilität zu steigern. Mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie herausragende Beispiele rohstoff- und materialeffizienter Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierte Forschungsergebnisse aus. Unter fachlicher Leitung der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) werden vier Unternehmen sowie eine Forschungseinrichtung mit jeweils 10.000 Euro prämiert.

Das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI) ist als Forschungseinrichtung mit dem Projekt "CarbonWasteCycle – Recyclingkonzept für Carbonfaserabfälle" nominiert. Ziel des Projektes ist es, Carbonfasern aus Verschnittabfällen und Fehlchargen durch Recyclingprozesse für den Einsatz im extremen Leichtbau nutzbar zu machen. "Wir freuen uns über die Nominierung, da uns Nachhaltigkeit aus Forscherperspektive seit langem bewegt.", kommentiert Andreas Berthel, Geschäftsführender Direktor des STFI. Die intensive fachliche Auseinandersetzung mit Recyclingprozessen für textile Materialien stellt seit Anbeginn einen Schwerpunkt in der Forschung und Entwicklung am Institut dar. Früh erkannte man die Bedeutung von Rohstoffrückgewinnung und Aufbereitung.

Mit dem Reißfaserkolloquium re4tex veranstaltet das STFI im zweijährlichen Rhythmus eine Fachveranstaltung, die sich den neusten Einwicklungen im Textilrecycling widmet und 2013 bereits zum 11. Mal zahlreiche Besucher begrüßen wird. So präsentierte bereits der Gewinner des Rohstoffeffizienz-Preises 2011 seine prämierte Idee zur pyrolytischen Rückgewinnung von bereits verharzten Carbonfasern. Dieser technologische Ansatz bildet nunmehr die Grundlage für den heutigen Forschungsstand im Carbonrecycling. "Das Rezyklieren von harzfreien Carbonfasern konnten wir nach langjähriger Forschungsleistung erfolgreich voranbringen und schließlich umsetzen. Damit gehen wir den Weg der Rohstoffrückgewinnung konsequent weiter. Heute können wir Carbonfaservliesstoffe aus recycelten Fasern herstellen. Diese sind wiederum Ausgangsmaterial für extreme Leichtbauteile im nicht-tragenden Bereich. Die Innovation eröffnet der carbonverarbeitenden Industrie ein großes Einsparpotenzial und leistetet im Besonderen einen entscheidenden Beitrag unter dem Gesichtspunkt des ressourceneffizienten Umgangs mit der energieintensiv hergestellten Carbonfaser an sich.", erläutert STFI-Forschungsleiterin Dr. Heike Illing-Günther die Bedeutung des Fortschritts.

Die Preisverleihung findet im Rahmen der Fachkonferenz "Rohstoffe effizient nutzen – erfolgreich am Markt" am 28. November 2013 im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin statt.

Text: Kareen Reißmann
 
 
 

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Große Medienresonanz auf neues Konzept „Chemnitzer Fachmessen“

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Der Verbund „Chemnitzer Fachmessen“ kommt an. Beim Pressegespräch zur Vorstellung des neuen Konzeptes am 3. September 2013 konnte die Messe Chemnitz zahlreiche Journalisten von Regional- und Wirtschaftsmedien begrüßen und eine breite Zustimmung zur Bündelung der Fachausstellungen SIT, mtex, LiMA und IT Anwenderforum verbuchen. Messechef Michael Kynast und Beiratsmitglieder der einzelnen Veranstaltungen erläuterten die Synergien, die sich aus der Zusammenlegung ergeben: Vier Fachmessen zu einem Termin und für ein Ticket sind für Aussteller und Besucher attraktiv – und ebenso für Journalisten, wie die Resonanz auf das Pressegespräch beweist.

Foto: Stefan Möbius
 
 
 

futureTEX als Zukunftsmodell in der vierten industriellen Revolution

Bislang größtes Förderprojekt des Bundes für die ostdeutsche Textilbranche

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Vom STFI Chemnitz geführtes Firmen- und Forschungsnetzwerk erhält 45 Mio. EUR vom BMBF

Das vom Sächsischen Textilforschungsinstitut (STFI), Chemnitz, geführte Firmen- und Forschungsnetzwerk futureTEX wird bis 2019 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 45 Mio. EUR gefördert. Das teilte das Ministerium nach der Auswertung des Förderwettbewerbs zum Programm „Zwanzig 20 – Partnerschaft für Innovation“ am 18. Juli 2013 in Berlin mit. Dem futureTEX-Konsortium gehören gegenwärtig 142 Partner aus 97 Unternehmen, 35 Wissenschaftseinrichtungen und zehn Verbänden an, darunter der vti.

„Mit futureTEX wollen wir beispielhaft ein Zukunftsmodell für unsere Traditionsbranche schaffen, das sich an den Herausforderungen der vierten industriellen Revolution orientiert“, erläuterte Andreas Berthel, Geschäftsführender Direktor des STFI: „Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung ressourceneffizienter Herstellungsprozesse, die systematische Installation von Open-Innovation-Prozessen, die Entwicklung von Ausbildungs- und Imageprogrammen für die Branche sowie interdisziplinäre textile Vorhaben. Doch zunächst sind wir aufgerufen, bis zum Sommer nächsten Jahres eine umsetzungsreife Innovationsstrategie zu entwickeln. Voraussichtlich werden wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln bis zu 65 Einzelprojekte ausstatten können.“ Der Schwerpunkt der Tätigkeit werde im Bereich der Technischen Textilien und des Textilmaschinenbaus liegen. Als Stichworte nannte Andreas Berthel Smart Factory (Modellfabrik) und Mass Customization (kundenindividuell konzipierte Produktion).  www.stfi.de

„Wir freuen uns sehr über diesen unter Leitung des STFI erreichten Erfolg. Vor uns liegt das bislang umfangreichste Förderprojekt des Bundes in der Geschichte der ostdeutschen Textilbranche“, kommentierte Bertram Höfer, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti). Der vti werde sich als Mittler zwischen Industrie und Forschung betätigen und zudem die länderübergreifende Zusammenarbeit befördern. Bertram Höfer gehörte am 16. Juli 2013 in Berlin zu den Netzwerk-Akteuren, die STFI-Direktor Andreas Berthel bei der Verteidigung von futureTEX vor der vom BMBF bestellten Fachjury unterstützten. Außerdem zugegen waren André Lang, Geschäftsführer des vti-Mitgliedsunternehmens Norafin Industries GmbH, Mildenau; Prof. Dr. Franz Rudolph, Vorstandsvorsitzender des Inntex e. V., Chemnitz; Dr. Udo Berthold, Cotesa GmbH, Mittweida; Christine Kallmayer, Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration; Sandra Markstein, STFI; Prof. Dr. Egon Müller, Professur Fabrikplanung an der TU Chemnitz, und Gert Zeidler, Karl Mayer Malimo Textilmaschinenfabrik GmbH, Chemnitz.

Wie das BMBF verlautbarte, ist neben dem Aufbau des modernsten textilindustriellen Wertschöpfungsnetzwerks in Europa bis 2030 die Übertragung des bis dahin entwickelten Zukunftsmodells auf andere schrumpfende Traditionsbranchen in Deutschland das große Ziel von futureTEX. Nach Angaben des Ministeriums hatten sich 59 Konsortien aus unterschiedlichen Branchen an dem Förderwettbewerb beteiligt. 19 kamen in die Endrunde; zehn davon erhielten den Zuschlag. So auch das vom Institut für Massivbau der TU Dresden eingereichte Projekt „C³ - Carbon Concrete Composite“, dessen Ziel es ist, den im Bauwesen dominierenden Stahlbeton durch leichtere und korrosionsresistente Materialverbünde aus Beton und Carbonfasern zu ersetzen.  Insgesamt stellt das BMBF im Rahmen des Programms „Zwanzig 20“  rund 500 Mio. EUR für die Entwicklung von branchenübergreifenden Firmen- und Forschungsnetzwerken zur Verfügung. Die dadurch entstehenden neuartigen Innovationsstrukturen sollen in erster Linie zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Bundesländer beitragen.

Bildtext:  Andreas Berthel, Geschäftsführender Direktor des STFI Chemnitz;  Foto: vti-pressedienst
 
 
 

14. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung: Mehrwert im Doppelpack

Neuer Termin am 13./14. Mai 2014 ermöglicht interessante Synergien mit mtex und LiMA

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„Mehrwert durch Textiltechnik“ lautet das Motto der 14. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung (CTT) am 13./14. Mai 2014 an der TU Chemnitz. Themenkomplexe sind Ressourceneffiziente Textilmaschinen und Verfahren, Funktionalisierung/Smart Textiles, Halbzeuge und Preformtechnologien, Prozesskontrolle und Prüfung, Prozess- und Struktursimulation sowie Nachhaltigkeit textiler Prozesse und Produkte. Vorträge können bis zum 31. August 2013 unter www.chemtextiles.de angemeldet werden. Der Förderverein Cetex Chemnitzer Textilmaschinenentwicklung e. V.  veranstaltet die CTT gemeinsam mit dem Institut für Strukturleichtbau sowie dem Institut für Fördertechnik und Kunststoffe (ifk) der TU Chemnitz, dem Sächsischen Textilforschungsinstitut e.V. (STFI) und dem Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. (vti).  An der 13. CTT im März 2012 hatten sich mehr als 250 Wissenschaftler und Industrie-Experten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Tschechien und China beteiligt.  www.chemtextiles.de 

„Einen attraktiven Mehrwert bieten wir unseren Tagungsteilnehmern außerdem durch die erstmalig erfolgte Terminabstimmung mit zwei für sie interessanten internationalen Fachausstellungen, die am zweiten Konferenztag in Chemnitz beginnen“, erläutert Dr.-Ing. Wolfgang Nendel, Vorstandsvorsitzender des Cetex-Vereins. Vom 14. bis 16. Mai 2014  finden im Chemnitzer Messegelände die 5. Mobiltextilien-Schau „mtex“ sowie die 3. Leichtbau-Ausstellung „LiMA“ statt. Beide Veranstaltungen werden ergänzt durch ein anwenderorientiertes Symposium. Außerdem erwarten die Veranstalter Synergie-Effekte durch die gleichfalls parallel stattfindende Sächsische Industrie- und Technologiemesse SIT sowie ein IT-Anwenderforum. www.mtex-chemnitz.de; www.lima-chemnitz.de
 
Bildtext: Hans-Joachim Knobloch untersucht im Cetex Institut Chemnitz das Abrollverhalten von Carbonfaser-Rovings von einem Spulengatter, das die Textilforscher als Zuführung für die von ihnen unlängst entwickelte Faser-Folien-Anlage konstruiert haben. Auf dieser Anlage  werden vollständig gestreckte Rovings gassenfrei nebeneinander abgelegt und in thermoplastische Folie eingebettet. Die so entstehenden unidirektionalen Tapes (UD-Bänder) dienen als Ausgangsmaterial für Hochleistungs-Strukturbauteile, die u. a. im Fahrzeug- und Flugzeugbau eingesetzt werden können. Das Cetex Institut wird auf der 14. Chemnitzer Textiltechnik Tagung am 13./14. Mai 2014 über neueste Forschungsergebnisse berichten. www.cetex.de

Foto: Hendrik Schmidt
 
 
 

Dr. Jürgen Fritsch neuer Manager von AutoComp

Fritsch
Dr.-Ing. Jürgen Fritsch (63) ist neuer Netzwerk-Manager des Anfang 2012 in Sachsen gestarteten Forschungsverbundprojekts AutoComp.  Der Chemnitzer Maschinenbau-Fachmann hatte zuvor 11 Jahre lang erfolgreich im Management der Automobilzulieferinitiative Sachsen (AMZ) mitgewirkt und in dieser Funktion dem mtex-Messebeirat angehört. Unterstützt wird er von Netzwerk-Koordinatorin Sabrina-Dennise Möckel.  Ziel des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Projekts  ist es, Lösungskonzepte zur Automatisierung großserientauglicher Prozessketten für die Herstellung von Faserverbund-Bauteilen zu entwickeln. „Dafür führen wir Forschungseinrichtungen und Firmen zusammen, die bislang weitestgehend unabhängig voneinander tätig waren“, erläutert Dr. Jürgen Fritsch. Projektträger ist die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Berlin; das Management obliegt dem INNtex Innovation Netzwerk Textil e.V., Chemnitz. „AutoComp“ wird zur mtex 2014 ausgewählte Arbeitsergebnisse vorstellen.

Forschungspartner von „AutoComp“ sind die TU Chemnitz / Fakultät für Maschinenbau / Institut für Strukturleichtbau / Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung (SLK); das Cetex Institut für Textil- und Verarbeitungsmaschinen an der TU Chemnitz, das Kompetenzzentrum Strukturleichtbau e. V., Chemnitz, und das Steinbeis-Innovationszentrum - Automation in Leichtbauprozessen (ALP), Chemnitz. Sie kooperieren mit neun mittelständischen Firmen – Maschinenbauer, Zulieferer und Anwender - aus Sachsen: A&E Applikation und Entwicklung Produktionstechnik GmbH, Dresden; ASGLAWO® technofibre GmbH, Freiberg; BRAND Werkzeug- und Maschinenbau GmbH, Oederan; COVAC Elektro und Automation GmbH, Bautzen; Döbeln Elektrowärme GmbH, Döbeln; KE Automation GmbH, Limbach-Oberfrohna; LSE – Lightweight Structures Engineering GmbH, Chemnitz; R&R Automatisierungstechnik GmbH, Grünhain-Beierfeld; SOTEX Sondermaschinen GmbH, Auerbach.

Im Vordergrund steht die Entwicklung zunächst unabhängiger Prozesse, die die Grundlage für die Zusammenführung in einer Prozesskette bieten. Die Vision des Netzwerks ist die Etablierung eines Systemanbieters für die großserientaugliche Fertigung von Strukturbauteilen (Einzellösungen und System), basierend auf den gemeinsam entwickelten Prozessen, Verfahren und Produkten. Das Projekt wird gefördert aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des BMWi.
 
 
 

„Großserientaugliche thermoplastische Strukturen“ Tagungsthema beim Wachstumskern thermoPre®

Namhafte Referenten am 28./29. August 2013 an der TU Chemnitz

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„Großserientaugliche thermoplastische Strukturen“ ist der Titel einer Fachtagung des Innovativen regionalen Wachstumskerns thermoPre® (thermoplastische Prepregs) am 28./29. August 2013 an der Technischen Universität Chemnitz. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbund haben sich 19 Unternehmen und 3 Forschungseinrichtungen aus Sachsen zusammengeschlossen. Die neue Technologieplattform konzentriert sich auf die Herstellung endlosfaserverstärkter thermoplastischer Halbzeuge sowie deren Anwendungen. Im Vergleich zur Kurz- und Langfaserverstärkung weisen endlosfaserverstärkte Thermoplaste den höchsten Integrationsgrad und die größten Leichtbaupotenziale auf. Die unmittelbare Weiterverarbeitung der Halbzeuge wird insbesondere anhand von Bauteilen für den Fahrzeugbau demonstriert. Anmeldung zur Tagung: www.thermopre.de

Bildtext: Dr. Uwe Hartmann, Geschäftsführer der ERMAFA Sondermaschinen- und Anlagenbau GmbH und Vorsitzender des thermoPre e.V., Chemnitz, und Sebastian Nendel vom Cetex Institut für Textil- und Verarbeitungsmaschinen gemeinnützige GmbH, Chemnitz, bei der Prüfung eines Bauteiles im Technikum der TU Chemnitz

Foto: thermoPre e.V./H. Schmidt
 
 
 

TITV: Weltweit erstmals automatisierte Herstellung von LED-bestückten Leuchttextilien

TITV-Preis von Messe
Das Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland (TITV), Greiz, hat einen vollautomatischen Prozess zur Fertigung von LED-bestückten Leuchttextilien entwickelt. Dafür erhielt das Institut auf der jüngsten Fachmesse „Techtextil“ in Frankfurt/Main einen Innovationspreis. Bislang war die Ausrüstung von Textilien mit Leuchtdioden nur per Hand und mit hohem Zeitaufwand möglich. „Wir haben die Herstellungstechnologie auf einer Stickmaschine der Mountek Tajima GmbH, Winterlingen, entwickelt“, berichtete Dr. Uwe Möhring, Geschäftsführender Direktor des TITV: „Die Basis unserer Innovation ist das neu entwickelte funktionelle LED-Flexsubstrat Functional Sequin Devises (FSD). Damit wird - weltweit erstmals - eine komplett automatisierte Bauteilmontage auf Textilien möglich. Wir haben bisher im Modebereich eingesetzte Pailletten so umfunktioniert, dass sie als Träger (FSD) für LED oder auch andere miniaturisierte Bauteile eingesetzt werden können. Nunmehr ist die wirtschaftliche Herstellung von LED-Leuchttextilien sowohl bei großen Losgrößen als auch bei geringen Stückzahlen möglich. Zudem garantiert die automatische Bauteilzuführung eine genaue Positionierung und mehr Prozesssicherheit für eine gleich bleibende Qualität.“ Ein international bereits bekanntes Beispiel für LED-Leuchttextilien des TITV sind die Kostüme der vierfachen Eiskunstlauf-Weltmeister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy aus Chemnitz.
 
 
 

Rundgewebe für Flugzeuge und Schiffe

STFI-Preis von Messe
Das Sächsische Textilforschungsinstitut Chemnitz (STFI) bekam einen Anerkennungspreis der TECHTEXTIL für die Entwicklung eines weltweit einmaligen Herstellungsverfahrens von Rundgeweben, deren Durchmesser bei laufendem Betrieb des Webautomaten verändert werden kann. So sind konisch verlaufende, nahtlose Rundgewebe aus Carbon- oder Aramidfasern beispielsweise als Hohlprofile für Leichtbau-Halbzeuge oder für Rohre in Klimaanlagen von Flugzeugen und Schiffen geeignet.